Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsmittel
Einordnung und Zielsetzung
Das Seminar behandelt die zentral verwaltete Bereitstellung und Pflege von Schlüsseln, Zertifikaten und weiteren sicheren Objekten für EdgeLock-basierte Geräte. Der Schwerpunkt liegt auf einem durchgängigen Credential-Lebenszyklus von der Geräteaufnahme über die Serienfertigung bis zu Rotation, Sperrung und kontrollierter Ausmusterung.
Cloudgestützte Schlüsselverwaltung wird mit Gerätelebenszyklus, Produktionsidentität, Zugriffsrollen und Backend-Integration verbunden. Die Übungen verwenden klar getrennte Testmandanten und Testcredentials, damit keine produktiven Geheimnisse benötigt werden.
Die angesetzte Dauer von 3 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Dienstmodell und Vertrauensgrenzen“ bis „Diagnose und Betriebskontrolle“ fachlich aufeinander aufbauen und in 5 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.
Zielgruppe
- IoT- und Embedded-Security-Architekten
- PKI- und Credential-Management-Verantwortliche
- Produktions- und Flottenintegratoren
- Cloud-, Backend- und DevSecOps-Teams
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Gerätezertifikaten, Public-Key-Kryptografie und sicheren Produktionsprozessen. Erfahrung mit REST-orientierten Backends oder Flottenverwaltung ist hilfreich.
Lernziele
- Geräte, Produkte, Gruppen, Schlüssel und Zertifikate in einem verwalteten Modell strukturieren
- Credential-Provisionierung mit Geräte- und Produktionszuständen verbinden
- Rollen, Freigaben und Mandantentrennung nach Minimalprinzip gestalten
- Rotation, Sperrung, Ersatz und Ausmusterung automatisierbar planen
- Gerätefehler und Backend-Fehler anhand reproduzierbarer Prüfschritte trennen
- Betriebskennzahlen und Nachweise für große Flotten definieren
Seminarinhalte
1. Dienstmodell und Vertrauensgrenzen
- Schritt 1: Gerät, Secure Enclave, Produktionssystem, Verwaltungsdienst und Zielbackend abgrenzen.
- Schritt 2: Vertrauensanker und Authentisierung für jeden Kommunikationspfad festlegen.
- Schritt 3: Produkt-, Geräte- und Credential-Objekte in Beziehung setzen.
- Schritt 4: Datenflüsse und Verantwortlichkeiten in einem Gesamtbild dokumentieren.
2. Mandanten, Rollen und Arbeitsbereiche
- Schritt 1: administrative, operative und reine Leserechte trennen.
- Schritt 2: Vier-Augen-Freigaben für kritische Schlüssel- und Produktionsaktionen vorsehen.
- Schritt 3: Test, Pilot und Produktion in getrennte Arbeitsbereiche überführen.
- Schritt 4: Notfallzugänge und deren zeitliche Begrenzung definieren.
3. Geräteaufnahme und Produktzuordnung
- Schritt 1: Geräteherkunft und initialen Vertrauensnachweis festlegen.
- Schritt 2: Geräte einem Produkt, einer Charge und einem Richtliniensatz zuordnen.
- Schritt 3: Duplikate, unbekannte Geräte und wiederverwendete Identifikatoren erkennen.
- Schritt 4: Aufnahmefehler in einen überprüfbaren Quarantäneprozess überführen.
4. Schlüssel- und Zertifikatsrichtlinien
- Schritt 1: Verwendungszweck, Algorithmus, Gültigkeit und Exportierbarkeit definieren.
- Schritt 2: Zertifikatsprofile und Namensregeln für Geräte festlegen.
- Schritt 3: Schlüsselrotation und Zertifikatserneuerung zeitlich koordinieren.
- Schritt 4: Richtlinienänderungen auf bestehende Geräte und neue Chargen auswerten.
5. Sichere Objektbereitstellung
- Schritt 1: Geräteanforderung, Autorisierung und Objektzuweisung schrittweise abbilden.
- Schritt 2: geschützte Übertragung und sichere Ablage im Zielgerät prüfen.
- Schritt 3: Idempotenz und Wiederholung bei Kommunikationsabbruch sicherstellen.
- Schritt 4: Erfolg erst nach geräteseitiger Nutzungsprüfung bestätigen.
6. Integration in die Fertigung
- Schritt 1: Produktionsstationen eindeutig identifizieren und berechtigen.
- Schritt 2: Seriennummer, Geräteidentität und Credential-Zuweisung konsistent verknüpfen.
- Schritt 3: Taktzeit, Offline-Fall und Wiederanlauf in den Prozess aufnehmen.
- Schritt 4: Fehlergeräte sperren, kennzeichnen und aus dem normalen Materialfluss entfernen.
7. Rotation und Flottenbetrieb
- Schritt 1: Rotationskampagnen nach Gerätetyp, Version und Risikoklasse planen.
- Schritt 2: gestaffelte Einführung mit Pilotgruppe und Abbruchschwelle durchführen.
- Schritt 3: alte und neue Credentials über ein begrenztes Übergangsfenster verwalten.
- Schritt 4: Erfolg, Ausnahmen und Nacharbeiten je Gerät nachvollziehbar erfassen.
8. Sperrung, Ersatz und Ausmusterung
- Schritt 1: kompromittierte Credentials unmittelbar sperren.
- Schritt 2: Ersatzgerät und neue Identität ohne Übernahme alter Geheimnisse bereitstellen.
- Schritt 3: ausgemusterte Geräte aus Gruppen, Berechtigungen und Backend-Vertrauen entfernen.
- Schritt 4: lokale Schlüsselbehandlung und serverseitige Sperrung gemeinsam nachweisen.
9. Diagnose und Betriebskontrolle
- Schritt 1: Fehler in Geräteauthentisierung, Zuweisung, Download und Import unterscheiden.
- Schritt 2: Korrelation zwischen Geräteprotokoll und Verwaltungsereignis herstellen.
- Schritt 3: Metriken für Aufnahmequote, Bereitstellungsdauer, Rotation und Fehlerklassen definieren.
- Schritt 4: Betriebsalarme nach Dringlichkeit und verantwortlicher Rolle verteilen.
Praxisübungen
- Modellierung eines Testprodukts mit Geräte- und Credential-Gruppen
- Definition von Rollen und Freigaben für Entwicklung, Produktion und Betrieb
- Durchspielen einer sicheren Credential-Bereitstellung bis zur geräteseitigen Nutzung
- Planung und Simulation einer Zertifikatsrotation für eine Geräteflotte
- Bearbeitung eines Sperrungs- und Ersatzfalls mit vollständiger Nachweiskette
Technische Arbeitsmittel
- EdgeLock-2GO-Testumgebung oder vorbereitete Simulationsumgebung
- NXP-Zielgerät mit geschütztem Schlüssel- und Zertifikatsspeicher
- Test-PKI, lokale Backend-Komponente und Diagnosewerkzeuge
- Vorlagen für Rollenmodell, Credential-Richtlinie und Flottenkampagne
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IoT- und Embedded-Security-Architekten; PKI- und Credential-Management-Verantwortliche; Produktions- und Flottenintegratoren; Cloud-, Backend- und DevSecOps-Teams |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Gerätezertifikaten, Public-Key-Kryptografie und sicheren Produktionsprozessen. Erfahrung mit REST-orientierten Backends oder Flottenverwaltung ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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