Android-Testautomatisierung wird erst belastbar, wenn Appium-Server, UiAutomator2-Treiber, Android-Werkzeuge, Testcode und Gerätezustand als zusammenhängendes System behandelt werden. Das Seminar führt deshalb nicht nur durch einzelne Befehle, sondern baut eine reproduzierbare Labor- und Projektstruktur auf.
Emulatoren und reale Geräte werden vergleichbar konfiguriert. Fehlerbilder aus App-Installation, Berechtigungen, Systemdialogen, Wartebedingungen und parallelen Sitzungen werden gezielt erzeugt und methodisch analysiert.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisprojekt
- Einordnung im Lernpfad
Seminarprofil
Der Schwerpunkt liegt auf nativen Android-Anwendungen und auf einem durchgängigen Testprojekt. Neben funktionierenden Testfällen entstehen Konfigurationsbausteine, Hilfsklassen und Diagnoseabläufe, die in eine bestehende Qualitätssicherung übernommen werden können.
Zielgruppe
Testautomatisierer, QA Engineers, Android-Entwickler, Softwaretester und technische Testverantwortliche.
Voraussetzungen
Grundlagen in objektorientierter Programmierung, sicherer Umgang mit Kommandozeile und Versionsverwaltung sowie Grundverständnis für Android-Anwendungen. Für die Übungen wird eine festgelegte Appium-Clientbibliothek verwendet.
Schrittweise Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.
Schritt 1: Labor, SDK und Gerätezustand vorbereiten
Die Laborstrecke beginnt mit einer kontrollierten Bestandsaufnahme. Android SDK, Plattformwerkzeuge, Emulatoren und mindestens ein reales oder virtuelles Zielgerät werden so eingerichtet, dass der Gerätezustand jederzeit nachvollziehbar ist.
- SDK- und Werkzeugpfade prüfen
- Emulatorprofile und Geräteeigenschaften dokumentieren
- Verbindung, Berechtigungen und freien Speicher kontrollieren
Schritt 2: Appium 3 und UiAutomator2 installieren
Appium wird als modularer Server eingerichtet; der Android-Treiber wird separat installiert und geprüft. Konfiguration und Diagnose werden getrennt, damit spätere Versionswechsel reproduzierbar bleiben.
- Appium-Home und Treiberversionen festlegen
- Treiberprüfung und Umgebungsdiagnose ausführen
- Serverkonfiguration für das Labor erstellen
Schritt 3: W3C-Sitzung und Android-Fähigkeiten definieren
Eine erste Sitzung wird mit klaren W3C-Fähigkeiten gestartet. Plattform, Automatisierungsname, App-Paket, Aktivität und Zustandsoptionen werden so gewählt, dass Start- und Wiederholungsverhalten bewusst steuerbar sind.
- Minimalen Capability-Satz aufbauen
- App-Installation und App-Lifecycle unterscheiden
- Sitzungsstart und Statusantwort validieren
Schritt 4: Oberfläche untersuchen und Locators entwickeln
Die Elementhierarchie wird mit einem Inspektionswerkzeug analysiert. Stabile Identifikatoren erhalten Vorrang; dynamische Texte, Listen und verschachtelte Container werden mit klaren Locator-Regeln abgedeckt.
- Accessibility-ID und Ressourcen-ID priorisieren
- XPath nur gezielt und messbar einsetzen
- Locator-Verträge für wiederverwendbare Komponenten erstellen
Schritt 5: Interaktionen und Synchronisation stabilisieren
Tippen, Texteingabe, Auswahl und Navigation werden mit expliziten Zustandsprüfungen verbunden. Feste Wartezeiten werden durch fachliche Bedingungen ersetzt, damit Tests auf unterschiedlich schnellen Geräten belastbar laufen.
- Sichtbarkeit, Aktivierbarkeit und Textzustände prüfen
- Animations- und Ladezustände berücksichtigen
- Fehlermeldungen mit Screenshot und Seitenquelle erfassen
Schritt 6: Gesten, Systemdialoge und Berechtigungen steuern
Wischbewegungen, Scrollen, langes Drücken und Drag-and-drop werden mit W3C Actions modelliert. Zusätzlich werden Laufzeitberechtigungen, Tastatur, Benachrichtigungen und typische Systemdialoge kontrolliert.
- Koordinaten und Elementbezug sauber trennen
- Berechtigungszustände vor dem Test definieren
- Gerätespezifische Abweichungen kapseln
Schritt 7: Testarchitektur und Datenmodell aufbauen
Screens, Komponenten, Aufgaben und Assertions werden getrennt. Testdaten, App-Zustand und Geräteparameter werden außerhalb der Testlogik verwaltet, sodass der gleiche Ablauf auf mehreren Zielgeräten verwendbar bleibt.
- Screen- und Component-Objects entwerfen
- Fixtures und Datenbereinigung definieren
- Fehlerklassifikation und Wiederholungsregeln festlegen
Schritt 8: Parallelisierung und Diagnose durchführen
Zum Abschluss wird die Suite auf mehrere Android-Ziele verteilt. Ports, Gerätezuteilung, App-Daten und Logs werden isoliert; typische Start-, Verbindungs- und Stabilitätsprobleme werden anhand eines Diagnosebaums bearbeitet.
- Eindeutige Geräte- und Portzuordnung herstellen
- Logketten von Test bis Gerät korrelieren
- Stabilitätsmessung und Abbruchkriterien dokumentieren
Praxisprojekt
Im Praxisprojekt wird eine Android-Anwendung vom Login über Navigation und Dateneingabe bis zu einer validierten Geschäftsaktion automatisiert. Die Suite läuft anschließend auf mindestens zwei Gerätekonfigurationen und erzeugt verwertbare Diagnoseartefakte.
Einordnung im Lernpfad
Als Einstieg eignet sich zuvor das Grundlagenseminar. Anschließend folgen je nach Zielbild Testframeworks und CI/CD, Capability-Routing oder die Integration mit Selenium Grid.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Testautomatisierer, QA Engineers, Android-Entwickler, Softwaretester und technische Testverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Grundlagen in objektorientierter Programmierung, sicherer Umgang mit Kommandozeile und Versionsverwaltung sowie Grundverständnis für Android-Anwendungen. Für die Übungen wird eine festgelegte Appium-Clientbibliothek verwendet. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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