Seminar / Training
Unverbundene Logs und Einzelmetriken erzeugen noch keinen beherrschbaren Betrieb. Das Seminar richtet Beobachtbarkeit an Nutzerwirkung und technischen Abhängigkeiten aus.
Lernziele
- serviceorientierte Zustands- und Leistungsindikatoren definieren
- Fehler entlang der DataHub-Verarbeitungskette systematisch isolieren
- Ingestion-, Such-, Datenbank- und Ereignisprobleme unterscheiden
- Upgrades mit Kompatibilitätsprüfung, Tests und Rollback planen
- Runbooks und Nachbereitung für wiederkehrende Betriebsfälle erstellen
Zielgruppe
Administratoren, DevOps- und SRE-Teams, Plattformingenieure sowie technische Support- und Betriebsverantwortliche.
Voraussetzungen
Linux- und Containerkenntnisse, Verständnis von Logs, Metriken und verteilten Anwendungen. Grundkenntnisse der DataHub-Komponenten sind erforderlich.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Serviceziele und Beobachtbarkeit
- Kapitel 2: Ingestion- und Metadatenfehler
- Kapitel 3: Plattform- und Suchprobleme
- Kapitel 4: Upgrade-Planung und Durchführung
- Kapitel 5: Runbook und Nachbereitung
Kapitel 1: Serviceziele und Beobachtbarkeit
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Nutzerwirkung bestimmen; Signale auswählen; Warnregeln kalibrieren.
Schritt 1: Nutzerwirkung bestimmen
Suche, Asset-Seiten, API, Ingestion und Aktualität werden als getrennte Dienste mit messbarer Verfügbarkeit und Leistung betrachtet. Vor der Umsetzung werden Voraussetzungen, betroffene Objekte und erwartete Ergebnisse festgehalten. Die Ausführung erfolgt in einer abgegrenzten Übungsumgebung und endet mit einer dokumentierten Soll-Ist-Prüfung.
Schritt 2: Signale auswählen
Metriken, Logs, Ereignisse, synthetische Prüfungen und fachliche Frischeindikatoren werden je Dienst einem konkreten Fehlerbild zugeordnet. Konfiguration, Zuständigkeit und mögliche Fehlerbilder werden ausdrücklich berücksichtigt. Das Ergebnis wird mit technischen und fachlichen Prüfkriterien bewertet und als wiederverwendbarer Arbeitsschritt dokumentiert.
Schritt 3: Warnregeln kalibrieren
Schwellenwerte, Zeitfenster, Unterdrückung, Abhängigkeiten und Eskalationsstufen werden so festgelegt, dass handlungsfähige Alarme entstehen. Abweichungen werden nicht durch pauschale Wiederholung verdeckt, sondern nach Ursache, Auswirkung und Korrekturweg eingeordnet. Eine abschließende Kontrolle bestätigt, dass der Arbeitsschritt reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Kapitel 2: Ingestion- und Metadatenfehler
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Pipelinezustand prüfen; Fehlerklasse isolieren; Wiederanlauf wählen.
Schritt 1: Pipelinezustand prüfen
Laufstatus, Dauer, Entitätszahlen, Warnungen, Zustandsvergleich und letzte erfolgreiche Aktualisierung werden gegen eine Baseline bewertet. Vor der Umsetzung werden Voraussetzungen, betroffene Objekte und erwartete Ergebnisse festgehalten. Die Ausführung erfolgt in einer abgegrenzten Übungsumgebung und endet mit einer dokumentierten Soll-Ist-Prüfung.
Schritt 2: Fehlerklasse isolieren
Authentifizierung, Netzwerk, Quellberechtigung, Konfiguration, Mapping, Profiling und Plattformannahme werden in einer festen Reihenfolge geprüft. Konfiguration, Zuständigkeit und mögliche Fehlerbilder werden ausdrücklich berücksichtigt. Das Ergebnis wird mit technischen und fachlichen Prüfkriterien bewertet und als wiederverwendbarer Arbeitsschritt dokumentiert.
Schritt 3: Wiederanlauf wählen
Retry, Teilwiederholung, Vollabgleich und Zustandsrücksetzung werden nach Auswirkung, Duplikatrisiko und Löschgefahr unterschieden. Abweichungen werden nicht durch pauschale Wiederholung verdeckt, sondern nach Ursache, Auswirkung und Korrekturweg eingeordnet. Eine abschließende Kontrolle bestätigt, dass der Arbeitsschritt reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Kapitel 3: Plattform- und Suchprobleme
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Komponentenkette verfolgen; Indexabweichung erkennen; Ressourcenengpass belegen.
Schritt 1: Komponentenkette verfolgen
Frontend, Metadata Service, Datenbank, Suchindex, Messaging und Hintergrundverarbeitung werden anhand eines fehlgeschlagenen Nutzerwegs korreliert. Vor der Umsetzung werden Voraussetzungen, betroffene Objekte und erwartete Ergebnisse festgehalten. Die Ausführung erfolgt in einer abgegrenzten Übungsumgebung und endet mit einer dokumentierten Soll-Ist-Prüfung.
