Das Seminar führt von den Infrastrukturvoraussetzungen zu einer reproduzierbaren Milvus-Standalone-Bereitstellung mit Containern. Konfiguration, Persistenz, Netzwerk, Ressourcen, Sicherheit, Start- und Stoppprozesse sowie Betriebsübergabe werden praktisch aufgebaut und geprüft.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielbild und Einsatzgrenzen
- Host, Laufzeit und Verzeichnisstruktur
- Containerkomposition und Konfiguration
- Persistenz, Netzwerk und Sicherheit
- Abnahme und Betriebsübergabe
- Praxisprojekt
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Arbeitsweise
Zielsetzung
- Einsatzgrenzen und geeignete Szenarien für Standalone-Deployments beurteilen
- Host, Containerlaufzeit, Netzwerk und persistente Speicher sauber vorbereiten
- Milvus und abhängige Dienste reproduzierbar konfigurieren und starten
- Ressourcen, Ports, Volumes, Secrets und Betriebsparameter absichern
- Installation mit Funktions-, Neustart- und Wiederanlauftests abnehmen
Zielbild und Einsatzgrenzen
Standalone eignet sich für definierte Workloads, verlangt aber eine bewusste Bewertung von Skalierung und Verfügbarkeit. Das Zielbild wird vor der Installation festgelegt.
- Schritt 1: Nutzungsszenario einordnen: Entwicklung, Test, Pilot, Fachanwendung und produktiver Kleinbetrieb werden nach Kritikalität unterschieden.
- Schritt 2: Kapazität abschätzen: Datenvolumen, Vektordimension, Indexgröße, Schreib- und Suchlast werden in Hostressourcen übersetzt.
- Schritt 3: Grenzen dokumentieren: Vertikale Skalierung, Wartungsfenster, Single-Host-Risiko und Migrationspfad werden transparent festgehalten.
Praxisübung: Erstellung eines Standalone-Eignungschecks für ein vorgegebenes Projekt.
Host, Laufzeit und Verzeichnisstruktur
Eine reproduzierbare Installation benötigt definierte Versionen, Verzeichnisse, Besitzrechte und Systemgrenzen.
- Schritt 1: Host vorbereiten: CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Kernel- und Dateigrenzen, Zeitsynchronisation und Namensauflösung werden geprüft.
- Schritt 2: Containerlaufzeit absichern: Daemon-Konfiguration, Logrotation, Netzwerkbereiche, Registry-Zugriff und Neustartrichtlinien werden gesetzt.
- Schritt 3: Persistenz strukturieren: Konfiguration, Metadaten, Objektdaten, Logs, Sicherungen und temporäre Dateien erhalten getrennte Pfade.
Praxisübung: Aufbau einer standardisierten Host- und Verzeichnischeckliste.
Containerkomposition und Konfiguration
Milvus und abhängige Dienste werden als nachvollziehbare, versionierte Komposition definiert.
- Schritt 1: Dienste verbinden: Container, Netzwerke, Service-Namen, Abhängigkeiten, Healthchecks und Startreihenfolge werden modelliert.
- Schritt 2: Konfiguration externalisieren: Ports, Pfade, Ressourcengrenzen, Log-Level und betriebliche Parameter werden außerhalb der Images gepflegt.
- Schritt 3: Secrets trennen: Kennwörter, Schlüssel und Zertifikate werden nicht in Images oder frei lesbaren Konfigurationsdateien abgelegt.
Praxisübung: Erstellung und Start einer vollständigen Containerkomposition in einer Übungsumgebung.
Persistenz, Netzwerk und Sicherheit
Die Installation wird gegen Datenverlust, unbeabsichtigte Exposition und unkontrollierte Ressourcennutzung abgesichert.
- Schritt 1: Volumes testen: Mounts, Schreibrechte, Kapazität, I/O-Verhalten und Wiederverwendung nach Containerneustart werden geprüft.
- Schritt 2: Netzwerk begrenzen: Nur notwendige Ports werden veröffentlicht; Clientzugriff, Verwaltungszugriff und interne Kommunikation werden getrennt.
- Schritt 3: Basisschutz aktivieren: Authentifizierung, minimale Berechtigungen, geschützte Konfiguration und gesicherte Transportwege werden vorbereitet.
Praxisübung: Durchführung eines Persistenz- und Expositionschecks mit gezieltem Containerneustart.
Abnahme und Betriebsübergabe
Die Bereitstellung gilt erst nach reproduzierbarer Funktions- und Wiederanlaufprüfung als abgeschlossen.
- Schritt 1: Funktionsprüfung ausführen: Collection-Erstellung, Insert, Index, Load, Suche, Filter und Delete werden als Smoke Test automatisiert.
- Schritt 2: Wiederanlauf prüfen: Geordneter Stopp, ungeplanter Containerabbruch, Hostneustart und erneuter Verbindungsaufbau werden getestet.
- Schritt 3: Übergabe dokumentieren: Versionen, Konfiguration, Pfade, Ports, Start/Stop, Sicherung, Monitoring und bekannte Grenzen werden festgehalten.
Praxisübung: Abnahme eines Standalone-Deployments anhand eines vollständigen Betriebsübergabeprotokolls.
Praxisprojekt
Alle Übungen werden in einer zusammenhängenden Laborumgebung durchgeführt. Ausgangsdaten, Konfiguration, Messwerte und Änderungen werden versioniert dokumentiert. Die technische Abnahme umfasst Funktionsfälle, definierte Fehlerfälle, Qualitätskontrollen und einen reproduzierbaren Wiederanlauf.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Systemadministration, DevOps, Entwicklung, Plattformengineering, technische Projektleitung und Lab-Betrieb.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Linux, Docker oder kompatiblen Containerlaufzeiten, Netzwerken, Volumes und Kommandozeilenarbeit.
Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, technische Demonstrationen und schrittweise Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird begründet, praktisch geprüft und anhand klarer Erfolgskriterien dokumentiert. Dadurch entsteht eine direkt übertragbare Arbeitsgrundlage für Entwicklung, Architektur oder Betrieb.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Systemadministration, DevOps, Entwicklung, Plattformengineering, technische Projektleitung und Lab-Betrieb. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Linux, Docker oder kompatiblen Containerlaufzeiten, Netzwerken, Volumes und Kommandozeilenarbeit. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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