Seminar / Training
User-Defined Functions erweitern SQL um fachliche oder technische Logik, erhöhen aber zugleich Betriebs- und Sicherheitsrisiken. Die Schulung zeigt, wann UDFs sinnvoll sind und wie SQL-, JavaScript-, Python-, Rust- und Java-Funktionen testbar und performant eingebunden werden.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Konfiguration, SQL-Ausdruck und UDF anhand klarer Kriterien unterscheiden
- Skalare und tabellarische Funktionen mit stabilen Verträgen entwickeln
- Sprachlaufzeiten, Fehler, Abhängigkeiten und Leistung kontrollieren
- UDFs versioniert testen, bereitstellen und überwachen
Zielgruppe
Data Engineers, Softwareentwicklung, Analytics Engineering, Data-Platform-Teams und technische Architektur.
Voraussetzungen
Gute SQL-Kenntnisse. Für die praktischen Sprachbeispiele sind Grundkenntnisse in mindestens einer Sprache wie Python, JavaScript, Rust oder Java erforderlich.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Erweiterungsbedarf bewerten
Fachliche Regel, Wiederverwendung, Komplexität, Datenvolumen, Latenz und Wartbarkeit entscheiden darüber, ob eine UDF überhaupt gerechtfertigt ist.
- Schritt 2: Funktionsvertrag definieren
Name, Eingabetypen, Rückgabetyp, Nullverhalten, Determinismus, Fehlerfälle und Versionierung werden vor der Implementierung festgelegt.
- Schritt 3: SQL-UDF erstellen
Wiederverwendbare SQL-Logik wird mit eindeutigen Typen und Tests gekapselt, ohne unnötige externe Laufzeit.
- Schritt 4: JavaScript-UDF einsetzen
Leichtgewichtige Transformationslogik wird implementiert; Typabbildung, Nullwerte, Ausnahmen und Laufzeitgrenzen werden geprüft.
- Schritt 5: Python-UDF integrieren
Python-Umgebung, Abhängigkeiten, Serialisierung, Prozesskommunikation und Fehlerausgabe werden für datenwissenschaftliche Funktionen kontrolliert.
- Schritt 6: Rust- und Java-UDF einordnen
Kompilierte Implementierungen werden hinsichtlich Leistung, Bereitstellung, Schnittstelle, Abhängigkeiten und Wartung verglichen.
- Schritt 7: Tabellenfunktionen entwickeln
Eine Eingabe wird in mehrere Ausgabezeilen überführt; Kardinalität, Schema und Auswirkungen auf nachfolgende Joins werden getestet.
- Schritt 8: Fehler und Datenqualität behandeln
Ungültige Eingaben, Ausnahmen, Timeouts, unzulässige Ergebnisse und fachliche Ersatzwerte werden explizit voneinander getrennt.
- Schritt 9: Leistung messen
Aufrufrate, Batch-Verhalten, Serialisierung, CPU-Verbrauch und Auswirkung auf den Streaming-Graphen werden mit einer SQL-Alternative verglichen.
- Schritt 10: Sicherheit und Isolation prüfen
Zulässige Bibliotheken, Netzwerkzugriffe, Secrets, Ressourcenverbrauch und Verantwortlichkeit werden nach einem minimalen Vertrauensmodell begrenzt.
- Schritt 11: Versionierung und Deployment organisieren
Quellcode, Artefakt, Funktionsdefinition, Testdaten, Kompatibilität und Rollback werden als gemeinsame Release-Einheit verwaltet.
- Schritt 12: UDF im Betrieb überwachen
Fehlerrate, Latenz, Ressourcennutzung, Versionsstand und fachliche Ergebnisqualität werden in die Pipeline-Observability aufgenommen.
Praxisübungen
- Eine fachliche Regel zunächst als SQL-UDF implementieren und testen
- Dieselbe Funktion in einer externen Sprache anbinden und vergleichen
- Eine Tabellenfunktion mit variabler Ausgabe entwickeln
- Leistung, Fehlerverhalten und Rollback einer UDF-Version prüfen
Methodik
Die Übungen beginnen mit der einfachsten SQL-Variante und erhöhen die technische Komplexität nur bei nachweisbarem Nutzen. Jede Implementierung erhält Vertrag, Tests und Messwerte. Die gewählte Seminardauer beträgt 2 Tage. Zwei Tage sind erforderlich, weil mehrere Laufzeitmodelle praktisch verglichen und zusätzlich Vertrag, Tests, Performance, Sicherheit und Deployment als Produktionsanforderungen behandelt werden.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Engineers, Softwareentwicklung, Analytics Engineering, Data-Platform-Teams und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Gute SQL-Kenntnisse. Für die praktischen Sprachbeispiele sind Grundkenntnisse in mindestens einer Sprache wie Python, JavaScript, Rust oder Java erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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