Selenium Grid 4 kann Appium-Anfragen über Relay-Nodes an Appium-Server weiterleiten. Für eine belastbare Integration benötigt jedoch jede Appium-Instanz eindeutige Ressourcen, eine eigene Konfiguration und einen passenden Grid-Node mit klaren Capability-Mustern.
Das Seminar baut diese Architektur schrittweise auf. Zunächst läuft eine einzelne Kette, danach werden mehrere Ziele, parallele Sitzungen und verteilte Hosts ergänzt und unter Fehlerbedingungen geprüft.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisprojekt
- Einordnung im Lernpfad
Seminarprofil
Die Laborumgebung umfasst einen Grid-Hub oder entsprechende zentrale Komponenten, mehrere Relay-Nodes und mehrere Appium-Instanzen. Alle Konfigurationen werden versionierbar und ohne manuelle Sonderzustände aufgebaut.
Zielgruppe
Testautomatisierer, Grid-Administratoren, DevOps Engineers, Systemintegratoren und Teams, die Appium-Sitzungen über einen zentralen Grid-Endpunkt verteilen möchten.
Voraussetzungen
Praktische Appium-Grundkenntnisse, Basiswissen zu Selenium Grid und RemoteWebDriver sowie sichere Kommandozeilen- und Netzwerkkenntnisse.
Schrittweise Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer durchgängigen Laborstrecke aufgebaut. Jeder Schritt endet mit einer technischen Kontrolle und einer kurzen Einordnung für den produktiven Einsatz.
Schritt 1: Relay-Architektur und Datenfluss verstehen
Der Weg vom Testclient über Router und Distributor zum Relay-Node und Appium-Server wird nachvollzogen. Status-, Registrierungs- und Sitzungsdaten werden den beteiligten Komponenten zugeordnet.
- Steuerpfad und Sitzungspfad unterscheiden
- Komponenten und Ports dokumentieren
- Fehlergrenzen im Datenfluss markieren
Schritt 2: Appium-Konfiguration pro Instanz erstellen
Jede Instanz erhält eine eigene Konfigurationsdatei mit Serverport, Treiberauswahl, Standardfähigkeiten und eindeutigen treiberspezifischen Ressourcen.
- Gemeinsame und instanzspezifische Werte trennen
- Portkollisionen vor Start prüfen
- Status und Treiberbereitschaft validieren
Schritt 3: Grid-Node mit Relay konfigurieren
Ein Node wird so konfiguriert, dass er keine lokalen Browser automatisch erkennt, sondern Anfragen anhand definierter Capability-Muster an sein Appium-Ziel weiterleitet.
- Relay-Ziel und Statuspfad setzen
- Slotanzahl und Capability-Muster definieren
- Nodeport und Event-Bus-Verbindung prüfen
Schritt 4: Hub und Nodes kontrolliert starten
Startreihenfolge, Registrierung und Verfügbarkeit werden geprüft. Die Grid-Oberfläche und Statusdaten dienen nicht nur der Anzeige, sondern als Abnahmepunkte.
- Zentrale Komponenten zuerst bereitstellen
- Node-Registrierung und Slotstatus prüfen
- Nicht erreichbare Relay-Ziele erkennen
Schritt 5: Testclient über den Grid-Endpunkt verbinden
Der Test verwendet nur den zentralen Grid-Endpunkt. Capability-Anfrage und ausgehandelte Sitzung werden protokolliert, damit Routing nachvollziehbar bleibt.
- Remote-Endpunkt zentral konfigurieren
- Direkt- und Grid-Ausführung vergleichbar halten
- Sitzungs-ID über alle Logs korrelieren
Schritt 6: Mehrere Appium-Ziele und Hosts ergänzen
Weitere Instanzen erhalten eindeutige Appium- und Nodeports. Netzwerkadressen werden aus Sicht der jeweiligen Komponente geprüft; lokale Kurzschlüsse werden vermieden.
- Adressierbarkeit in beide Richtungen testen
- Konfiguration aus Vorlagen generieren
- Registrierung und Deregistrierung automatisieren
Schritt 7: Parallelität und Ressourcenisolation prüfen
Gleichzeitige Sitzungen werden auf verschiedene Ziele verteilt. Gerätespezifische Hilfsdienste, App-Daten und Testkonten bleiben isoliert.
- Zielzuordnung und Slotgrenzen verifizieren
- Port- und Dateikollisionen provozieren und beheben
- Teardown bei abgebrochenem Test prüfen
Schritt 8: Status, Drain und Wartung anwenden
Nodes werden für Wartung kontrolliert aus dem Verkehr genommen. Laufende Sitzungen enden, neue Anfragen werden nicht mehr zugewiesen, anschließend erfolgt Update oder Neustart.
- Gesundheitsstatus regelmäßig prüfen
- Drain mit aktiver Sitzung testen
- Wiederanmeldung und Kapazitätsrückkehr validieren
Schritt 9: End-to-End-Diagnose etablieren
Fehler aus Capability-Matching, Registrierung, Netzwerk, Appium-Start, Treiber oder Gerät werden entlang der Kette eingegrenzt. Ein Runbook beschreibt Prüfpfad und erwartete Signale.
- Grid- und Appium-Logs über Run-ID verbinden
- Minimalen Relay-Test isolieren
- Fehlerklassen mit klaren Eskalationswegen dokumentieren
Praxisprojekt
Zwei Appium-Instanzen und zwei Relay-Nodes werden an einen zentralen Grid-Endpunkt angebunden. Eine gemischte Suite läuft parallel; danach werden Node-Ausfall, Portkollision, Fehlrouting und Wartung per Drain bearbeitet.
Einordnung im Lernpfad
Nach Appium-Grundlagen und Grid-Basiswissen. Danach folgen Capability-Routing, Containerisierung, Sicherheit und Troubleshooting oder das Plattform-Intensivseminar.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Testautomatisierer, Grid-Administratoren, DevOps Engineers, Systemintegratoren und Teams, die Appium-Sitzungen über einen zentralen Grid-Endpunkt verteilen möchten. |
| Voraussetzungen: | Praktische Appium-Grundkenntnisse, Basiswissen zu Selenium Grid und RemoteWebDriver sowie sichere Kommandozeilen- und Netzwerkkenntnisse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Laborübungen, eigenständige Praxisaufgaben und strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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