Seminar Milvus – Intensivseminar Entwicklung, Datenmodellierung und Suche

Das Intensivseminar bündelt den vollständigen technischen Entwicklungsweg einer Milvus-Anwendung: Architektur, Embeddings, Schema, Datenaufnahme, Indexierung, Dense- und Full-Text-Suche, Hybrid Retrieval, Reranking, Python-Integration, Tests und Performance werden in einem zusammenhängenden Projekt umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Architektur und Entwicklungszielbild
  3. Embeddings, Chunking und Ground Truth
  4. Datenmodell, Collections und Versionierung
  5. ETL, Bulk Import und inkrementelle Updates
  6. Similarity Metrics und Indexdesign
  7. Full-Text Search, BM25 und Analyzer
  8. Hybrid Search, Fusion und Reranking
  9. Python-API und Frameworkintegration
  10. Qualität, Performance und Produktionsübergabe
  11. Einordnung in das Seminarprogramm
  12. Praxisprojekt
  13. Zielgruppe und Voraussetzungen
  14. Arbeitsweise

Zielsetzung

  • Milvus-Architektur und Datenpfade für einen konkreten Suchdienst entwerfen
  • Embeddings, Chunking, Schema und Datenpipeline reproduzierbar implementieren
  • Index-, Dense-, Sparse- und Hybrid-Suche systematisch konfigurieren
  • Python-, LangChain- und LlamaIndex-Integrationen kontrolliert aufbauen
  • Qualität, Performance, Fehlerbehandlung und produktive Übergabe absichern

Architektur und Entwicklungszielbild

Anforderungen werden in Daten-, Such-, Integrations- und Betriebsbausteine übersetzt.

  1. Schritt 1: Use Case und SLOs erfassen: Datenvolumen, Querymix, Recall, Latenz, Aktualität und Zugriffsgrenzen werden quantifiziert.
  2. Schritt 2: Komponenten zuordnen: Ingestion, Embedding, Milvus, Retrieval, Reranking, API und Anwendung erhalten klare Verantwortlichkeiten.
  3. Schritt 3: Delivery-Schnitt festlegen: Konfiguration, Versionierung, Umgebungen, Testdaten und Abnahmekriterien werden definiert.

Praxisübung: Erstellung eines technischen Zielbilds und Projektbacklogs für den Seminarfall.

Embeddings, Chunking und Ground Truth

Die Repräsentation wird passend zur Domäne ausgewählt und mit einem Evaluationssatz abgesichert.

  1. Schritt 1: Modellkandidaten prüfen: Sprache, Domäne, Dimension, Laufzeit und Normalisierung werden verglichen.
  2. Schritt 2: Chunking testen: Granularität, Überlappung, Struktur und Parent-Bezug werden anhand realer Dokumente variiert.
  3. Schritt 3: Ground Truth kuratieren: Queryklassen, relevante Treffer und schwierige Negativbeispiele werden festgelegt.

Praxisübung: Auswahl einer Embedding- und Chunking-Variante auf Basis erster Retrieval-Messungen.

Datenmodell, Collections und Versionierung

Schema und Collection-Grenzen bilden Retrieval, Filter, Berechtigung und spätere Migration ab.

  1. Schritt 1: Felder definieren: Schlüssel, Dense- und Sparse-Felder, Text, Metadaten, Herkunft und Versionen werden modelliert.
  2. Schritt 2: Partitionierung entscheiden: Mandant, Domäne, Zeit und Lebenszyklus werden gegen Objektgrenzen und Suchumfang geprüft.
  3. Schritt 3: Evolution vorbereiten: Schemaänderung, zusätzliches Vektorfeld, Backfill und parallele Versionen werden eingeplant.

Praxisübung: Implementierung und Review eines erweiterbaren Milvus-Schemas.

ETL, Bulk Import und inkrementelle Updates

Datenaufnahme wird idempotent, messbar und wiederaufnehmbar aufgebaut.

  1. Schritt 1: Pipeline strukturieren: Extraktion, Bereinigung, Chunking, Embedding, Mapping und Validierung werden getrennt.
  2. Schritt 2: Bulk-Aufnahme optimieren: Batchgröße, Parallelität, Retry, Checkpoints und Fortschrittsmessung werden eingestellt.
  3. Schritt 3: Änderungen nachführen: Upsert, Delete, Delta-Verarbeitung und Reconciliation sichern laufende Aktualität.

Praxisübung: Aufbau einer ETL-Pipeline mit Erstimport und nachfolgendem Deltalauf.

Similarity Metrics und Indexdesign

Index und Metrik werden auf Modell, Datenmenge und Qualitätsziel abgestimmt.

  1. Schritt 1: Metrik validieren: Normalisierung und Modellkonvention werden mit exakter Referenzsuche überprüft.
  2. Schritt 2: Indexvarianten testen: Graph-, IVF- und weitere geeignete Verfahren werden nach Build, Speicher, Recall und Latenz verglichen.
  3. Schritt 3: Parameter optimieren: Suchbreite und Kandidatenparameter werden über eine Pareto-Auswertung gewählt.

