Das Seminar behandelt Registry- und Windows-Objektartefakte als wichtige Ergänzung zu Datei- und NTFS-Sammlungen. RegInfo und ObjInfo werden gezielt eingesetzt, damit nachgelagerte Analysen auf reproduzierbare, klar begrenzte Ausgangsdaten zugreifen können.
Seminarziel
Ziel ist ein kombiniertes Profil für ausgewählte System- und Benutzer-Hives sowie relevante Windows-Objekte. Kontext, Rechte, Filter, Datenmengen und Kontrollartefakte werden so festgelegt, dass fehlende oder unvollständige Ergebnisse erkennbar bleiben.
Inhaltsverzeichnis
- Registry-Modell und Kontext
- RegInfo-Grundkonfiguration
- Benutzerbezogene Registry-Artefakte
- ObjInfo und Windows-Objekte
- Rechte, Flüchtigkeit und Zeitbezug
- Datenbegrenzung und Ergebnisstruktur
- Kombiniertes Registry- und Objektprofil
Seminarinhalte
1. Registry-Modell und Kontext
System-, Benutzer- und anwendungsbezogene Hives werden hinsichtlich Speicherort, Ladezustand, Berechtigung und Untersuchungskontext unterschieden.
- Schritt 1: Relevante Hives und Benutzerprofile aus der Fragestellung ableiten.
- Schritt 2: Live-, offline- und nicht geladene Bereiche kennzeichnen.
- Schritt 3: Erwartete Zugriffslücken und Ersatzwege vor dem Lauf dokumentieren.
2. RegInfo-Grundkonfiguration
Schlüssel, Werte, Pfade und Ausgaben werden mit präzisen Filtern und eindeutiger Hive-Zuordnung erfasst.
- Schritt 1: Zielpfade und Werttypen in einer Sammelliste festlegen.
- Schritt 2: Filter und Rekursion so eng wie möglich konfigurieren.
- Schritt 3: Kontrollschlüssel und erwartete Werte für die Funktionsprüfung anlegen.
3. Benutzerbezogene Registry-Artefakte
Mehrere Benutzerprofile, aktuell angemeldete Konten und nicht geladene Hives erfordern eine klare Zuordnung und Fehlermeldung.
- Schritt 1: Benutzerinventar und vorhandene Profilpfade erfassen.
- Schritt 2: Sammelstrategie für geladene und nicht geladene Hives definieren.
- Schritt 3: Ausgabe pro Benutzer eindeutig benennen und auf Vollständigkeit prüfen.
4. ObjInfo und Windows-Objekte
Named Objects, Pipes, Mutexe und weitere Objektklassen werden kontrolliert erfasst und nach Geltungsbereich getrennt.
- Schritt 1: Relevante Objektklassen aus dem Vorfalltyp auswählen.
- Schritt 2: Namens- und Bereichsfilter mit bekannten Kontrollobjekten testen.
- Schritt 3: Ausgabe auf Rechtefehler, flüchtige Änderungen und Wiederholbarkeit bewerten.
5. Rechte, Flüchtigkeit und Zeitbezug
Registry- und Objektzustände können sich während des Laufs ändern und sind vom Ausführungskontext abhängig.
- Schritt 1: Erforderlichen Benutzer- oder Systemkontext festlegen.
- Schritt 2: Startzeit, Laufzeit und mögliche Zustandsänderungen protokollieren.
- Schritt 3: Fehlende Daten als Zugriffslücke oder flüchtige Abwesenheit kenntlich machen.
6. Datenbegrenzung und Ergebnisstruktur
Breite Registry-Rekursion und ungezielte Objektlisten werden durch Profile, Filter und getrennte Archive beherrscht.
- Schritt 1: Minimal- und Vertiefungsbereich unterscheiden.
- Schritt 2: Maximale Ausgabegröße und Zeitgrenzen je Sammelschritt setzen.
- Schritt 3: Ergebnisnamen, Systembezug und Profilversion in der Ablage verankern.
7. Kombiniertes Registry- und Objektprofil
RegInfo, ObjInfo und ergänzende Systeminformationen werden mit klaren Abhängigkeiten und Kontrollartefakten verbunden.
- Schritt 1: Ausführungsreihenfolge und gemeinsame Begleitinformationen bestimmen.
- Schritt 2: Erfolgs-, Teil- und Fehlerzustände in Outcome und Logs abbilden.
- Schritt 3: Gesamtprofil auf mehreren Benutzer- und Systemkonstellationen abnehmen.
Praxisübungen
- RegInfo-Profil für System- und Benutzer-Hives mit Kontrollwerten erstellen
- ObjInfo-Sammlung für ausgewählte Objektklassen und Namensmuster konfigurieren
- Kombiniertes Profil auf mehreren Benutzerkontexten testen und Ergebnislücken dokumentieren
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: DFIR-Fachkräfte, Incident-Response-Teams, Threat-Hunting-Teams und Windows-Administratoren mit forensischem Schwerpunkt.
Voraussetzungen: Gute Windows-Kenntnisse, Verständnis von Registry-Hives, Benutzerprofilen, Diensten und Windows-Objektkonzepten.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DFIR-Fachkräfte, Incident-Response-Teams, Threat-Hunting-Teams und Windows-Administratoren mit forensischem Schwerpunkt. |
| Voraussetzungen: | Gute Windows-Kenntnisse, Verständnis von Registry-Hives, Benutzerprofilen, Diensten und Windows-Objektkonzepten. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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