Container vereinfachen reproduzierbare Laufzeitumgebungen, lösen aber nicht automatisch die besonderen Anforderungen mobiler Geräte. Emulatorbeschleunigung, USB- oder Netzwerkgeräte, iOS-Hosts, eindeutige Ports, große App-Artefakte und flüchtige Sitzungsdaten benötigen ein bewusstes Plattformdesign.
Das Seminar trennt containerisierbare Steuerungskomponenten von physisch gebundenen Zielressourcen. Daraus entsteht eine skalierbare Architektur, die Knoten dynamisch bereitstellt, aber Gerätekapazität und Zustandsbereinigung korrekt abbildet.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisprojekt
- Einordnung im Lernpfad
Seminarprofil
Vier Tage ermöglichen eine vollständige vertikale Laborstrecke: Images, Konfiguration, Relay, Orchestrierung, Skalierung, Sicherheit, Updates und Störungsszenarien.
Zielgruppe
DevOps Engineers, Plattformteams, Grid-Administratoren, Testinfrastruktur-Entwickler und technische Architekten.
Voraussetzungen
Sichere Container- und Linux-Grundkenntnisse, praktische Erfahrung mit Appium oder Selenium Grid sowie Verständnis von Netzwerk, Volumes und CI/CD.
Schrittweise Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.
Schritt 1: Containerisierungsgrenzen und Zielarchitektur bestimmen
Grid-Komponenten, Appium-Server, Android-Emulatoren, reale Geräte und iOS-Hosts werden nach ihrer technischen Bindung eingeordnet. Für jede Komponente wird festgelegt, ob sie langlebig, flüchtig oder hostgebunden betrieben wird.
- Steuerung und Zielressourcen trennen
- Hardware- und Betriebssystemabhängigkeiten markieren
- Daten-, Netzwerk- und Vertrauensgrenzen darstellen
Schritt 2: Reproduzierbare Images erstellen
Basislaufzeit, Appium-Core, Treiber, Hilfswerkzeuge und Zertifikate werden in getrennten Schichten aufgebaut. Versionen, Benutzerrechte und Startprüfung sind Bestandteil des Images.
- Minimalen und prüfbaren Paketbestand verwenden
- Treiberdiagnose im Image-Build ausführen
- Nicht sensible Konfiguration vom Image trennen
Schritt 3: Android-Emulatoren und reale Geräte anbinden
Emulatorprofile, Hardwarebeschleunigung, Startbereitschaft und Snapshot-Strategie werden kontrolliert. Reale Geräte erhalten einen stabilen Hostdienst und eine eindeutige Zuordnung zu Appium-Instanzen.
- Boot- und Bereitschaftsprüfung automatisieren
- Geräteverlust und Wiederanmeldung behandeln
- USB- oder Netzwerkzugriff begrenzen
Schritt 4: Appium-Instanzen pro Ziel isolieren
Jede Instanz erhält eigene Ports, Cachebereiche, Logs und Zielparameter. Horizontale Skalierung erfolgt über zusätzliche Instanzen statt über unkontrollierte Mehrfachbelegung eines Geräts.
- Port- und Ressourcenplan generieren
- Appium-Konfiguration pro Instanz erzeugen
- Teardown und Cachebereinigung definieren
Schritt 5: Grid-Relay-Nodes containerisiert registrieren
Für jede Appium-Instanz wird ein passender Relay-Node mit Statusprüfung und Capability-Muster bereitgestellt. Service Discovery und Netzwerkadressen werden ohne lokale Annahmen konfiguriert.
- Node- und Appium-Lifecycle koppeln
- Relay-Ziel und Status-Endpunkt prüfen
- Registrierung und Deregistrierung automatisieren
Schritt 6: Orchestrierung und dynamischen Lifecycle umsetzen
Deployment, Job oder zustandsbezogene Workload-Modelle werden verglichen. Readiness, Liveness, Ressourcenlimits und kontrolliertes Beenden verhindern, dass aktive Sitzungen abrupt verloren gehen.
- Startreihenfolge und Abhängigkeiten definieren
- Drain vor Update oder Abschaltung verwenden
- Fehlerhafte Instanzen automatisch ersetzen
Schritt 7: Skalierung an Queue und Gerätebestand koppeln
Skalierungssignale berücksichtigen Warteschlange, verfügbare Zielgeräte, Startzeit und Kosten. Eine reine CPU-Skalierung würde bei mobilen Ressourcen falsche Entscheidungen treffen.
- Minimale Warmkapazität festlegen
- Maximalzahl aus realem Gerätebestand ableiten
- Hysterese und Cooldown definieren
Schritt 8: Artefakte, Caches und Zustand kontrollieren
Apps, Logs, Screenshots und Treibercaches erhalten Aufbewahrungs- und Bereinigungsregeln. Flüchtige Testdaten dürfen nicht in neue Sitzungen übergehen.
- Artefakte über Run-ID zuordnen
- Cachegrößen und Alter begrenzen
- Geräte- und Emulatorzustand nach Test zurücksetzen
Schritt 9: Sicherheit und Netzwerksegmentierung anwenden
Steuerzugriff, Relay-Kommunikation, Secrets, Image-Herkunft und privilegierte Gerätefunktionen werden eingeschränkt. Container laufen mit minimalen Rechten und dokumentierten Ausnahmen.
- Servicekonten und Netzwerkregeln definieren
- Secrets nicht in Images oder Logs speichern
- Images und Abhängigkeiten kontrolliert aktualisieren
Schritt 10: Rollout, Störung und Wiederherstellung testen
Ein Update wird mit Drain, gestuftem Rollout und Rückfall durchgeführt. Anschließend werden Geräteverlust, fehlerhafter Emulatorstart, Relay-Ausfall und volle Warteschlange als Störungsszenarien bearbeitet.
- Canary-Instanz vor breitem Rollout verwenden
- Rollback praktisch ausführen
- Runbook und Betriebskennzahlen abschließen
Praxisprojekt
Eine kleine containerisierte Plattform wird aufgebaut, um zusätzliche Appium- und Relay-Instanzen kontrolliert bereitzustellen. Ein Lastszenario löst Skalierung aus; Update, Drain, Geräteverlust und Rückfall werden praktisch geprüft.
Einordnung im Lernpfad
Empfohlen nach Relay-Integration und Capability-Routing. Anschließend folgen Sicherheit und Troubleshooting oder das Intensivseminar Plattformbetrieb und Skalierung.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DevOps Engineers, Plattformteams, Grid-Administratoren, Testinfrastruktur-Entwickler und technische Architekten. |
| Voraussetzungen: | Sichere Container- und Linux-Grundkenntnisse, praktische Erfahrung mit Appium oder Selenium Grid sowie Verständnis von Netzwerk, Volumes und CI/CD. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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