Die häufigsten Installationsprobleme entstehen nicht in Ceph, sondern im Netz zwischen Managementknoten, PXE-Servern, Clusterhosts und Clients. Das Seminar entwickelt ein redundantes Design und einen festen Diagnosepfad vom Link bis zum Dienstport.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Seminarprofil
Das Seminar behandelt die Netzarchitektur für croit Ceph von Management-, Client- und Cluster-Netzen bis zu Bonding, LACP, VLANs, Routing, MTU und Switch-Fallback. Hinzu kommen PXE-Boot, DHCP, TFTP, NTP, relevante Portpfade sowie die strukturierte Diagnose von Boot-, Erreichbarkeits- und Clock-Skew-Problemen.
Lernziele
- Management-, Client- und Clusterverkehr passend segmentieren
- Bonding, LACP, VLANs und Switch-Fallback für PXE-fähige Hosts planen
- DHCP-, TFTP-, NTP- und Ceph-Portpfade verifizieren
- MTU-, Routing-, DNS- und Zeitprobleme systematisch diagnostizieren
- Netzänderungen ohne Verlust von Hostidentität und Clusterzugriff durchführen
Zielgruppe
Netzwerk-, Storage- und Linux-Administratoren sowie Infrastrukturarchitekten
Voraussetzungen
Sichere Grundlagen zu Ethernet, IP, VLAN, Routing und Linux-Netzwerkschnittstellen
Seminarinhalte
Schritt 1: Verkehrsarten und Zonen
Management-, Client-, Cluster- und Gatewayverkehr werden nach Bandbreite, Latenz und Schutzbedarf getrennt. Die nötige Erreichbarkeit von MONs wird ausdrücklich berücksichtigt.
- Management- und PXE-Netz
- Client- und Cluster-Netz
- Gateway-, Hypervisor- und Administrationszugriffe
Schritt 2: Bandbreite, Latenz und Redundanz
Linkgeschwindigkeit und Pfadredundanz werden aus Medien, Knotenzahl und Recoverybedarf abgeleitet. Oversubscription und gemeinsame Fehlerdomänen werden sichtbar gemacht.
- 10/25/50/100-Gigabit-Designs
- Recovery- und Nutzlastverkehr
- Dual-Homing und Switch-Paare
Schritt 3: Bonding und LACP
Linux-Bonds und Switch-Port-Channels werden aufeinander abgestimmt. Fallback oder Individual-Port-Betrieb stellt sicher, dass PXE vor vollständigem LACP-Verbund funktioniert.
- active-backup und 802.3ad
- LACP-Rate, Fallback und MLAG
- MAC- und Hostidentität
Schritt 4: VLANs, Routing und MTU
Native und getaggte Netze werden sauber dokumentiert. Jumbo Frames werden nur mit Ende-zu-Ende-Nachweis eingesetzt.
- Access, Trunk und native VLANs
- Layer-3-Erreichbarkeit und Gateways
- MTU-Test und asymmetrische Pfade
Schritt 5: PXE-Bootpfad
Vom BIOS/UEFI über DHCP und TFTP bis zum geladenen Image wird jeder Schritt separat geprüft. Bootreihenfolge und Option ROM werden in die Diagnose einbezogen.
- BIOS- und UEFI-Netzboot
- DHCP-Angebot und Relay
- TFTP, Bootmenü und Imageabruf
Schritt 6: Ports und Firewalls
Management- und Ceph-Dienste benötigen definierte TCP- und UDP-Pfade. Portlisten werden in Quell-, Ziel- und Richtungsregeln übersetzt.
- Webzugriff, DHCP, TFTP und NTP
- MON-, OSD- und RGW-Ports
- Logs und Metriken
Schritt 7: NTP, DNS und Clock Skew
Zeitabweichungen gefährden Quorum und Updates. DNS- und NTP-Pfade werden vom Host und aus dem Container getrennt geprüft.
- Zeitquelle und Synchronisationsstatus
- Namensauflösung und Proxy
- manuelle Korrektur und Dienstneustart
Schritt 8: Fehlersuche und Änderungsverfahren
Ein fester Diagnosepfad verhindert gleichzeitige Änderungen auf mehreren Ebenen. NIC-Tausch und Netzumbau werden mit noout, MAC-Anpassung und Nachprüfung vorbereitet.
- Link, VLAN, IP, Route und Port
- Packet Capture und Vergleichsmessung
- NIC-Tausch, Rückfall und Dokumentation
Praxisübungen
- eine redundante Netzmatrix für Management-, Client- und Clusterverkehr erstellen
- einen PXE-Fehler vom DHCP bis zum Image eingrenzen
- Bonding und VLAN-Konfiguration anhand eines Switch-Paars prüfen
- einen Clock-Skew-Fall diagnostizieren
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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René Launa
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail: rené.launa@seminar-experts.at -

Adam Steyer
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail:
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerk-, Storage- und Linux-Administratoren sowie Infrastrukturarchitekten |
| Voraussetzungen: | Sichere Grundlagen zu Ethernet, IP, VLAN, Routing und Linux-Netzwerkschnittstellen |
| Standorte: | Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche deutschsprachige Dokumentation als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000 |
Seminartermine
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