Das Anwendertraining vermittelt den sicheren täglichen Umgang mit Warnungen, Karten, Filtern, Risikofällen, Maßnahmen und Entscheidungsnachweisen.
Ein durchgängiger Störungsfall wird vom ersten Signal über Bewertung und Zuweisung bis zur dokumentierten Maßnahme und Abschlusskontrolle bearbeitet.
Lernziele
- Teilnehmende können Dashboard, Karten, Listen und Detailansichten sicher nutzen.
- Teilnehmende können Warnprofile und persönliche Sichten passend konfigurieren.
- Teilnehmende können Ereignisse auf Lieferanten, Standorte und Komponenten beziehen.
- Teilnehmende können Risikoscore und Priorität nachvollziehen.
- Teilnehmende können Maßnahmen zuweisen, dokumentieren und nachverfolgen.
- Teilnehmende können Entscheidungs- und Bearbeitungsnachweise vollständig pflegen.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Supply Chain Radar bedienen und Arbeitsabläufe verstehen
- Kapitel 2: Ereignisse und Signale überwachen
- Kapitel 3: Risiken kalibrieren und priorisieren
- Kapitel 4: Maßnahmen auswählen, steuern und nachverfolgen
- Kapitel 5: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Supply Chain Radar bedienen und Arbeitsabläufe verstehen
Das Frühwarnsystem verbindet Ereignisse, Lieferanten, Standorte, Komponenten, Risiken und Maßnahmen in einem priorisierten Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Dashboard, Karten-, Listen- und Detailansichten einordnen.
- Schritt 2: Lieferanten, Standorte, Materialien und Risikofälle als Arbeitsobjekte verstehen.
- Schritt 3: Filter, Sichten, Abonnements und persönliche Arbeitslisten konfigurieren.
- Schritt 4: Warnungen prüfen, bewerten, zuweisen und kommentieren.
- Schritt 5: Maßnahmenstatus und Entscheidungsnachweis bis zum Abschluss pflegen.
Praxisaufgabe: Ein Warnfall wird vom Eingang bis zur dokumentierten Bearbeitung vollständig durchgespielt.
Kapitel 2: Ereignisse und Signale überwachen
Globale Ereignisse werden erst handlungsrelevant, wenn Quellen, Regionen, Kategorien und Unternehmensbezug sinnvoll gefiltert und gewichtet sind.
- Schritt 1: Relevante Ereigniskategorien und geografische Räume je Lieferkette definieren.
- Schritt 2: Quellenqualität, Aktualität, Dubletten und widersprüchliche Signale bewerten.
- Schritt 3: Filter, Abonnements und Schwellenwerte auf Verantwortungsbereiche zuschneiden.
- Schritt 4: Ereignis mit Lieferanten, Standorten und Komponenten in Beziehung setzen.
- Schritt 5: False Positives und übersehene Ereignisse systematisch zur Kalibrierung nutzen.
Praxisaufgabe: Ein Monitoring-Profil wird für eine konkrete Beschaffungsregion konfiguriert und getestet.
Kapitel 3: Risiken kalibrieren und priorisieren
Risikoscoring verbindet Eintrittssignal, Betroffenheit, Kritikalität, zeitliche Wirkung und vorhandene Gegenmaßnahmen.
- Schritt 1: Wahrscheinlichkeit, Auswirkung, Dringlichkeit und Datenvertrauen als Dimensionen definieren.
- Schritt 2: Kritikalität von Material, Lieferant, Standort und Kunde berücksichtigen.
- Schritt 3: Quellen- und Ereignisgewichtung nachvollziehbar konfigurieren.
- Schritt 4: Ampeln, Schwellenwerte und Prioritätsklassen mit Eskalationsregeln verbinden.
- Schritt 5: Bewertungen anhand vergangener Fälle und aktueller Rückmeldungen kalibrieren.
Praxisaufgabe: Mehrere Warnfälle werden bewertet, priorisiert und mit einer begründeten Eskalationsstufe versehen.
Kapitel 4: Maßnahmen auswählen, steuern und nachverfolgen
Ein Frühwarnsystem ist nur wirksam, wenn Risiken in konkrete Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und kontrollierte Maßnahmen übersetzt werden.
- Schritt 1: Handlungsoptionen wie Alternativquelle, Sicherheitsbestand, Rerouting und Priorisierung sammeln.
- Schritt 2: Wirkung auf Kosten, Servicegrad, Qualität, Zeit und Nachhaltigkeit vergleichen.
- Schritt 3: Entscheidung, Verantwortliche, Frist und Abhängigkeiten dokumentieren.
- Schritt 4: Umsetzung und Rest-Risiko mit Status und Nachweisen überwachen.
- Schritt 5: Wirksamkeit nach Abschluss bewerten und Maßnahmenbibliothek verbessern.
Praxisaufgabe: Für einen kritischen Lieferantenausfall wird ein abgestufter Maßnahmenplan erstellt.
Kapitel 5: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen
Auditierbarkeit verlangt vollständige, manipulationsgeschützte und auswertbare Nachweise über Identitäten, Verträge, Policies, Transfers und Änderungen.
- Schritt 1: Nachweispflichtige Ereignisse und verantwortliche Systeme festlegen.
- Schritt 2: Zeitbezug, Identität, Objekt, Aktion, Ergebnis und Kontext als Mindestinhalt definieren.
- Schritt 3: Aufbewahrung, Zugriff, Integrität und Datenschutz der Protokolle regeln.
- Schritt 4: Technische Logs in fachlich verständliche Auditnachweise überführen.
- Schritt 5: Regelprüfungen, Stichproben und Abweichungsbehandlung organisieren.
Praxisaufgabe: Für einen Vertrags- und Transferprozess wird eine vollständige Auditspur spezifiziert.
Praxisfall
Eine kritische Störung betrifft einen Lieferantenstandort. Warnung, Betroffenheit, Priorität, Maßnahme, Eskalation und Abschluss werden im vollständigen Nutzerablauf bearbeitet.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Einkauf
- Disposition
- Supply Chain Management
- Logistik
- Risikomanagement
- Fachbereichsleitung
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse der eigenen Lieferanten- und Materialstruktur
- keine Administrationskenntnisse erforderlich
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Einkauf, Disposition, Supply Chain Management, Logistik, Risikomanagement, Fachbereichsleitung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der eigenen Lieferanten- und Materialstruktur; keine Administrationskenntnisse erforderlich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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