Das fünftägige Intensivseminar fasst Grundlagen, Installation, ACPI und S3, SPI- und BIOS-Schutz, CPU- und Microcodeprüfung, TPM und Measured Boot sowie UEFI, Secure Boot und NVRAM zusammen. Es bildet den vollständigen Qualifizierungsweg für Firmware-, Bootketten- und Plattformschutz-Assessments.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Eine sichere CHIPSEC-Laborumgebung aufbauen und Plattformzustände reproduzierbar erfassen.
- Firmwaretabellen, SPI-Flash, BIOS-Schreibschutz und Bootkettenkontrollen umfassend bewerten.
- CPU-, Microcode-, TPM- und Measured-Boot-Zustände in das Vertrauensmodell integrieren.
- UEFI-Variablen, Secure-Boot-Schlüssel und S3-Resume-Schutz prüfen.
- Alle Befunde in eine belastbare Plattformbaseline mit Maßnahmen und Retests überführen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Plattformarchitektur und sichere Laborbasis
Schwerpunkt: CPU, Chipsatz, SPI, UEFI, SMM, TPM, IOMMU, Betriebssystem, Vertrauensgrenzen, Installation und Recovery.
- Ausgangslage, Plattformvoraussetzungen, Recovery-Ziel und Abnahmekriterien für „Plattformarchitektur und sichere Laborbasis“ festlegen.
- Benötigte Komponenten und Abhängigkeiten anhand von CPU, Chipsatz, SPI, UEFI, SMM, TPM, IOMMU, Betriebssystem, Vertrauensgrenzen, Installation und Recovery in einer Installationscheckliste erfassen.
- Die Umgebung schrittweise aufbauen; nach jedem Änderungsschritt einen dokumentierten Funktions- und Rückfallpunkt prüfen.
- Treiber, Helper, Rechte, Plattformdetektion, Logging und read-only Hardwarezugriff mit Positiv- und Negativfällen validieren.
- Als Arbeitsergebnis ein vollständiges Plattform- und Labormodell dokumentieren und für eine reproduzierbare Wiederholung freigeben.
2. CHIPSEC-Basislauf und Plattformerkennung
Schwerpunkt: Module, Utility, Helper, Treiber, Plattformcode, Konfiguration, Logging, Ergebnisstatus und read-only Sicherheitsregeln.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „CHIPSEC-Basislauf und Plattformerkennung“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Module, Utility, Helper, Treiber, Plattformcode, Konfiguration, Logging, Ergebnisstatus und read-only Sicherheitsregeln erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Basislauf erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
3. ACPI, SMBIOS und WSMT
Schwerpunkt: Tabellenerfassung, Prüfsummen, sicherheitsrelevante Tabellen, Geräte- und Speicherbezug, WSMT-Aussagen und Plausibilitätsprüfung.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „ACPI, SMBIOS und WSMT“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Tabellenerfassung, Prüfsummen, sicherheitsrelevante Tabellen, Geräte- und Speicherbezug, WSMT-Aussagen und Plausibilitätsprüfung erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis eine validierte Firmwaretabellenanalyse erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
4. S3-Resume und Boot-Scripts
Schwerpunkt: Wake-Vektoren, Boot-Script-Speicherlage, Opcode-Klassen, Dispatch-Ziele, Schutzgrenzen und Resume-Retest.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „S3-Resume und Boot-Scripts“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Wake-Vektoren, Boot-Script-Speicherlage, Opcode-Klassen, Dispatch-Ziele, Schutzgrenzen und Resume-Retest erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen belastbaren S3-Sicherheitsbefund erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
5. SPI-Flash und Firmware-Descriptor
Schwerpunkt: sicherer Dump, Descriptor, Regionen, Master-Rechte, Security Override, Controllerzustand und Imageprüfung.
- Untersuchungsauftrag, Originalquelle, Schutzbedarf und Beweissicherungsregeln für „SPI-Flash und Firmware-Descriptor“ festlegen.
- Artefakte anhand von sicherer Dump, Descriptor, Regionen, Master-Rechte, Security Override, Controllerzustand und Imageprüfung read-only erfassen, hashen, beschriften und getrennt vom Arbeitsmaterial ablegen.
- Strukturen und Inhalte schrittweise dekodieren; Parserfehler und nicht interpretierbare Bereiche gesondert kennzeichnen.
- Auffälligkeiten durch Vergleich, Zweiterfassung und Kontextdaten verifizieren; Fehlalarme nachvollziehbar ausschließen.
- Als Arbeitsergebnis eine vollständige SPI- und Descriptoranalyse mit Evidenzkette, Bewertung und Retestempfehlung erstellen.
