Seminar Jeedom KNX, Modbus, BACnet und DALI

Gebäudeprotokolle unterscheiden sich grundlegend in Adressierung, Datentypen, Aktualisierung und Sicherheitsmodell. Eine reine Werteübernahme reicht nicht aus, wenn Statusrückmeldung, Schreibrechte und Störungszustände zuverlässig funktionieren sollen.

Das Seminar behandelt vier zentrale Integrationswelten und überführt ihre Datenpunkte je nach eingesetztem Plugin oder Gateway in ein konsistentes Jeedom-Befehls- und Betriebsmodell.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • KNX-, Modbus-, BACnet- und DALI-Architekturen sowie Gatewaygrenzen unterscheiden
  • Datenpunkte, Datentypen, Skalierungen und Zugriffsrechte korrekt auf Jeedom-Befehle abbilden
  • Abfrageintervalle, Statusrückmeldung, Schreibschutz und sichere Kommunikation planen
  • Protokollübergreifende Automationen diagnostizieren, testen und dokumentiert abnehmen

Zielgruppe

Gebäudeautomatisierer, Elektrofachkräfte, Systemintegratoren, Facility-Technik, Automatisierungsingenieure und Jeedom-Administratoren mit Feldbusaufgaben.

Voraussetzungen

Sichere Jeedom-Grundbedienung, Netzwerkkenntnisse und Grundverständnis von Gebäudeautomation. Vorkenntnisse in mindestens einem der behandelten Protokolle sind hilfreich.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Gesamtarchitektur und Sicherheitsgrenzen festlegen

    Jeedom, IP-Netz, Linien, Segmente, Gateways, Busspannungen, Controller und Fremdsysteme werden dargestellt. Zuständigkeit, Ausfallfolge, Schreibberechtigung und Diagnosezugang werden je Kopplung definiert.

  2. Schritt 2: Einheitliches Jeedom-Datenmodell vorbereiten

    Räume, Anlagen, Geräte, Informations- und Aktionsbefehle sowie generische Typen werden vor der Protokollanbindung festgelegt. Einheit, Wertebereich, Aktualität und Fallback erhalten verbindliche Regeln.

  3. Schritt 3: KNX-Topologie und Gruppenadressen verstehen

    Bereiche, Linien, Teilnehmer, Gruppenadressen und Datenpunkttypen werden eingeordnet. Projektinformationen werden kontrolliert übernommen und nach Funktion, Richtung und Statusobjekt geprüft.

  4. Schritt 4: KNX-Kommunikation und Sicherheit umsetzen

    Tunnel- oder Routingzugang, Filtertabellen und je nach Infrastruktur sichere Kommunikation werden berücksichtigt. Schreib- und Lesetelegramme, Statusrückmeldungen und zyklische Werte werden getestet.

  5. Schritt 5: Modbus-Verbindung planen

    TCP- und RTU-Varianten, Unit-ID, serielle Parameter, Zeitüberschreitung und Gatewayverhalten werden festgelegt. Netzwerk- und Buslast werden bereits bei der Abfrageplanung berücksichtigt.

  6. Schritt 6: Modbus-Register korrekt dekodieren

    Coils, diskrete Eingänge sowie Input- und Holding-Register werden unterschieden. Datentyp, Wort- und Byte-Reihenfolge, Vorzeichen, Skalierung und Grenzwert werden anhand bekannter Referenzwerte verifiziert.

  7. Schritt 7: BACnet-Geräte und Objekte erfassen

    Geräteerkennung, Netzwerknummern, Objektarten, Instanzen, Eigenschaften und Prioritäten werden behandelt. Analoge, binäre und mehrstufige Werte werden mit Status, Qualität und Schreibmöglichkeit abgebildet.

  8. Schritt 8: BACnet-Änderungen und Zeitfunktionen behandeln

    Polling und ereignisorientierte Wertänderung werden hinsichtlich Plugin- und Gatewayfähigkeit bewertet. Zeitpläne, Kalender, Prioritätsarray und Rücknahme geschriebener Werte werden fachlich eingeordnet.

  9. Schritt 9: DALI-Adressierung und Lichtfunktionen modellieren

    Betriebsgeräte, Gruppen, Szenen, Broadcast und Rückmeldungen werden über ein geeignetes Gateway beziehungsweise Plugin angebunden. Helligkeit, Ein/Aus, Szenen und Fehlerzustände erhalten eindeutige Jeedom-Befehle.

  10. Schritt 10: Polling, Last und Fehlerbehandlung optimieren

    Abfrageintervalle werden nach Dynamik und Kritikalität gestaffelt. Kommunikationsverlust, ungültiger Wert, Timeout, Busstörung und nicht bestätigter Schreibbefehl führen zu definierten Qualitäts- und Alarmzuständen.

  11. Schritt 11: Protokollübergreifende Automation aufbauen

    Ein Sensorwert aus einem Protokoll steuert einen Aktor eines anderen Protokolls. Normalisierung, Hysterese, Rückmeldung, Sperre und manuelle Übersteuerung verhindern instabile Kopplungen.

  12. Schritt 12: Inbetriebnahme und Dokumentation abschließen

    Adresslisten, Datenpunkte, Einheiten, Zugriffsrechte, Gateways, Prüfwerte und Abnahmekriterien werden dokumentiert. Normalbetrieb, Grenzwert, Kommunikationsausfall und Wiederanlauf werden systematisch getestet.

Praxisübungen

  • Protokoll- und Gatewayarchitektur für ein gemischtes Gebäudeprojekt entwerfen
  • KNX-Gruppenadresse mit Datenpunkttyp und Statusrückmeldung abbilden
  • Modbus-Register mit Skalierung und Byte-Reihenfolge anhand eines Referenzwerts verifizieren
  • BACnet-Objekt oder DALI-Lichtfunktion als Jeedom-Befehle integrieren
  • Protokollübergreifende Automation mit Ausfall- und Wiederanlauftest abnehmen

Methodik

Vortrag, geführte Demonstrationen und strukturierte Übungen an einer vorbereiteten Jeedom-Umgebung. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst fachlich eingeordnet, anschließend am System umgesetzt und danach mit klaren Prüfkriterien kontrolliert. Konfigurationsentscheidungen, Fehlersituationen und betriebliche Auswirkungen werden gemeinsam ausgewertet.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Gebäudeautomatisierer, Elektrofachkräfte, Systemintegratoren, Facility-Technik, Automatisierungsingenieure und Jeedom-Administratoren mit Feldbusaufgaben.
Voraussetzungen: Sichere Jeedom-Grundbedienung, Netzwerkkenntnisse und Grundverständnis von Gebäudeautomation. Vorkenntnisse in mindestens einem der behandelten Protokolle sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Stream live 4 Tage
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Bregenz 4 Tage
Linz 4 Tage
Salzburg 4 Tage
Graz 4 Tage
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