Seminar OpenRelik – Einführung für Analysten

Dieses Grundlagenseminar vermittelt die sichere Bedienung von OpenRelik aus Sicht forensischer Analysten. Von Fall- und Ordnerstruktur über Upload, Artefaktprüfung und Workflow-Auswahl bis zur Ergebnisbewertung wird ein vollständiger, nachvollziehbarer Arbeitsablauf trainiert.

Inhaltsübersicht

  1. Zielsetzung und Kompetenzziele
  2. Zielgruppe und Voraussetzungen
  3. Didaktischer Aufbau
  4. Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
  5. Praxisübungen
  6. Methodik

Zielsetzung

Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.

Kompetenzziele

  • Fälle, Ordner und Artefakte strukturiert anlegen und verwalten
  • geeignete Workflows und Worker anhand der Fragestellung auswählen
  • Ausführungsstatus, Logs und Ergebnisdateien richtig interpretieren
  • einen kleinen Untersuchungsfall nachvollziehbar bearbeiten und dokumentieren

Zielgruppe

Einsteiger und Umsteiger in DFIR-Teams, SOC-Analysten, Incident Responder und technische Ermittler, die OpenRelik systematisch einsetzen sollen.

Voraussetzungen

Grundverständnis digitaler Forensik, sicherer Umgang mit Dateien und grundlegende Kenntnisse typischer Artefakte. Keine OpenRelik-Vorerfahrung erforderlich.

Didaktischer Aufbau

Zwei Tage sind erforderlich, weil die Plattformbedienung mit forensischer Arbeitsmethodik verbunden wird. Der zweite Tag dient der eigenständigen Fallbearbeitung, Fehlerkorrektur und Ergebnisbewertung statt einer reinen Funktionsdemonstration. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.

Seminarinhalte

Modul 1: Orientierung und Arbeitsmodell

Die Plattform wird als gemeinsamer Arbeitsraum für Artefakte, Workflows und Ergebnisse eingeführt.

  1. Schritt 1: Oberflächenbereiche, zentrale Objekte und typische Navigation identifizieren.
  2. Schritt 2: Fall, Ordner, Datei, Workflow, Template, Worker und Task voneinander abgrenzen.
  3. Schritt 3: Einen persönlichen Arbeitsablauf vom Eingang bis zum Review skizzieren.

Praxisauftrag: Geführte Plattformtour mit Zuordnungsaufgaben.

Modul 2: Fall- und Ordnerstruktur

Eine klare Struktur verhindert Verwechslungen und erleichtert spätere Reviews.

  1. Schritt 1: Einen Fall mit eindeutiger Bezeichnung und Kontextinformationen anlegen.
  2. Schritt 2: Ordner für Rohdaten, Analyse, Ergebnisse und Review vorbereiten.
  3. Schritt 3: Benennungs- und Statusregeln an einem Beispiel anwenden.

Praxisauftrag: Aufbau eines Musterfalls nach vorgegebenem Strukturstandard.

Modul 3: Artefakte aufnehmen und prüfen

Vor der Verarbeitung werden Datei, Herkunft und Integritätsinformationen kontrolliert.

  1. Schritt 1: Artefakte hochladen und ihre technischen Metadaten prüfen.
  2. Schritt 2: Dateityp, Größe, Hash und Fallzuordnung plausibilisieren.
  3. Schritt 3: Dubletten, fehlerhafte Dateien oder unklare Herkunft korrekt behandeln.

Praxisauftrag: Intake eines kleinen gemischten Artefaktpakets.

Modul 4: Workflow und Worker auswählen

Die Untersuchungsfrage bestimmt die passende Analysefolge.

  1. Schritt 1: Ziel und Eingabeanforderungen vorhandener Workflows lesen.
  2. Schritt 2: Parameter und erwartete Ausgaben vor dem Start prüfen.
  3. Schritt 3: Zwischen schneller Triage und vertiefter Analyse begründet wählen.

Praxisauftrag: Auswahl und Parametrisierung eines Workflows für drei Artefaktarten.

Modul 5: Ausführung überwachen

Laufende Tasks liefern Statusinformationen, Logs und gegebenenfalls Teilresultate.

  1. Schritt 1: Workflow starten und Taskzustände in der Ausführungsansicht verfolgen.
  2. Schritt 2: Erfolg, Warnung, Fehler und ausstehende Ausführung unterscheiden.
  3. Schritt 3: Bei Fehlern Eingabe, Parameter und Worker-Meldung systematisch prüfen.

Praxisauftrag: Diagnose eines absichtlich fehlschlagenden Tasks.

Modul 6: Ergebnisse bewerten

Automatisch erzeugte Ausgaben müssen auf Vollständigkeit, Plausibilität und Quellenbezug geprüft werden.

  1. Schritt 1: Ergebnisdateien und Metadaten dem richtigen Eingabeartefakt zuordnen.
  2. Schritt 2: Treffer, Nichttreffer und Parserwarnungen fachlich interpretieren.
  3. Schritt 3: Relevante Beobachtungen markieren und Unsicherheiten dokumentieren.

Praxisauftrag: Review mehrerer Worker-Ausgaben mit einer Prüfliste.

Modul 7: Geführte Fallbearbeitung

Zum Abschluss wird der gesamte Ablauf an einem zusammenhängenden Fall trainiert.

  1. Schritt 1: Fragestellung und Artefaktbestand in einen Analyseplan übersetzen.
  2. Schritt 2: Triage und Vertiefung durchführen und Zwischenergebnisse bewerten.
  3. Schritt 3: Befunde strukturiert zusammenfassen und zur fachlichen Prüfung übergeben.

Praxisauftrag: Eigenständige Bearbeitung eines kompakten Übungsfalls.

Praxisübungen

  • Aufbau einer nachvollziehbaren Fall- und Ordnerstruktur
  • Durchführung mehrerer Workflows mit Status- und Fehlerkontrolle
  • Eigenständige Bearbeitung und Dokumentation eines vollständigen Übungsfalls

Methodik

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Einsteiger und Umsteiger in DFIR-Teams, SOC-Analysten, Incident Responder und technische Ermittler, die OpenRelik systematisch einsetzen sollen.
Voraussetzungen: Grundverständnis digitaler Forensik, sicherer Umgang mit Dateien und grundlegende Kenntnisse typischer Artefakte. Keine OpenRelik-Vorerfahrung erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
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