Seminar OpenTitan – Entwicklung sicherer Hardware-IP

Seminar / Training

Wiederverwendbare OpenTitan-IP muss funktional, integrierbar, dokumentierbar und verifizierbar sein. Dazu gehören ein standardisierter Register- und Busanschluss, definierte Alerts und Interrupts, klare Clock- und Resetannahmen sowie nachweisbare Sicherheitsgegenmaßnahmen.

Im Seminar entsteht schrittweise ein kleiner sicherheitsrelevanter Peripherieblock. Die Übung verbindet Spezifikation, HJSON, generierte Registerlogik, RTL, Firmwarevertrag, Lint und DV-Übergabe.

Inhaltsübersicht

  • Seminarziel
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
    • IP-Anforderungen und Comportability
    • Registermodell mit HJSON und RegGen
    • TL-UL und Datenpfad
    • Interrupts, Alerts und Eskalation
    • Sichere Steuerlogik
    • Firmwarevertrag und DIF
    • Lint, Dokumentation und Review
    • DV-Übergabe und Integrationsreife
  • Praxisübungen

Seminarziel

Ein OpenTitan-konformer Hardware-IP-Block soll von der Spezifikation bis zur verifizierbaren RTL-Implementierung entwickelt, mit Sicherheitsgegenmaßnahmen versehen und integrationsfertig dokumentiert werden können.

Zielgruppe

RTL- und SoC-Entwickler, Hardwarearchitekten, IP-Entwickler, Security Hardware Engineers, Verifikationsingenieure und technische Reviewer.

Voraussetzungen

Gute SystemVerilog-Kenntnisse, Erfahrung mit synchronem RTL-Design, Registern und Busprotokollen. Linux-, Git- und grundlegende Verifikationskenntnisse werden vorausgesetzt.

Lernziele

  • Comportability-Anforderungen auf einen neuen IP-Block anwenden
  • Register, Speicherfenster, Interrupts und Alerts in HJSON spezifizieren
  • TL-UL-Anbindung und Fehlerreaktionen korrekt implementieren
  • Sicherheitsgegenmaßnahmen strukturiert entwerfen und benennen
  • RTL, Dokumentation, DIF-Schnittstelle und DV-Artefakte konsistent halten

Seminarinhalte

Schritt 1: IP-Anforderungen und Comportability

  1. Funktionen, Schutzgüter, Betriebsmodi und Fehlerszenarien abgrenzen
  2. Clock-, Reset-, Bus-, Interrupt- und Alertschnittstellen vollständig festlegen
  3. Konfigurationsparameter und Integrationsannahmen dokumentieren
  4. Security Countermeasure IDs aus Schutzgut und Maßnahmentyp ableiten

Schritt 2: Registermodell mit HJSON und RegGen

  1. CSRs, Felder, Zugriffstypen, Resetwerte und Register-Sperren spezifizieren
  2. Shadowed-, REGWEN- und Mehrbit-kodierte Konfigurationen gezielt einsetzen
  3. Speicherfenster, Fehlercodes und Statusregister definieren
  4. RTL, Header und Dokumentation aus derselben Quelle generieren und prüfen

Schritt 3: TL-UL und Datenpfad

  1. TL-UL Device-Schnittstelle und Request/Response-Verhalten implementieren
  2. Adressfehler, Protokollfehler und Datenintegritätsfehler behandeln
  3. Backpressure, Teilzugriffe und ungültige Operationen deterministisch beantworten
  4. Datenpfad, Registerlogik und interne Speicher sauber entkoppeln

Schritt 4: Interrupts, Alerts und Eskalation

  1. Status-, Enable- und Testregister für Interrupts korrekt auslegen
  2. Recoverable und Fatal Alerts nach Fehlerklasse unterscheiden
  3. Lokale Fehlerreaktionen, Secret Wipe und terminale Zustände definieren
  4. Alert- und Escalation-Annahmen für Top-Level-Integration dokumentieren

Schritt 5: Sichere Steuerlogik

  1. Sparse FSMs, redundante Prüfungen und Mehrschienensteuerung passend auswählen
  2. Kritische Werte durch Schattenregister, Integrität und Zugriffslocks schützen
  3. Sensitive Register und Speicher pseudozufällig löschen
  4. Nebenkanal- und Fault-Injection-Risiken im Microarchitecture Review bewerten

Schritt 6: Firmwarevertrag und DIF

  1. Initialisierung, Konfiguration, Statusabfrage und Fehlerbehandlung als API definieren
  2. Registerzugriffe in klare Device Interface Functions überführen
  3. Race Conditions, Write-one-to-clear und Pollingfälle korrekt behandeln
  4. Softwaretests und Hardwaretestmodi gemeinsam planen

Schritt 7: Lint, Dokumentation und Review

  1. Verible-, Verilator- und projektspezifische Lintregeln ausführen
  2. Generierte und manuell gepflegte Dateien eindeutig trennen
  3. Design-, Interface- und Security-Dokumentation synchron halten
  4. Reviewcheckliste für Funktion, Sicherheit, Integration und Wartbarkeit anwenden

Schritt 8: DV-Übergabe und Integrationsreife

  1. Testplan aus Features, Fehlerfällen und Gegenmaßnahmen ableiten
  2. Assertions und Coverage-Hooks im RTL vorbereiten
  3. Smoke-Tests und CSR-Tests für die erste DV-Stufe definieren
  4. Integrationsartefakte, Versionierung und Freigabekriterien zusammenstellen

Praxisübungen

  1. HJSON-Registerbeschreibung für einen sicherheitsrelevanten Beispielblock erstellen
  2. Generierte Registerlogik in eine TL-UL-Peripherie integrieren
  3. Alert-, Interrupt- und Fehlerpfade mit gezielten Simulationen prüfen
  4. Eine Security-Countermeasure-Matrix und Reviewcheckliste ausarbeiten
  5. DIF-Schnittstelle und minimalen DV-Testplan ergänzen

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: RTL- und SoC-Entwickler, Hardwarearchitekten, IP-Entwickler, Security Hardware Engineers, Verifikationsingenieure und technische Reviewer.
Voraussetzungen: Gute SystemVerilog-Kenntnisse, Erfahrung mit synchronem RTL-Design, Registern und Busprotokollen. Linux-, Git- und grundlegende Verifikationskenntnisse werden vorausgesetzt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 4 Tage
Stream live 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Stream gespeichert 4 Tage
Innsbruck 4 Tage
Klagenfurt 4 Tage
Bregenz 4 Tage
Linz 4 Tage
Salzburg 4 Tage
Graz 4 Tage
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Wien 4 Tage
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