Seminar CHIPSEC – VMM-, Hypervisor- und Virtualisierungsprüfungen

Das zweitägige Fortgeschrittenenseminar untersucht Virtualisierungsmerkmale, Hypervisor-Erkennung und ausgewählte CHIPSEC-Werkzeuge für VMM-Schnittstellen. Zwei Tage sind erforderlich, um Host- und Gastkontext, CPUID, Hypercalls, virtuelle Geräte, EPT-Indikatoren, Beobachtung und sichere Laborgrenzen methodisch zu verbinden.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Virtualisierungs- und Hypervisor-Angriffsflächen strukturiert modellieren.
  • Host-, Gast- und verschachtelte Testumgebungen sicher abgrenzen.
  • CPUID-, MSR-, I/O-, PCIe- und Hypercall-Oberflächen erfassen.
  • VMM-spezifische Tools und Fuzzingfunktionen kontrolliert einordnen.
  • Fehlerzustände, Evidenz und Retests reproduzierbar dokumentieren.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Virtualisierungsarchitektur und Vertrauensgrenzen

Schwerpunkt: Host, Hypervisor, Gast, virtuelle Geräte, Managementebene, EPT/NPT, IOMMU, Hypercalls, Emulation und verschachtelte Virtualisierung.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Virtualisierungsarchitektur und Vertrauensgrenzen“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Host, Hypervisor, Gast, virtuelle Geräte, Managementebene, EPT/NPT, IOMMU, Hypercalls, Emulation und verschachtelte Virtualisierung erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein vollständiges VMM-Bedrohungsmodell erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

2. Laboraufbau und Beobachtung

Schwerpunkt: Snapshots, Konsolenzugriff, serielle Logs, Crash Dump, Watchdog, Ressourcenlimits, Wiederherstellung und Trennung von Produktionsumgebungen.

  1. Ausgangslage, Plattformvoraussetzungen, Recovery-Ziel und Abnahmekriterien für „Laboraufbau und Beobachtung“ festlegen.
  2. Benötigte Komponenten und Abhängigkeiten anhand von Snapshots, Konsolenzugriff, serielle Logs, Crash Dump, Watchdog, Ressourcenlimits, Wiederherstellung und Trennung von Produktionsumgebungen in einer Installationscheckliste erfassen.
  3. Die Umgebung schrittweise aufbauen; nach jedem Änderungsschritt einen dokumentierten Funktions- und Rückfallpunkt prüfen.
  4. Treiber, Helper, Rechte, Plattformdetektion, Logging und read-only Hardwarezugriff mit Positiv- und Negativfällen validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein sicheres Hypervisor-Testlabor dokumentieren und für eine reproduzierbare Wiederholung freigeben.

3. Erkennung und Capability-Inventar

Schwerpunkt: CPUID-Hypervisorbits, Vendor IDs, MSR, Virtualisierungsfeatures, Geräteinventar, Paravirtualisierung und Plattformunterschiede.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Erkennung und Capability-Inventar“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von CPUID-Hypervisorbits, Vendor IDs, MSR, Virtualisierungsfeatures, Geräteinventar, Paravirtualisierung und Plattformunterschiede erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis einen validierten Virtualisierungsinventarbericht erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

4. Hypercalls und virtuelle Schnittstellen

Schwerpunkt: Hypercall-Konventionen, VMBus beziehungsweise vergleichbare Busse, synthetische Geräte, I/O-Ports, MMIO, PCIe und Fehlercodes.

  1. Prüfziel, Plattformzustand, Schutzbedarf und sichere Grenzen für „Hypercalls und virtuelle Schnittstellen“ festlegen.
  2. Relevante Artefakte, Register, Tabellen und Abhängigkeiten anhand von Hypercall-Konventionen, VMBus beziehungsweise vergleichbare Busse, synthetische Geräte, I/O-Ports, MMIO, PCIe und Fehlercodes erfassen und ordnen.
  3. Geeignete CHIPSEC-Module und read-only Utility-Abfragen schrittweise ausführen; Änderungen bleiben freigegebenen Laborfällen vorbehalten.
  4. Ausgaben, Werte, Locks und Fehlerverhalten durch Vergleich, Plausibilitätskontrolle sowie Positiv- und Negativfälle validieren.
  5. Als Arbeitsergebnis eine strukturierte Hypervisor-Schnittstellenkarte erstellen, Befunde priorisieren und konkrete Retestkriterien festlegen.