Schritt 2: Indexabweichung erkennen
Graphbestand, Suchdokumente, Indexierungsrückstand und Abfrageergebnis werden verglichen, um fehlende oder veraltete Treffer einzugrenzen. Konfiguration, Zuständigkeit und mögliche Fehlerbilder werden ausdrücklich berücksichtigt. Das Ergebnis wird mit technischen und fachlichen Prüfkriterien bewertet und als wiederverwendbarer Arbeitsschritt dokumentiert.
Schritt 3: Ressourcenengpass belegen
CPU, Speicher, Verbindungen, Warteschlangen, Speicherplatz und Latenz werden zeitlich korreliert und von bloßen Folgesymptomen getrennt. Abweichungen werden nicht durch pauschale Wiederholung verdeckt, sondern nach Ursache, Auswirkung und Korrekturweg eingeordnet. Eine abschließende Kontrolle bestätigt, dass der Arbeitsschritt reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Kapitel 4: Upgrade-Planung und Durchführung
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Ausgangslage inventarisieren; Kompatibilität und Migration prüfen; Upgrade kontrolliert ausführen.
Schritt 1: Ausgangslage inventarisieren
Versionen, Deployment-Art, Erweiterungen, Datenbank, Suchsystem, Messaging, Konfigurationen und bekannte Abweichungen werden vollständig erfasst. Vor der Umsetzung werden Voraussetzungen, betroffene Objekte und erwartete Ergebnisse festgehalten. Die Ausführung erfolgt in einer abgegrenzten Übungsumgebung und endet mit einer dokumentierten Soll-Ist-Prüfung.
Schritt 2: Kompatibilität und Migration prüfen
Versionssprünge, Schema- oder Indexänderungen, Konfigurationsänderungen und Erweiterungskompatibilität werden in einen Testplan überführt. Konfiguration, Zuständigkeit und mögliche Fehlerbilder werden ausdrücklich berücksichtigt. Das Ergebnis wird mit technischen und fachlichen Prüfkriterien bewertet und als wiederverwendbarer Arbeitsschritt dokumentiert.
Schritt 3: Upgrade kontrolliert ausführen
Sicherungspunkt, Wartungsfenster, Reihenfolge, Smoke Tests, fachliche Stichproben, Rollback-Schwelle und Nachbeobachtung werden verbindlich angewendet. Abweichungen werden nicht durch pauschale Wiederholung verdeckt, sondern nach Ursache, Auswirkung und Korrekturweg eingeordnet. Eine abschließende Kontrolle bestätigt, dass der Arbeitsschritt reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Kapitel 5: Runbook und Nachbereitung
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Diagnosebaum erstellen; Postmortem durchführen; Verbesserungen nachhalten.
Schritt 1: Diagnosebaum erstellen
Symptom, erste Evidenz, Prüfschritte, Entscheidungspunkte und Eskalation werden für häufige Störungen in kompakte Abläufe überführt. Vor der Umsetzung werden Voraussetzungen, betroffene Objekte und erwartete Ergebnisse festgehalten. Die Ausführung erfolgt in einer abgegrenzten Übungsumgebung und endet mit einer dokumentierten Soll-Ist-Prüfung.
Schritt 2: Postmortem durchführen
Zeitlinie, Auswirkung, technische Ursache, beitragende Faktoren und Wirksamkeit der Reaktion werden ohne Schuldzuweisung untersucht. Konfiguration, Zuständigkeit und mögliche Fehlerbilder werden ausdrücklich berücksichtigt. Das Ergebnis wird mit technischen und fachlichen Prüfkriterien bewertet und als wiederverwendbarer Arbeitsschritt dokumentiert.
Schritt 3: Verbesserungen nachhalten
Korrektur, Prävention, Monitoring-Anpassung, Dokumentation und Verantwortlichkeit werden mit Termin und Wirksamkeitsprüfung versehen. Abweichungen werden nicht durch pauschale Wiederholung verdeckt, sondern nach Ursache, Auswirkung und Korrekturweg eingeordnet. Eine abschließende Kontrolle bestätigt, dass der Arbeitsschritt reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Praxisübungen
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Anwendung, Prüfung und Dokumentation der behandelten Arbeitsschritte.
- Aufbau eines serviceorientierten Monitoring- und Alarmierungskatalogs
- Diagnose einer fehlerhaften Ingestion mit kontrollierter Wiederaufnahme
- Analyse eines Suchindex- und Ereignisrückstaus
- Planung und Simulation eines Upgrades einschließlich Rollback
- Erstellung eines Diagnose-Runbooks und eines Postmortems
Methodik
Inhaltsübersicht dieses Kapitels: Vermittlungsform, Übungsorganisation und Qualitätssicherung.
Technische Kurzvorträge wechseln mit Log- und Metrikanalyse, Störungssimulationen und einem geführten Upgrade-Lab. Entscheidungen werden konsequent anhand dokumentierter Evidenz getroffen.
Fachbereichsleitung / Leitung des Trainerteams / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Administratoren, DevOps- und SRE-Teams, Plattformingenieure sowie technische Support- und Betriebsverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Linux- und Containerkenntnisse, Verständnis von Logs, Metriken und verteilten Anwendungen. Grundkenntnisse der DataHub-Komponenten sind erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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