Seminar EUDI Wallet – Interoperabilität, Konformität und Testautomatisierung

Seminar / Training

Das Seminar baut eine systematische Teststrategie für Wallet, Issuer und Relying Party auf. Es behandelt Spezifikations- und Profilanalyse, Teststufen, Referenz- und Gegenimplementierungen, positive und negative Protokolltests, Credential-Formate, Kryptografie, Trust, mobile und browserbasierte Flows, Testdaten, Automatisierung, Konformitätsnachweise und Regression bei sich weiterentwickelnden Spezifikationen.

Drei Seminartage sind notwendig, weil Interoperabilität nicht durch einzelne Happy-Path-Tests entsteht. Die Dauer ermöglicht den Aufbau einer vollständigen Testarchitektur, die Implementierung automatisierter Protokoll- und Negativtests sowie die Planung von Konformitäts- und Regressionsevidenzen.

Inhaltsübersicht

  1. Teststrategie und Konformitätsumfang
  2. Testumgebung, Gegenstellen und Testdaten
  3. Issuing-Protokolltests
  4. Presentation- und Verification-Tests
  5. Credential-Formate und Kryptografie
  6. Mobile, Browser und Proximity
  7. Automatisierung, CI und Regression
  8. Evidenzen, Abweichungen und Freigabe
  9. Lernziele und Zielgruppe
  10. Praxisanteil und Arbeitsunterlagen

Lernziele

  • Anforderungen und Profile in prüfbare Konformitätskriterien zerlegen.
  • Interoperabilitäts-, Sicherheits- und Negativtests systematisch planen.
  • Testumgebungen, Daten und Gegenstellen reproduzierbar aufbauen.
  • Protokoll- und Formatprüfungen automatisieren.
  • Konformitäts- und Regressionsevidenzen nachvollziehbar verwalten.

Zielgruppe

Testarchitektur, Qualitätssicherung, Entwicklung, Integration, Wallet-, Issuer- und Verifier-Teams, technische Programmleitung, Sicherheitsprüfung, DevOps und Konformitätsverantwortliche.

Voraussetzungen

Erfahrung mit APIs, automatisierten Tests und grundlegenden Issuing- oder Presentation-Flows. Programmierkenntnisse sind für den praktischen Anteil hilfreich.

Seminarinhalte

1. Teststrategie und Konformitätsumfang

Ableitung von Testzielen aus Rollen, Spezifikationen, Profilen, Anwendungsfällen, Risiken und Zertifizierungsanforderungen.

  1. Schritt 1: System under Test, Rollen, Schnittstellen und unterstützte Profile eindeutig abgrenzen.
  2. Schritt 2: Anforderungen in testbare Aussagen mit Quelle, Version und Priorität überführen.
  3. Schritt 3: Teststufen für Komponente, Protokoll, Ende-zu-Ende, Sicherheit und Betrieb definieren.
  4. Schritt 4: Abdeckung, Eintritts- und Austrittskriterien sowie erforderliche Evidenzen festlegen.

2. Testumgebung, Gegenstellen und Testdaten

Reproduzierbare Issuer-, Wallet- und Verifier-Konfigurationen, Zertifikate, Schlüssel, Mock-Dienste und kontrollierte Testidentitäten.

  1. Schritt 1: Umgebungsvarianten, Abhängigkeiten und Vertrauensanker inventarisieren.
  2. Schritt 2: deterministische Testdaten und Credentials für Gültigkeit, Ablauf, Sperre und Fehlerfälle erzeugen.
  3. Schritt 3: Referenz-, Mock- und Gegenimplementierungen mit klaren Rollen bereitstellen.
  4. Schritt 4: Konfiguration, Version und Testergebnis in einem reproduzierbaren Laufmanifest sichern.

3. Issuing-Protokolltests

Prüfung von Discovery, Autorisierung, Token, Credential Request, Proof, Nonce, Deferred Issuance, Batch, Status und Fehlerantworten.

  1. Schritt 1: zulässige Issuing-Varianten und Capability-Kombinationen in Testfälle zerlegen.
  2. Schritt 2: Happy Paths mit Bindung, Format und erwarteten Claims automatisieren.
  3. Schritt 3: ungültige Tokens, Proofs, Nonces, Algorithmen und Requests gezielt erzeugen.
  4. Schritt 4: Fehlercodes, Wiederholbarkeit, Zustandsübergänge und Sicherheitswirkung auswerten.

4. Presentation- und Verification-Tests

Prüfung von Anforderungsobjekten, Response Modes, Credential-Auswahl, selektiver Offenlegung, Nonce, Audience, Status und fachlicher Übergabe.

