Seminar Milvus – Deployment mit Docker und Standalone

Das Seminar führt von den Infrastrukturvoraussetzungen zu einer reproduzierbaren Milvus-Standalone-Bereitstellung mit Containern. Konfiguration, Persistenz, Netzwerk, Ressourcen, Sicherheit, Start- und Stoppprozesse sowie Betriebsübergabe werden praktisch aufgebaut und geprüft.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Zielbild und Einsatzgrenzen
  3. Host, Laufzeit und Verzeichnisstruktur
  4. Containerkomposition und Konfiguration
  5. Persistenz, Netzwerk und Sicherheit
  6. Abnahme und Betriebsübergabe
  7. Praxisprojekt
  8. Zielgruppe und Voraussetzungen
  9. Arbeitsweise

Zielsetzung

  • Einsatzgrenzen und geeignete Szenarien für Standalone-Deployments beurteilen
  • Host, Containerlaufzeit, Netzwerk und persistente Speicher sauber vorbereiten
  • Milvus und abhängige Dienste reproduzierbar konfigurieren und starten
  • Ressourcen, Ports, Volumes, Secrets und Betriebsparameter absichern
  • Installation mit Funktions-, Neustart- und Wiederanlauftests abnehmen

Zielbild und Einsatzgrenzen

Standalone eignet sich für definierte Workloads, verlangt aber eine bewusste Bewertung von Skalierung und Verfügbarkeit. Das Zielbild wird vor der Installation festgelegt.

  1. Schritt 1: Nutzungsszenario einordnen: Entwicklung, Test, Pilot, Fachanwendung und produktiver Kleinbetrieb werden nach Kritikalität unterschieden.
  2. Schritt 2: Kapazität abschätzen: Datenvolumen, Vektordimension, Indexgröße, Schreib- und Suchlast werden in Hostressourcen übersetzt.
  3. Schritt 3: Grenzen dokumentieren: Vertikale Skalierung, Wartungsfenster, Single-Host-Risiko und Migrationspfad werden transparent festgehalten.

Praxisübung: Erstellung eines Standalone-Eignungschecks für ein vorgegebenes Projekt.

Host, Laufzeit und Verzeichnisstruktur

Eine reproduzierbare Installation benötigt definierte Versionen, Verzeichnisse, Besitzrechte und Systemgrenzen.

  1. Schritt 1: Host vorbereiten: CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Kernel- und Dateigrenzen, Zeitsynchronisation und Namensauflösung werden geprüft.
  2. Schritt 2: Containerlaufzeit absichern: Daemon-Konfiguration, Logrotation, Netzwerkbereiche, Registry-Zugriff und Neustartrichtlinien werden gesetzt.
  3. Schritt 3: Persistenz strukturieren: Konfiguration, Metadaten, Objektdaten, Logs, Sicherungen und temporäre Dateien erhalten getrennte Pfade.

Praxisübung: Aufbau einer standardisierten Host- und Verzeichnischeckliste.

Containerkomposition und Konfiguration

Milvus und abhängige Dienste werden als nachvollziehbare, versionierte Komposition definiert.

  1. Schritt 1: Dienste verbinden: Container, Netzwerke, Service-Namen, Abhängigkeiten, Healthchecks und Startreihenfolge werden modelliert.
  2. Schritt 2: Konfiguration externalisieren: Ports, Pfade, Ressourcengrenzen, Log-Level und betriebliche Parameter werden außerhalb der Images gepflegt.
  3. Schritt 3: Secrets trennen: Kennwörter, Schlüssel und Zertifikate werden nicht in Images oder frei lesbaren Konfigurationsdateien abgelegt.

Praxisübung: Erstellung und Start einer vollständigen Containerkomposition in einer Übungsumgebung.

Persistenz, Netzwerk und Sicherheit

Die Installation wird gegen Datenverlust, unbeabsichtigte Exposition und unkontrollierte Ressourcennutzung abgesichert.

  1. Schritt 1: Volumes testen: Mounts, Schreibrechte, Kapazität, I/O-Verhalten und Wiederverwendung nach Containerneustart werden geprüft.
  2. Schritt 2: Netzwerk begrenzen: Nur notwendige Ports werden veröffentlicht; Clientzugriff, Verwaltungszugriff und interne Kommunikation werden getrennt.
  3. Schritt 3: Basisschutz aktivieren: Authentifizierung, minimale Berechtigungen, geschützte Konfiguration und gesicherte Transportwege werden vorbereitet.

Praxisübung: Durchführung eines Persistenz- und Expositionschecks mit gezieltem Containerneustart.

Abnahme und Betriebsübergabe

Die Bereitstellung gilt erst nach reproduzierbarer Funktions- und Wiederanlaufprüfung als abgeschlossen.

  1. Schritt 1: Funktionsprüfung ausführen: Collection-Erstellung, Insert, Index, Load, Suche, Filter und Delete werden als Smoke Test automatisiert.
  2. Schritt 2: Wiederanlauf prüfen: Geordneter Stopp, ungeplanter Containerabbruch, Hostneustart und erneuter Verbindungsaufbau werden getestet.
  3. Schritt 3: Übergabe dokumentieren: Versionen, Konfiguration, Pfade, Ports, Start/Stop, Sicherung, Monitoring und bekannte Grenzen werden festgehalten.

Praxisübung: Abnahme eines Standalone-Deployments anhand eines vollständigen Betriebsübergabeprotokolls.

Praxisprojekt

Alle Übungen werden in einer zusammenhängenden Laborumgebung durchgeführt. Ausgangsdaten, Konfiguration, Messwerte und Änderungen werden versioniert dokumentiert. Die technische Abnahme umfasst Funktionsfälle, definierte Fehlerfälle, Qualitätskontrollen und einen reproduzierbaren Wiederanlauf.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Systemadministration, DevOps, Entwicklung, Plattformengineering, technische Projektleitung und Lab-Betrieb.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Linux, Docker oder kompatiblen Containerlaufzeiten, Netzwerken, Volumes und Kommandozeilenarbeit.

Arbeitsweise

Fachliche Einordnung, technische Demonstrationen und schrittweise Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird begründet, praktisch geprüft und anhand klarer Erfolgskriterien dokumentiert. Dadurch entsteht eine direkt übertragbare Arbeitsgrundlage für Entwicklung, Architektur oder Betrieb.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Systemadministration, DevOps, Entwicklung, Plattformengineering, technische Projektleitung und Lab-Betrieb.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Linux, Docker oder kompatiblen Containerlaufzeiten, Netzwerken, Volumes und Kommandozeilenarbeit.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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