Seminar croit Ceph Administration und Tagesbetrieb

Der zuverlässige Betrieb eines verteilten Speichersystems verlangt feste Routinen, nachvollziehbare Änderungen und eine sichere Bewertung des Clusterzustands. Im Mittelpunkt stehen die Funktionen der Managementplattform, ihre Verbindung zu den Ceph-Diensten sowie der kontrollierte Umgang mit Kapazität, Wartung und Störungen.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen

Seminarprofil

Das Seminar vermittelt den strukturierten Tagesbetrieb eines mit croit verwalteten Ceph-Clusters. Behandelt werden Zustandsbewertung, Serviceverwaltung, Pool- und OSD-Betrieb, Kapazitätssteuerung, Wartungsflags, kontrollierte Änderungen und belastbare Betriebsroutinen in Oberfläche und Administrationskonsole.

Lernziele

  • Clusterzustand, Health-Meldungen, Tasks, Logs und Metriken systematisch bewerten
  • MON-, MGR-, OSD-, MDS- und Gateway-Dienste sicher verwalten
  • Pools, Kapazitäten, Placement Groups und Wartungsflags betriebssicher handhaben
  • OSD-Änderungen, Reboots und Wartungsfenster mit minimalem Risiko durchführen
  • wiederholbare Betriebsroutinen und Eskalationskriterien dokumentieren

Zielgruppe

Storage-, Linux- und Infrastrukturadministratoren sowie technische Betriebsverantwortliche

Voraussetzungen

Grundkenntnisse zu Linux, TCP/IP und Ceph-Architektur; empfohlen wird das Grundlagen- oder Installationsseminar

Seminarinhalte

Schritt 1: Betriebsmodell und Bedienoberfläche

Die Managementplattform wird als zentrale Betriebsinstanz eingeordnet. Rollen von Oberfläche, Administrationskonsole, Ceph-Kommandos, Tasks und automatisierten Prüfungen werden voneinander abgegrenzt.

  • Navigation, Statusansichten und Suchfunktionen
  • Zusammenhang zwischen croit-Aufgaben und Ceph-Zuständen
  • Trennung von Beobachtung, Änderung und Freigabe

Schritt 2: Clusterzustand und Health-Meldungen

Health-Zustände werden nach Ursache, Auswirkung und Dringlichkeit klassifiziert. Die Diagnose beginnt mit dem Gesamtzustand und wird anschließend auf Dienste, Hosts, Datenträger und Placement Groups verfeinert.

  • HEALTH_OK, Warnungen und Fehlerbilder
  • Task Advisor, Crash Reports und Mutes
  • Priorisierung nach Datenverfügbarkeit und Redundanz

Schritt 3: Dienste und Quorum

Die zentralen Daemon-Typen werden im laufenden Betrieb überwacht und gezielt verändert. Besonderes Gewicht liegt auf Quorum, Standby-Konzepten und der Reihenfolge von Eingriffen.

  • MON-Quorum und MGR-Verfügbarkeit
  • MDS-, RGW- und Gateway-Dienste
  • Start, Stopp, Neustart und kontrollierte Verlagerung

Schritt 4: Pools, PGs und CRUSH im Betrieb

Poolparameter und Datenplatzierung werden anhand realer Betriebsfälle geprüft. Änderungen werden hinsichtlich Datenbewegung, Auslastung und Wiederherstellungsdauer bewertet.

  • Replikation und Erasure Coding
  • PG-Zustände, Autoscaler-Empfehlungen und Balancer
  • CRUSH-Regeln, Geräteklassen und Failure Domains

Schritt 5: OSD- und Kapazitätsverwaltung

OSDs werden hinzugefügt, aus dem Cluster genommen, gewichtet und bei Bedarf ersetzt. Kapazitätsgrenzen werden nicht erst bei einem Full-Zustand, sondern über definierte Vorwarnstufen gesteuert.

  • OSD-Lebenszyklus und Datenträgerzustand
  • Nearfull-, Backfillfull- und Full-Schwellen
  • Recovery, Backfill und Auswirkungen auf Nutzlast

Schritt 6: Wartungsflags und Rolling Operations

Wartungsarbeiten werden mit geeigneten Flags vorbereitet und nach Abschluss vollständig zurückgenommen. Rolling Reboots und Dienständerungen werden mit klaren Abbruchkriterien durchgeführt.

  • noout, norebalance, noscrub und weitere Flags
  • Vorabprüfungen und Freigabepunkte
  • Nachkontrolle von Quorum, PGs und Datenservices

Schritt 7: Betriebsroutinen und Änderungsmanagement

Tägliche, wöchentliche und monatliche Kontrollen werden in ein Betriebsmodell überführt. Konfigurationsänderungen erhalten Ausgangswert, Zielwert, Messgröße und Rückfallplan.

  • Checklisten und Wartungsprotokolle
  • Kapazitäts- und Wachstumskontrolle
  • Dokumentation von Abweichungen und Eskalationen

Schritt 8: Störungssimulation und Wiederanlauf

In einer zusammenhängenden Übungsfolge werden typische Ausfälle provoziert, bewertet und behoben. Der Wiederanlauf endet erst nach technischer und fachlicher Validierung.

  • Ausfall eines Dienstes oder Hosts
  • degradierte und peering-bezogene Zustände
  • Abschlussprüfung und Betriebsfreigabe

Praxisübungen

  1. Health-Warnungen anhand einer Diagnosematrix bearbeiten
  2. einen Pool und die zugehörige Platzierung kontrolliert ändern
  3. einen OSD-Wartungsfall einschließlich Nachkontrolle durchführen
  4. eine tägliche und monatliche Betriebscheckliste erstellen

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Öffentliche Schulung

Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.

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Inhausschulung

Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.

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Webinar

Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.

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Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich und Webinar: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Storage-, Linux- und Infrastrukturadministratoren sowie technische Betriebsverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Linux, TCP/IP und Ceph-Architektur; empfohlen wird das Grundlagen- oder Installationsseminar
Standorte: Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche deutschsprachige Dokumentation als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
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Innsbruck 4 Tage
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Klagenfurt 4 Tage
Bregenz 4 Tage
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Salzburg 4 Tage
Graz 4 Tage
Wien 4 Tage
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