  1. Schritt 1: Anforderungsvarianten und zulässige Credential-Kombinationen spezifizieren.
  2. Schritt 2: Wallet-Antworten für Zustimmung, Teilmenge, Abbruch und fehlenden Nachweis testen.
  3. Schritt 3: manipulierte Signaturen, Bindungen, Statusdaten und Replay-Szenarien automatisieren.
  4. Schritt 4: technisches Prüfergebnis und fachliche Entscheidung konsistent validieren.

5. Credential-Formate und Kryptografie

Schema-, Claim-, Signatur-, Disclosure-, Key-Binding- und Algorithmusprüfungen für unterstützte Formate.

  1. Schritt 1: Formatprofile, Pflichtfelder, Datentypen und Semantik als Validator-Regeln erfassen.
  2. Schritt 2: gültige und gezielt fehlerhafte Credentials sowie Disclosures erzeugen.
  3. Schritt 3: Algorithmen, Schlüsseltypen, Zertifikatsketten und Bindungsnachweise prüfen.
  4. Schritt 4: Grenzwerte, unbekannte Erweiterungen und Downgrade-Versuche als Negativfälle ausführen.

6. Mobile, Browser und Proximity

Tests für App-Links, QR-Codes, Deep Links, Digital-Credentials-Schnittstellen, Gerätewechsel und Nähekommunikation.

  1. Schritt 1: unterstützte Kanäle, Plattformen und Übergabemuster in eine Testmatrix überführen.
  2. Schritt 2: Session- und Transaktionsbindung über Browser, App und Backend verifizieren.
  3. Schritt 3: Abbruch, Hintergrundwechsel, Mehrfachscan, Timeout und Gerätewechsel testen.
  4. Schritt 4: plattformübergreifende Ergebnisse mit reproduzierbaren Gerätedaten dokumentieren.

7. Automatisierung, CI und Regression

Einbindung der Tests in Pipelines, Versionierung von Profilen, Flaky-Test-Kontrolle, Ergebnisaufbereitung und Freigabegates.

  1. Schritt 1: Tests nach Geschwindigkeit, Stabilität, Umgebung und Freigaberelevanz gruppieren.
  2. Schritt 2: Testcontainer, Secrets, Zertifikate und Daten sicher in CI bereitstellen.
  3. Schritt 3: Ergebnisse maschinenlesbar sammeln und Abweichungen auf Anforderungsebene zurückführen.
  4. Schritt 4: Spezifikations- oder Komponentenänderungen durch gezielte Regression und Baseline-Vergleich absichern.

8. Evidenzen, Abweichungen und Freigabe

Nachvollziehbare Dokumentation von Teststand, Anforderungen, Ergebnissen, Restabweichungen, Ausnahmen und Freigabeentscheidungen.

  1. Schritt 1: Testlauf, Versionen, Konfiguration, Eingaben und Evidenzen unverwechselbar kennzeichnen.
  2. Schritt 2: Fehler nach Konformität, Interoperabilität, Sicherheit und Implementierungsursache klassifizieren.
  3. Schritt 3: Abweichungen mit Risiko, Workaround, Verantwortlichkeit und Frist steuern.
  4. Schritt 4: Freigabe anhand vollständiger Evidenz und explizit akzeptierter Restrisiken durchführen.

Praxisanteil

  • Aufbau einer testbaren Issuer-Wallet-Verifier-Umgebung.
  • Implementierung positiver und negativer Protokolltests.
  • Integration einer Konformitäts- und Regressionstestsuite in eine CI-Pipeline.

Arbeitsunterlagen

Die Arbeitsunterlagen enthalten strukturierte Checklisten, Vorlagen und Referenzmodelle für die unmittelbare Weiterarbeit im Projekt. Im Seminar werden insbesondere folgende Artefakte erstellt oder vorbereitet:

  • Konformitäts- und Teststrategie
  • Interoperabilitäts-Testumgebung
  • Automatisierte Issuing-Testsuite
  • Automatisierte Presentation-Testsuite
  • Format- und Kryptografie-Validatoren
  • Kanal- und Plattformtestmatrix
  • CI-Konformitätspipeline
  • Konformitätsnachweis und Abweichungsregister

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Testarchitektur, Qualitätssicherung, Entwicklung, Integration, Wallet-, Issuer- und Verifier-Teams, technische Programmleitung, Sicherheitsprüfung, DevOps und Konformitätsverantwortliche.
Voraussetzungen: Erfahrung mit APIs, automatisierten Tests und grundlegenden Issuing- oder Presentation-Flows. Programmierkenntnisse sind für den praktischen Anteil hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, strukturierte Arbeitsaufträge und praktische Übungen
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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Innsbruck 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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