Das Seminar führt durch den vollständigen Weg von einer internen Datenquelle zu einem freigegebenen und kontrolliert nutzbaren Datenangebot.
Behandelt werden Eigentümerschaft, Schutzbedarf, Metadaten, Qualität, Nutzungsbedingungen, Veröffentlichung, Peer-to-Peer-Transfer und laufende Pflege. Der Ablauf wird anhand eines durchgängigen Anbieterfalls geübt.
Lernziele
- Teilnehmende können geeignete Datenbestände für eine Veröffentlichung auswählen.
- Teilnehmende können Datenprodukte fachlich und technisch verständlich beschreiben.
- Teilnehmende können Qualitätsmerkmale und Nutzungsbedingungen festlegen.
- Teilnehmende können ein Angebot kontrolliert an den dezentralen Transfer anbinden.
- Teilnehmende können Veröffentlichung, Änderung und Rücknahme sicher durchführen.
- Teilnehmende können Anbieteraufgaben in einen wiederholbaren Onboarding-Prozess überführen.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Datenanbieter-Onboarding durchführen
- Kapitel 2: Datenprodukte über den Lebenszyklus steuern
- Kapitel 3: Metadatenmodell und Katalogqualität etablieren
- Kapitel 4: Nutzungsrichtlinien und technische Policies entwerfen
- Kapitel 5: Dezentralen Peer-to-Peer-Transfer absichern
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Datenanbieter-Onboarding durchführen
Das Anbieter-Onboarding macht aus einer internen Datenquelle ein auffindbares, bewertbares und kontrolliert nutzbares Angebot.
- Schritt 1: Datenquelle, Eigentümerschaft, Schutzbedarf und Freigabestatus prüfen.
- Schritt 2: Datenprodukt mit verständlichen Metadaten und Qualitätsmerkmalen beschreiben.
- Schritt 3: Nutzungsbedingungen, Zielgruppen und gegebenenfalls Vergütungsmodell festlegen.
- Schritt 4: Konnektoranbindung und Peer-to-Peer-Übertragungsweg testen.
- Schritt 5: Angebot veröffentlichen, Nutzung überwachen und Änderungen versionieren.
Praxisaufgabe: Ein Datenbestand wird vom internen Kandidaten bis zum freigegebenen Marktplatzangebot vorbereitet.
Kapitel 2: Datenprodukte über den Lebenszyklus steuern
Ein Datenprodukt benötigt Eigentümerschaft, Serviceziele, Versionierung und klare Regeln für Änderung und Stilllegung.
- Schritt 1: Zweck, Zielgruppe, Verantwortliche und Wertversprechen des Datenprodukts festlegen.
- Schritt 2: Quellen, Verarbeitung, Schnittstellen, Qualität und Schutzbedarf dokumentieren.
- Schritt 3: Freigabe-, Veröffentlichungs- und Änderungsprozess definieren.
- Schritt 4: Nutzung, Qualität, Kosten und Rückmeldungen im Betrieb überwachen.
- Schritt 5: Migration, Ablösung und Stilllegung mit betroffenen Nutzern koordinieren.
Praxisaufgabe: Für ein Datenprodukt wird ein Lebenszyklusmodell vom Entwurf bis zur Außerbetriebnahme aufgebaut.
Kapitel 3: Metadatenmodell und Katalogqualität etablieren
Ein konsistentes Metadatenmodell verbessert Auffindbarkeit, Vergleichbarkeit, Automatisierung und Interoperabilität.
- Schritt 1: Pflicht- und optionale Metadaten nach Such-, Vertrags- und Integrationsbedarf ordnen.
- Schritt 2: Begriffe, Kategorien, Einheiten und Vokabulare vereinheitlichen.
- Schritt 3: Validierungsregeln, Qualitätsampeln und Freigabeschwellen definieren.
- Schritt 4: Versionen, Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Angeboten abbilden.
- Schritt 5: Katalogqualität regelmäßig messen und Verbesserungsmaßnahmen priorisieren.
Praxisaufgabe: Ein Metadatenschema wird entworfen und gegen fehlerhafte Beispielangebote getestet.
Kapitel 4: Nutzungsrichtlinien und technische Policies entwerfen
Policies übersetzen fachliche Anforderungen in überprüfbare Nutzungsbedingungen. Sie müssen verständlich, durchsetzbar und im Lebenszyklus änderbar sein.
- Schritt 1: Zweck, Nutzerkreis, Zeitraum, Ort, Weitergabe und Verarbeitungsart als Regelparameter erfassen.
- Schritt 2: Zulässige, eingeschränkte und verbotene Nutzungen eindeutig formulieren.
- Schritt 3: Fachliche Regel, Vertragstext und technische Policy konsistent miteinander verknüpfen.
- Schritt 4: Ausnahmen, Widerruf, Ablauf und Reaktion auf Verstöße definieren.
- Schritt 5: Policies mit realistischen Positiv- und Negativfällen testen.
Praxisaufgabe: Für ein sensibles Datenprodukt wird ein vollständiger Policy-Satz mit Testfällen erstellt.
Kapitel 5: Dezentralen Peer-to-Peer-Transfer absichern
Beim dezentralen Austausch verbleiben Rohdaten beim Anbieter, bis ein zulässiger Transfer direkt zum Nutzer ausgelöst wird.
- Schritt 1: Metadatenebene, Vertragssteuerung und eigentlichen Datenpfad trennen.
- Schritt 2: Quell- und Zielendpunkte mit Authentisierung und minimalen Rechten anbinden.
- Schritt 3: Transferbedingungen, Volumen, Wiederaufnahme und Zeitlimits konfigurieren.
- Schritt 4: Integrität, Vollständigkeit und technische Abnahme des Transfers prüfen.
- Schritt 5: Fehler, Widerruf und Wiederholung ohne unkontrollierte Zwischenablage behandeln.
Praxisaufgabe: Ein Peer-to-Peer-Transfer wird mit Kontrollpunkten für Sicherheit, Qualität und Nachweis geplant.
Praxisfall
Ein interner Datenbestand soll als neues Angebot bereitgestellt werden. Der Datenprodukt-Steckbrief, die Policy, die Katalogbeschreibung und der Transferweg werden vollständig vorbereitet.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Datenverantwortliche
- Data Stewards
- Fachbereichsverantwortliche
- Datenprodukt-Owner
- Schnittstellenverantwortliche
Voraussetzungen
- Grundverständnis eigener Datenquellen und Datenqualität
- keine vertieften Administrationskenntnisse erforderlich
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenverantwortliche, Data Stewards, Fachbereichsverantwortliche, Datenprodukt-Owner, Schnittstellenverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis eigener Datenquellen und Datenqualität; keine vertieften Administrationskenntnisse erforderlich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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