6. BIOS-Schreibschutz und Protected Ranges
Schwerpunkt: BLE, BIOSWE, SMM_BWP, EISS, Locks, Top Swap, Range-Abdeckung, Lücken und Updatepfade.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „BIOS-Schreibschutz und Protected Ranges“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von BLE, BIOSWE, SMM_BWP, EISS, Locks, Top Swap, Range-Abdeckung, Lücken und Updatepfade erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen priorisierten BIOS-Schutzbefund erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
7. CPU, Microcode und Sicherheitsregister
Schwerpunkt: CPUID, Topologie, Microcode, Feature-Control, CET, ausgewählte Mitigationen und Konsistenz über logische Prozessoren.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „CPU, Microcode und Sicherheitsregister“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von CPUID, Topologie, Microcode, Feature-Control, CET, ausgewählte Mitigationen und Konsistenz über logische Prozessoren erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis eine CPU- und Microcode-Baseline erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
8. TPM, PCR und Measured Boot
Schwerpunkt: TPM-Schnittstelle, Fähigkeiten, PCR-Banken, Event Logs, Messkette, Rekonstruktion und Abweichungsanalyse.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „TPM, PCR und Measured Boot“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von TPM-Schnittstelle, Fähigkeiten, PCR-Banken, Event Logs, Messkette, Rekonstruktion und Abweichungsanalyse erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis eine verifizierte Measured-Boot-Analyse erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
9. UEFI, Secure Boot und NVRAM
Schwerpunkt: Variablen, Attribute, PK, KEK, db, dbx, Authentisierung, Schlüsselketten, NVRAM-Schutz und Fehlerfälle.
- Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „UEFI, Secure Boot und NVRAM“ festlegen.
- Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Variablen, Attribute, PK, KEK, db, dbx, Authentisierung, Schlüsselketten, NVRAM-Schutz und Fehlerfälle erfassen und ordnen.
- Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
- Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
- Als Arbeitsergebnis einen vollständigen Secure-Boot- und NVRAM-Befund erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.
10. Gesamtbaseline, Maßnahmen und Retest
Schwerpunkt: Evidenz, Risikobewertung, Plattformvarianten, Firmwareupdate, Maßnahmen, Kompensationen, Retest und Betriebsübergabe.
- Zielzustand, Verantwortlichkeiten, Aussagegrenzen und Kontrollkriterien für „Gesamtbaseline, Maßnahmen und Retest“ festlegen.
- Benötigte Evidenz und Entscheidungsdaten anhand von Evidenz, Risikobewertung, Plattformvarianten, Firmwareupdate, Maßnahmen, Kompensationen, Retest und Betriebsübergabe in einer prüfbaren Struktur erfassen.
- Technische Ergebnisse nach Ursache, Auswirkung, Reichweite und Verlässlichkeit bewerten.
- Maßnahmen, Ausnahmen, Freigaben und Retestkriterien mit Positiv- und Negativfällen operationalisieren.
- Als Arbeitsergebnis ein integriertes Firmware- und Bootketten-Assessment dokumentieren, fachlich abnehmen und in den Regelprozess überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau und Abnahme einer sicheren CHIPSEC-Laborumgebung.
- Erfassung und Bewertung von ACPI-, SMBIOS- und S3-Artefakten.
- Analyse eines SPI-Abbilds, des Descriptors und der BIOS-Schutzmechanismen.
- Erstellung einer CPU- und Microcode-Baseline.
- Rekonstruktion einer TPM- und Measured-Boot-Messkette.
- Prüfung von Secure-Boot-Variablen und Erstellung einer Gesamtbaseline.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Firmware Security, BIOS Engineering, Plattformarchitektur, Product Security, technische Revision und Incident Response.
Voraussetzungen: Solide Grundlagen in Betriebssystemen, Firmware und x86-Plattformen; sichere Administration und Zugriff auf freigegebene Laborhardware.
Didaktik und Arbeitsweise
Die Laborarbeit beginnt strikt read-only und wird täglich durch Baseline- und Retestschritte abgesichert. Der Lernpfad folgt der realen Vertrauenskette von Hardware und Firmwaretabellen über persistenten Flash bis zu Bootmessung und Secure-Boot-Konfiguration.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware Security, BIOS Engineering, Plattformarchitektur, Product Security, technische Revision und Incident Response |
| Voraussetzungen: | Solide Grundlagen in Betriebssystemen, Firmware und x86-Plattformen; sichere Administration und Zugriff auf freigegebene Laborhardware |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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