Praxisübung: Benchmark mehrerer Indexkonfigurationen mit dokumentierter Entscheidung.

Full-Text Search, BM25 und Analyzer

Lexikalische Signale ergänzen semantische Treffer für exakte Begriffe und Domänensprache.

  1. Schritt 1: Analyzer konfigurieren: Tokenisierung, Normalisierung, Stopwörter und domänenspezifische Begriffe werden getestet.
  2. Schritt 2: Sparse-Schema aufbauen: Text- und Sparse-Feld, BM25-Funktion und Index werden integriert.
  3. Schritt 3: BM25 evaluieren: Exakte, seltene und mehrdeutige Queries werden gegen Dense Search verglichen.

Praxisübung: Implementierung einer BM25-Suche mit Metadatenfiltern.

Hybrid Search, Fusion und Reranking

Dense und Sparse Retrieval werden zu einer stabilen mehrstufigen Rangfolge verbunden.

  1. Schritt 1: Teilabfragen parallelisieren: Top-K, Filter und Kandidatenbudgets werden je Signal gesetzt.
  2. Schritt 2: Fusion abstimmen: Score-Normalisierung, gewichtete und rangbasierte Verfahren werden verglichen.
  3. Schritt 3: Reranking integrieren: Kandidatenzahl, Batch, Timeout, Fallback und Qualitätsgewinn werden gemessen.

Praxisübung: Ablationsanalyse von Dense, BM25, Fusion und Reranking.

Python-API und Frameworkintegration

Direkter Milvus-Zugriff bleibt die kontrollierbare Basis; Frameworks werden als Adapter darüber eingesetzt.

  1. Schritt 1: Services implementieren: Provisioning, Ingestion, Search und Administration werden in typisierte Python-Komponenten gekapselt.
  2. Schritt 2: LangChain anbinden: Vector Store, Retriever, Filter und MMR werden nachvollziehbar konfiguriert.
  3. Schritt 3: LlamaIndex anbinden: Nodes, Ingestion Pipeline, Metadaten und Query Engine werden integriert.

Praxisübung: Entwicklung einer API mit direktem Client und zwei austauschbaren Frameworkadaptern.

Qualität, Performance und Produktionsübergabe

Die Anwendung wird funktional, qualitativ und betrieblich abgenommen.

  1. Schritt 1: Tests automatisieren: Unit-, Integrations-, Vertrags-, Retrieval- und Fehlerfalltests werden aufgebaut.
  2. Schritt 2: Performance messen: Latenz, Durchsatz, Recall, Ressourcen, Clientparallelität und Filtereffekte werden bewertet.
  3. Schritt 3: Übergabe absichern: Konfiguration, Telemetrie, Runbook, Rollback, bekannte Grenzen und Verbesserungsbacklog werden dokumentiert.

Praxisübung: End-to-End-Abnahme des Entwicklungsprojekts mit Qualitäts- und Performancebericht.

Einordnung in das Seminarprogramm

Das Format verdichtet die folgenden eigenständigen Themenfelder. Die Vertiefungsseminare bleiben für rollenbezogene Spezialisierung und zusätzliche Übungszeit geeignet.

  • Milvus – Grundlagen und Einstieg
  • Milvus – Architektur und Komponenten
  • Milvus – Embeddings und Vektordaten verstehen
  • Milvus – Datenmodellierung, Collections und Schemas
  • Milvus – Datenimport, ETL und Bulk Operations
  • Milvus – Indexierung und Similarity Metrics
  • Milvus – Full-Text Search und BM25
  • Milvus – Hybrid Search und Reranking
  • Milvus – Entwicklung und Integrationen mit Python, LangChain und LlamaIndex
  • Milvus – Performance Tuning und Benchmarking

Praxisprojekt

Alle Übungen werden in einer zusammenhängenden Laborumgebung durchgeführt. Ausgangsdaten, Konfiguration, Messwerte und Änderungen werden versioniert dokumentiert. Die technische Abnahme umfasst Funktionsfälle, definierte Fehlerfälle, Qualitätskontrollen und einen reproduzierbaren Wiederanlauf.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Softwareentwicklung, AI Engineering, Machine Learning Engineering, Data Engineering, Search Engineering und Solution Architecture.

Voraussetzungen: Sichere Python-Kenntnisse, Grundlagen zu Embeddings, Datenbanken und APIs; erste Milvus-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Arbeitsweise

Fachliche Einordnung, technische Demonstrationen und schrittweise Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird begründet, praktisch geprüft und anhand klarer Erfolgskriterien dokumentiert. Dadurch entsteht eine direkt übertragbare Arbeitsgrundlage für Entwicklung, Architektur oder Betrieb.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Softwareentwicklung, AI Engineering, Machine Learning Engineering, Data Engineering, Search Engineering und Solution Architecture.
Voraussetzungen: Sichere Python-Kenntnisse, Grundlagen zu Embeddings, Datenbanken und APIs; erste Milvus-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
Innsbruck 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
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