Lizenzinformationen in Firmware und Software sind häufig unvollständig, widersprüchlich oder nur indirekt erkennbar. Ein belastbarer Prozess verbindet automatische Erkennung mit technischer Validierung, internen Richtlinien und einer nachvollziehbaren Freigabe- oder Maßnahmenentscheidung.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxiswerkstatt
- Kompetenzziele
Zielsetzung
Ziel ist die eigenständige Bewertung lizenzbezogener Komponentenbefunde. Datenqualität, potenzielle Pflichten, Richtlinienkonflikte und Abweichungen werden strukturiert geprüft und in einen prüffähigen Entscheidungs- und Nachweisprozess überführt.
Zielgruppe
Open-Source-Programmverantwortliche, Product Compliance, Legal-Schnittstellen, Entwicklung, Product Security, Qualitätsmanagement, Beschaffung und technische Dokumentation
Voraussetzungen
Grundverständnis für Softwarekomponenten und SBOM; juristische Spezialkenntnisse sind nicht erforderlich, organisationsspezifische Lizenzrichtlinien sind für Übungen hilfreich
Seminarinhalte
Modul 1: Lizenzdaten im Komponentenmodell
Komponente, Version, Lizenzangabe und Erkennungsevidenz werden als zusammenhängender Prüfgegenstand verstanden.
- Schritt 1: Komponentenliste nach Lizenzstatus und Datenqualität filtern.
- Schritt 2: Lizenzbezeichnung, Quelle und Fundstelle in der Firmware nachvollziehen.
- Schritt 3: Unbekannte, mehrdeutige und mehrfach lizenzierte Komponenten markieren.
Modul 2: SBOM- und Erkennungsqualität prüfen
Lizenzentscheidungen setzen eine verlässliche Komponentenidentifikation voraus.
- Schritt 1: Komponentenname und Version anhand technischer Evidenz validieren.
- Schritt 2: Automatisch erkannte Daten mit Lieferanten- oder Entwicklungsinformationen abgleichen.
- Schritt 3: Korrektur, Ergänzung oder Eskalation bei unzureichender Datenqualität dokumentieren.
Modul 3: Lizenzrichtlinie und Risikoklassen
Organisationsregeln werden in verständliche Prüf- und Freigabekategorien übersetzt.
- Schritt 1: Zulässige, prüfpflichtige und gesperrte Lizenzgruppen definieren.
- Schritt 2: Verwendungsart, Verteilung, Modifikation und Produktkontext als Bewertungsparameter erfassen.
- Schritt 3: Schwellenwerte und erforderliche Freigaberollen je Risikoklasse festlegen.
Modul 4: Konflikte und Maßnahmen bearbeiten
Auffällige Komponenten werden mit einem kontrollierten Maßnahmen- und Ausnahmeprozess behandelt.
- Schritt 1: Richtlinienkonflikt oder unklare Lizenzlage einem Verantwortlichen zuweisen.
- Schritt 2: Austausch, Versionswechsel, Nachlizenzierung, Dokumentation oder Ausnahme als Maßnahme bewerten.
- Schritt 3: Begründung, Gültigkeitsbereich, Termin und Freigabe im Audit Trail festhalten.
Modul 5: Nachweise und kontinuierliche Kontrolle
Lizenzstatus wird versionsbezogen berichtet und bei neuen Firmwareständen erneut geprüft.
- Schritt 1: Lizenz- und Komponentenbericht für Produktfreigabe oder Audit erzeugen.
- Schritt 2: Hinweise, Verpflichtungen und offene Abweichungen auf Vollständigkeit kontrollieren.
- Schritt 3: Wiederholungsprüfung und Monitoring bei Komponenten- oder Versionsänderungen definieren.
Praxiswerkstatt
- Arbeitsschritt 1: Eine Komponentenliste nach unbekannten, mehrfachen und richtlinienkritischen Lizenzangaben klassifizieren.
- Arbeitsschritt 2: Für ausgewählte Komponenten Erkennungsevidenz und Datenqualität validieren.
- Arbeitsschritt 3: Eine Lizenzabweichung mit Maßnahme, Freigabe, Gültigkeitsbereich und Nachweisbericht dokumentieren.
Kompetenzziele
- Lizenzbefunde in SBOM und Firmware systematisch prüfen
- Datenqualität und Erkennungsevidenz fachlich validieren
- Lizenzrichtlinien in praktische Risikoklassen und Freigaben übersetzen
- Abweichungen und Maßnahmen auditierbar dokumentieren
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h, Beginn 10:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Open-Source-Programmverantwortliche, Product Compliance, Legal-Schnittstellen, Entwicklung, Product Security, Qualitätsmanagement, Beschaffung und technische Dokumentation |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis für Softwarekomponenten und SBOM; juristische Spezialkenntnisse sind nicht erforderlich, organisationsspezifische Lizenzrichtlinien sind für Übungen hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Schritt-für-Schritt-Übungen, Fallstudien und praktische Arbeiten am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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