Das Seminar behandelt Whiteboarding als strukturierten Entscheidungsprozess. Arbeitsflächen, Moderationsschritte und Ergebnisformate werden so vorbereitet, dass Beiträge nachvollziehbar gebündelt, bewertet und in konkrete Produktartefakte überführt werden können.
Zwei Tage sind erforderlich, weil Vorbereitung, Moderation, Gruppenarbeit, Priorisierung und Ergebnistransfer in mehreren Workshop-Formaten praktisch durchgeführt und ausgewertet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Workshop-Ziel und Entscheidungsarchitektur
- Arbeitsfläche und Moderationspfad
- Ideenfindung und stille Beteiligung
- Clustering und gemeinsame Bedeutung
- Bewertung, Abstimmung und Priorisierung
- Journey, Prozess und Produktplanung
- Moderation in verteilten Gruppen
- Dokumentation und Ergebnistransfer
- Praxisübungen
- Qualitätskriterien und Abnahme
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Produktmanagement, Projektleitung, UX und Research, Business Analyse, Fachbereiche, agile Rollen und Moderation verteilter oder hybrider Workshops.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in digitaler Zusammenarbeit und Moderation. Moqups-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht erforderlich.
Seminarinhalte
1. Workshop-Ziel und Entscheidungsarchitektur
Jede Sitzung beginnt mit einer klaren Frage und einem definierten Ergebnisformat.
- Schritt 1: Ausgangslage, Beteiligte und notwendige Entscheidung beschreiben.
- Schritt 2: Informations-, Ideen-, Bewertungs- und Entscheidungsphasen trennen.
- Schritt 3: Ergebnisartefakte und Verantwortlichkeit für die Weiterarbeit festlegen.
- Schritt 4: Agenda mit Zeitboxen, Übergängen und Puffer erstellen.
2. Arbeitsfläche und Moderationspfad
Das Whiteboard führt Teilnehmende sichtbar durch die vorgesehenen Schritte.
- Schritt 1: Startbereich mit Ziel, Regeln, Agenda und Orientierung anlegen.
- Schritt 2: Arbeitszonen für Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Cluster und Entscheidung vorbereiten.
- Schritt 3: Farben, Formen, Legende und Benennung auf wenige eindeutige Regeln begrenzen.
- Schritt 4: Moderationshinweise, Timerpunkte und Parkfläche für offene Themen ergänzen.
3. Ideenfindung und stille Beteiligung
Beiträge werden zunächst unabhängig gesammelt, um Dominanzeffekte zu reduzieren.
- Schritt 1: Präzise Impulsfrage und gewünschte Granularität der Beiträge formulieren.
- Schritt 2: Vorlage für einzelne Ideen mit Problem, Nutzen und Annahme bereitstellen.
- Schritt 3: Stille Sammelphase mit fester Zeit und sichtbarem Fortschritt durchführen.
- Schritt 4: Unklare oder doppelte Beiträge ohne Bewertung klären.
4. Clustering und gemeinsame Bedeutung
Einzelbeiträge werden zu belastbaren Themenfeldern verdichtet.
- Schritt 1: Beiträge nach inhaltlicher Nähe verschieben und vorläufig gruppieren.
- Schritt 2: Cluster gemeinsam benennen und zugrunde liegende Aussage formulieren.
- Schritt 3: Mehrdeutige Beiträge aufteilen oder bewusst mehreren Themen zuordnen.
- Schritt 4: Lücken, Gegenpositionen und nicht gelöste Annahmen sichtbar markieren.
5. Bewertung, Abstimmung und Priorisierung
Aus Ideen entstehen transparente Entscheidungen mit dokumentierten Kriterien.
- Schritt 1: Bewertungskriterien wie Nutzen, Aufwand, Risiko und Evidenz definieren.
- Schritt 2: Abstimmungsverfahren und Anzahl zulässiger Stimmen festlegen.
- Schritt 3: Ergebnisse in Matrix, Rangfolge oder Portfolio überführen.
- Schritt 4: Entscheidung, Minderheitsposition und verbleibende Unsicherheit dokumentieren.
6. Journey, Prozess und Produktplanung
Priorisierte Erkenntnisse werden in zusammenhängende Produktarbeit übersetzt.
- Schritt 1: Nutzerreise oder Prozess mit Phasen, Akteuren und Kontaktpunkten aufbauen.
- Schritt 2: Probleme, Chancen und Annahmen entlang des Verlaufs zuordnen.
- Schritt 3: Maßnahmen nach jetzt, als Nächstes und später strukturieren.
- Schritt 4: Abhängigkeiten, Verantwortliche und nächste Prüfpunkte ergänzen.
7. Moderation in verteilten Gruppen
Technik, Beteiligung und Konflikte werden aktiv gesteuert.
- Schritt 1: Zugriff, Rollen, Benennung und technische Funktionsprüfung vorab durchführen.
- Schritt 2: Sprech-, Schreib- und Rückfragephasen klar ankündigen.
- Schritt 3: Geringe Beteiligung, Abschweifung und widersprüchliche Positionen bearbeiten.
- Schritt 4: Zwischenergebnisse sichern und den gemeinsamen Stand regelmäßig spiegeln.
8. Dokumentation und Ergebnistransfer
Workshop-Ergebnisse werden für die anschließende Umsetzung nutzbar gemacht.
- Schritt 1: Entscheidungsstand, offene Fragen und verworfene Optionen kennzeichnen.
- Schritt 2: Ergebnisse in Backlog, User Flow, Wireframe oder Projektplan überführen.
- Schritt 3: Verantwortliche, Termin und erwarteten Nachweis für Folgeschritte festhalten.
- Schritt 4: Arbeitsfläche bereinigen, versionieren und für spätere Nachvollziehbarkeit archivieren.
Praxisübungen
- Vorbereitung eines vollständigen Workshop-Boards mit Agenda, Regeln und Arbeitszonen.
- Durchführung einer stillen Ideenphase mit anschließender Clusterbildung.
- Priorisierung anhand definierter Nutzen-, Aufwand- und Risikokriterien.
- Überführung der Ergebnisse in eine Journey, Maßnahmenfolge und Verantwortlichkeitsliste.
- Moderationssimulation mit Zeitabweichung, geringer Beteiligung und Zielkonflikt.
Qualitätskriterien und Abnahme
- Workshop-Frage, Ergebnisformat und Entscheidungsbefugnis sind vorab geklärt.
- Arbeitsfläche und Moderationspfad sind ohne mündliche Zusatzinformation verständlich.
- Bewertung und Priorisierung verwenden dokumentierte Kriterien.
- Abweichende Positionen und offene Annahmen bleiben sichtbar.
- Jede beschlossene Maßnahme besitzt Verantwortlichkeit und nächsten Prüftermin.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Produktmanagement, Projektleitung, UX und Research, Business Analyse, Fachbereiche, agile Rollen und Moderation verteilter oder hybrider Workshops. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in digitaler Zusammenarbeit und Moderation. Moqups-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen, Fallstudien und kontrollierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar bei ausdrücklicher Vereinbarung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Digitale Dokumentation und Übungsunterlagen |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke sowie Mittagessen bei Präsenzveranstaltungen |
| Support: | Nachbetreuung zu den im Seminar bearbeiteten Inhalten nach Vereinbarung |
| Barrierefreier Zugang: | nach Standort und Veranstaltungsform abstimmbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
