Eine Daten-, KI- oder Data-Space-Idee wird von der Problemklärung bis zu einem testbaren Prototyp- und Validierungsplan entwickelt.
Der Workshop arbeitet mit Hypothesen, Nutzerabläufen, Prototypstufen, priorisiertem Backlog, Testdesign, Messgrößen und einer belastbaren Go-, Pivot- oder Stop-Entscheidung.
Lernziele
- Teilnehmende können Problemraum, Nutzer und kritischste Annahmen präzisieren.
- Teilnehmende können messbare Wert-, Nutzungs- und Machbarkeitshypothesen formulieren.
- Teilnehmende können einen aussagekräftigen Mindestprototyp abgrenzen.
- Teilnehmende können Backlog, Architekturleitplanken und Testdaten planen.
- Teilnehmende können Nutzertests und Validierungsmetriken entwerfen.
- Teilnehmende können einen entscheidungsfähigen Business Case vorbereiten.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Problemraum, Nutzer und Hypothesen klären
- Kapitel 2: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
- Kapitel 3: Prototyp, Backlog und technische Leitplanken entwickeln
- Kapitel 4: Nutzertests und iterative Validierung durchführen
- Kapitel 5: Validierten Business Case und Skalierungsentscheidung vorbereiten
- Kapitel 6: Projektauftrag, Roadmap und Steuerung aufsetzen
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Problemraum, Nutzer und Hypothesen klären
Rapid Prototyping beginnt mit einem klaren Problem und überprüfbaren Hypothesen statt mit einer langen Funktionsliste.
- Schritt 1: Zielgruppe, Arbeitsablauf, Schmerzpunkte und heutige Behelfslösungen erfassen.
- Schritt 2: Wert-, Nutzungs-, Machbarkeits- und Geschäftsmodellhypothesen formulieren.
- Schritt 3: Kritischste Unsicherheiten und Annahmen priorisieren.
- Schritt 4: Messbare Lernziele und Abbruchkriterien für den Prototyp festlegen.
- Schritt 5: Mindestumfang für einen aussagekräftigen Test abgrenzen.
Praxisaufgabe: Eine Produktidee wird in ein Hypothesen- und Lernzielboard überführt.
Kapitel 2: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
Ein tragfähiger Use Case beginnt nicht mit Technologie, sondern mit einem klaren Problem, beteiligten Rollen, benötigten Daten und messbarem Nutzen.
- Schritt 1: Ausgangsproblem, betroffene Prozesse und heutige Einschränkungen präzisieren.
- Schritt 2: Entscheidungen und Handlungen benennen, die durch zusätzliche Daten verbessert werden sollen.
- Schritt 3: Datenquellen, Datenhalter, Schutzbedarf und Aktualitätsanforderungen aufnehmen.
- Schritt 4: Nutzenhypothese, Mindestumfang und Abgrenzung des ersten Anwendungsfalls festlegen.
- Schritt 5: Use Cases nach Wertbeitrag, Machbarkeit, Risiko und Lernpotenzial priorisieren.
Praxisaufgabe: Aus mehreren Ideen wird mit einer Bewertungsmatrix ein belastbarer Start-Use-Case ausgewählt.
Kapitel 3: Prototyp, Backlog und technische Leitplanken entwickeln
Ein Prototyp soll die wichtigsten Unsicherheiten prüfen, nicht bereits das vollständige Zielsystem nachbilden.
- Schritt 1: Kernablauf und kritische Interaktionen als Storyboard darstellen.
- Schritt 2: Muss-, Soll- und Später-Funktionen priorisieren.
- Schritt 3: Passende Prototypstufe von Klickmodell bis funktionsfähigem Datenservice auswählen.
- Schritt 4: Architektur, Daten, Schnittstellen, Sicherheit und Testdaten minimal festlegen.
- Schritt 5: Kurze Iterationen mit klaren Abnahmekriterien in einem Backlog planen.
Praxisaufgabe: Aus einem Use Case wird ein priorisiertes Prototyp-Backlog mit Architekturleitplanken erstellt.
Kapitel 4: Nutzertests und iterative Validierung durchführen
Validierung liefert belastbare Erkenntnisse zu Nutzen, Bedienbarkeit, Machbarkeit und Akzeptanz.
- Schritt 1: Testpersonen, Aufgaben, Kontext und Erfolgskriterien auswählen.
- Schritt 2: Beobachtung, Interview, Nutzungsdaten und fachliche Messwerte kombinieren.
- Schritt 3: Ergebnisse nach Evidenz, Wirkung und Unsicherheit auswerten.
- Schritt 4: Hypothesen bestätigen, verwerfen oder präzisieren.
- Schritt 5: Nächste Iteration oder Stop-Entscheidung nachvollziehbar begründen.
Praxisaufgabe: Ein Nutzertest wird geplant, moderiert und in konkrete Produktentscheidungen übersetzt.
Kapitel 5: Validierten Business Case und Skalierungsentscheidung vorbereiten
Nach dem Prototyp werden Marktbedarf, Nutzen, Technik, Betrieb und Wirtschaftlichkeit zu einer Investitionsentscheidung verdichtet.
- Schritt 1: Validierte und offene Hypothesen mit ihrer Evidenz zusammenführen.
- Schritt 2: Zielbild, Funktionsumfang, Architektur und Betriebsmodell für die nächste Stufe skizzieren.
- Schritt 3: Kosten, Nutzen, Risiken, Zeit und Ressourcen in Szenarien bewerten.
- Schritt 4: Produkt-, Daten-, Partner- und Compliance-Abhängigkeiten transparent machen.
- Schritt 5: Entscheidung für Ausbau, weitere Validierung, Partnerschaft oder Beendigung vorbereiten.
Praxisaufgabe: Ein Prototyp-Ergebnis wird in eine belastbare Go-, Pivot- oder Stop-Vorlage überführt.
Kapitel 6: Projektauftrag, Roadmap und Steuerung aufsetzen
Data-Space-Projekte verbinden Technik, Daten, Partner, Governance und Veränderung. Der Projektauftrag muss diese Abhängigkeiten ausdrücklich abbilden.
- Schritt 1: Ziele, Nicht-Ziele, Nutzen, Scope und Erfolgskriterien im Projektauftrag festlegen.
- Schritt 2: Arbeitspakete für Use Case, Daten, Plattform, Governance, Partner und Betrieb strukturieren.
- Schritt 3: Meilensteine, Abhängigkeiten, Risiken und Entscheidungszeitpunkte planen.
- Schritt 4: Projektgremien, Berichtswesen und Eskalationswege definieren.
- Schritt 5: Roadmap vom Discovery- und Pilotstadium bis zur Skalierung erstellen.
Praxisaufgabe: Ein vollständiger Projektsteckbrief mit Roadmap und Meilensteinlogik wird ausgearbeitet.
Praxisfall
Eine eigene oder vorgegebene Produktidee wird in Hypothesen, Prototypumfang, Backlog, Testplan und Investitionsentscheidung überführt.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Produktmanagement
- Innovation
- Data Product Owner
- Fachbereichsleitung
- UX und Service Design
- Data Science
- Projektleitung
Voraussetzungen
- konkrete Idee oder Problemstellung
- Teilnahme entscheidungsrelevanter Fach- und Technikrollen empfohlen
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Produktmanagement, Innovation, Data Product Owner, Fachbereichsleitung, UX und Service Design, Data Science, Projektleitung |
| Voraussetzungen: | konkrete Idee oder Problemstellung; Teilnahme entscheidungsrelevanter Fach- und Technikrollen empfohlen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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