5. Kontrollierte Test- und Fuzzingansätze

Schwerpunkt: begrenzte Hypercall-, CPUID-, MSR-, I/O- und PCIe-Tests, Inputbudgets, Zeitouts, Beobachtung, Abbruch und Reproduktion.

  1. Isoliertes Testziel, zulässige Schnittstellen, Recovery und harte Abbruchkriterien für „Kontrollierte Test- und Fuzzingansätze“ freigeben.
  2. Inputmodell, Seeds, Zustände und Mutationsgrenzen anhand von begrenzte Hypercall-, CPUID-, MSR-, I/O- und PCIe-Tests, Inputbudgets, Zeitouts, Beobachtung, Abbruch und Reproduktion definieren.
  3. Einen begrenzten, beobachtbaren Testlauf mit Zeitouts, Iterationsbudget, Watchdog und vollständigem Logging ausführen.
  4. Fehlzustände reproduzieren, von Laborartefakten trennen und den auslösenden Testfall schrittweise minimieren.
  5. Als Arbeitsergebnis einen sicher begrenzten VMM-Testplan mit Reproduktionsschritten, Evidenz, Auswirkung und sicherem Retest dokumentieren.

6. Triage, Findings und Retest

Schwerpunkt: Gastabsturz, Hostauswirkung, Hänger, Logkorrelation, Reproduzierbarkeit, Minimierung, Risiko, Update und Regressionstest.

  1. Zielzustand, Verantwortlichkeiten, Aussagegrenzen und Kontrollkriterien für „Triage, Findings und Retest“ festlegen.
  2. Benötigte Evidenz und Entscheidungsdaten anhand von Gastabsturz, Hostauswirkung, Hänger, Logkorrelation, Reproduzierbarkeit, Minimierung, Risiko, Update und Regressionstest in einer prüfbaren Struktur erfassen.
  3. Technische Ergebnisse nach Ursache, Auswirkung, Reichweite und Verlässlichkeit bewerten.
  4. Maßnahmen, Ausnahmen, Freigaben und Retestkriterien mit Positiv- und Negativfällen operationalisieren.
  5. Als Arbeitsergebnis ein vollständiges VMM-Prüf- und Retest-Runbook dokumentieren, fachlich abnehmen und in den Regelprozess überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Erstellung eines Host-Gast-Vertrauensmodells und Labor-Recoveryplans.
  • Erfassung von Hypervisor-, CPUID- und Geräteinformationen.
  • Kartierung ausgewählter Hypercall- und virtueller Geräteschnittstellen.
  • Triage eines vorbereiteten Gastfehlers mit Reproduktions- und Retestkriterien.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Hypervisor Security, Virtualization Engineering, Vulnerability Research, Product Security und Cloud-Plattform-Security.

Voraussetzungen: Sehr gute CHIPSEC- und x86-Kenntnisse, Erfahrung mit Virtualisierung und Debugging sowie sicherer Umgang mit isolierten Testlaboren.

Didaktik und Arbeitsweise

Alle Übungen laufen in isolierten, snapshotfähigen Umgebungen mit separater Hostbeobachtung. Die Arbeit beginnt mit Inventar und Schnittstellenkartierung; kontrollierte Testfälle folgen erst nach dokumentierter Abnahme der Recovery- und Abbruchmechanismen.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Hypervisor Security, Virtualization Engineering, Vulnerability Research, Product Security und Cloud-Plattform-Security
Voraussetzungen: Sehr gute CHIPSEC- und x86-Kenntnisse, Erfahrung mit Virtualisierung und Debugging sowie sicherer Umgang mit isolierten Testlaboren
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
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