Seminar DriveLock Application Control

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Technische Grundlagen
  • Richtlinien, Konfiguration und Tests
  • Betrieb, Kontrolle und Dokumentation
  • Praxisübungen und Voraussetzungen

Einordnung und Zielsetzung

Der Schwerpunkt liegt auf kontrollierter Ausführung von Anwendungen, Skripten und abhängigen Komponenten. Die Dauer ist bewusst auf vier Tage angesetzt, weil Anwendungssteuerung nur mit sauberer Analyse, Testmodus, Ausnahmekonzept und belastbarer Betriebsübergabe funktioniert.

Technische Grundlagen

Behandelt werden Regeltypen, Vertrauensstellungen, Hash-, Pfad-, Zertifikats- und Herausgeberlogik, Lernphasen, Benutzerkontext, Richtlinienkonflikte und der Umgang mit Fachanwendungen, die nicht sauber paketiert sind.

Kapitel 1: Anforderungen aufnehmen und Zielbild festlegen

Das Kapitel übersetzt fachliche Sicherheitsanforderungen in ein belastbares Zielbild für den Bereich Application Control. Die klassische Reihenfolge bleibt erhalten: erst Bestand aufnehmen, dann regeln, dann automatisieren.

  1. Schritt 1: Bestehende Endgeräte, Benutzergruppen, Schutzklassen und Ausnahmen für Anwendungsregeln erfassen.
  2. Schritt 2: Schutzziele nach Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Nachweisbarkeit priorisieren.
  3. Schritt 3: Richtlinienbereiche für Skriptkontrolle abgrenzen und Verantwortlichkeiten festlegen.
  4. Schritt 4: Pilotgruppe, Testfälle, Rollback-Kriterien und Abnahmeprotokoll definieren.

Kapitel 2: Richtlinien modellieren und technisch umsetzen

Das Kapitel zeigt, wie aus dem Zielbild konkrete DriveLock-Richtlinien entstehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt sauberer Vererbung, klaren Namenskonventionen und kontrollierten Ausnahmen.

  1. Schritt 1: Richtlinienstruktur nach Standorten, Rollen, Gerätegruppen und Schutzbedarf aufbauen.
  2. Schritt 2: Parameter für Anwendungsregeln, Skriptkontrolle und DLL-Steuerung konfigurieren und technische Abhängigkeiten prüfen.
  3. Schritt 3: Testmodus, Lernphase oder Auditmodus verwenden, bevor produktive Sperren aktiviert werden.
  4. Schritt 4: Änderungen versionieren, dokumentieren und mit einem Freigabeprozess verbinden.

Kapitel 3: Betrieb überwachen und Qualität sichern

Das Kapitel konzentriert sich auf den stabilen Betrieb. Es reicht nicht, eine Richtlinie zu bauen; sie muss im Alltag beweisen, dass sie sauber arbeitet und die Arbeit nicht unnötig ausbremst.

  1. Schritt 1: Ereignisse, Warnungen und Statusmeldungen systematisch auswerten.
  2. Schritt 2: Fehlalarme, Konflikte und Benutzeranfragen nach Priorität bearbeiten.
  3. Schritt 3: Reports zum Bereich Application Control erstellen und nachvollziehbare Nachweise für Revision und IT-Leitung vorbereiten.
  4. Schritt 4: Regelmäßige Review-Zyklen einführen und technische Schulden im Richtliniensatz beseitigen.

Kapitel 4: Skalierung, Sonderfälle und Automatisierung

Das Kapitel behandelt größere Umgebungen, Sonderfälle und wiederholbare Betriebsprozesse. Handarbeit ist im Pilotbetrieb vertretbar, im Regelbetrieb ist sie ein Fehler mit Ansage.

  1. Schritt 1: Mehrere Organisationsbereiche mit unterschiedlichen Schutzanforderungen abbilden.
  2. Schritt 2: Ausnahmen zeitlich begrenzen und mit technischer Begründung dokumentieren.
  3. Schritt 3: Wiederkehrende Prüfungen, Benachrichtigungen und Betriebsreports standardisieren.
  4. Schritt 4: Betriebsübergabe mit Rollenmodell, Checklisten und Eskalationswegen vorbereiten.

Praxisübungen

  • Aufbau einer Whitelist-Strategie für Standardsoftware und Fachanwendungen.
  • Testen von Sperr-, Lern- und Auditverhalten anhand typischer Ausführungsversuche.
  • Einrichten eines geregelten Ausnahmeprozesses für neue oder geänderte Anwendungen.

Voraussetzungen

Vorausgesetzt werden gute Windows-Kenntnisse sowie Erfahrung mit Softwarepaketierung, Benutzerrechten oder Endpoint-Betrieb.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security-Administratoren, Client-Management, SOC-nahe Betriebsteams, IT-Revision
Voraussetzungen: Sichere Windows-Administrationskenntnisse und Erfahrung mit Anwendungen, Prozessen und Softwareverteilung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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