Seminar Aiven for Apache Kafka – Administration und Betrieb

Das Administrationsseminar vermittelt den vollständigen Lebenszyklus eines produktiven Kafka-Services: Architekturentscheidung, sichere Bereitstellung, Topic- und Clientbetrieb, Skalierung, Wartung, Überwachung und Störungsbearbeitung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Nutzen
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Tag 1: Architektur, Servicebereitstellung und Konnektivität
  7. Tag 2: Topics, Produzenten und Consumer Groups
  8. Tag 3: Sicherheit, Schemas und kontrollierte Administration
  9. Tag 4: Monitoring, Skalierung, Wartung und Incident Response
  10. Praxisübungen

Einordnung und Nutzen

Aiven-spezifische Plattformfunktionen werden mit den Kafka-Grundmechanismen verbunden. Dazu gehören Servicepläne, Classic- und Inkless-Betriebsmodelle, KRaft, Topics, Partitionen, Produzenten, Consumer Groups, Authentifizierung, ACLs, Karapace, Konfigurationsänderungen, Metriken, Logs, Wartungsfenster und belastbare Runbooks.

Zielgruppe

  • Cloud- und Plattformadministration
  • DevOps- und Site-Reliability-Engineering
  • Technische Architektur und Betrieb
  • Kafka-Administration und Middleware-Betrieb
  • Technische Leitung von Event-Streaming-Plattformen

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
  • Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
  • Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
  • Grundkenntnisse zu verteilten Systemen
  • Grundverständnis von Produzenten, Konsumenten und Nachrichten

Lernziele

  • Aiven-for-Kafka-Services passend zu Last, Verfügbarkeit und Speicherbedarf planen
  • Topics, Partitionen, Replikation und Aufbewahrung betriebssicher konfigurieren
  • Clientzugriffe mit Zertifikaten, SASL und ACLs absichern
  • Consumer Groups, Lag und Durchsatz systematisch analysieren
  • Skalierungs-, Wartungs- und Versionsänderungen kontrolliert durchführen
  • Störungen anhand von Metriken, Logs und reproduzierbaren Prüfschritten bearbeiten

Seminarinhalte

Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.

Tag 1: Architektur, Servicebereitstellung und Konnektivität

Der erste Tag schafft ein belastbares Betriebsmodell und eine funktionsfähige Schulungsumgebung.

  1. Schritt 1: Kafka-Komponenten und KRaft einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Broker, Controller, Partitionen, Replikate und Metadatenkonsens in Beziehung gesetzt und die von Aiven übernommenen Betriebsaufgaben abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Classic und Inkless fachlich vergleichen. Praktisches Arbeitsergebnis: Speicherarchitektur, Skalierungsverhalten, Betriebsziel und Einsatzgrenzen beider Angebotsformen anhand konkreter Lastprofile bewertet.
  3. Schritt 3: Cloud, Region und Serviceplan auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: Latenz, Verfügbarkeit, Datenresidenz, Netzwerkpfad, Rechenleistung und Speichermodell in eine begründete Planentscheidung überführt.
  4. Schritt 4: Service und Zugriffsweg bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Kafka-Service erstellt, Verbindungsinformationen geprüft und die Erreichbarkeit aus der Schulungsumgebung mit TLS abgesichert getestet.
  5. Schritt 5: Administrationsgrundlagen dokumentieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Namensregeln, Tags, Verantwortlichkeiten, Umgebungsgrenzen und ein erstes Serviceinventar als Grundlage für spätere Änderungen festgelegt.

Tag 2: Topics, Produzenten und Consumer Groups

Der zweite Tag behandelt Datenfluss und Kapazität auf Kafka-Ebene.

  1. Schritt 1: Topicdesign und Partitionsschlüssel entwickeln. Praktisches Arbeitsergebnis: fachliche Ereignisse in Topics gegliedert, Schlüssel auf Reihenfolge und Lastverteilung geprüft und eine Erweiterungsstrategie definiert.
  2. Schritt 2: Replikation und Aufbewahrung konfigurieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Replikationsfaktor, Mindestbestätigungen, Retention nach Zeit beziehungsweise Größe und Log-Kompaktierung passend zum Datenvertrag eingestellt.
  3. Schritt 3: Produzentenverhalten testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Acknowledgements, Idempotenz, Batching, Kompression und Fehlerbehandlung mit Testlast verglichen und geeignete Standardwerte festgelegt.
  4. Schritt 4: Consumer Groups untersuchen. Praktisches Arbeitsergebnis: Gruppenmitglieder, Partitionzuordnung, Offsets, Rebalances und Lag anhand mehrerer Konsumenten sichtbar gemacht und bewertet.
  5. Schritt 5: Durchsatzengpässe eingrenzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Nachrichtenrate, Nachrichtengröße, Partitionen, Clientlatenz und Brokerressourcen korreliert und eine priorisierte Optimierungsmaßnahme abgeleitet.

Tag 3: Sicherheit, Schemas und kontrollierte Administration

Der dritte Tag schützt Datenzugriff und standardisiert administrative Änderungen.

  1. Schritt 1: Authentifizierungsverfahren anwenden. Praktisches Arbeitsergebnis: Clientzertifikate und unterstützte SASL-Verfahren eingeordnet, Servicebenutzer getrennt angelegt und Zugangsdaten sicher verteilt.
  2. Schritt 2: ACL-Modell entwerfen. Praktisches Arbeitsergebnis: Rollen für Produzenten, Konsumenten und Administration in minimale Topic- und Gruppenrechte übersetzt und mit Positiv- sowie Negativtests überprüft.
  3. Schritt 3: Karapace und Schemas einsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Schema Registry und REST-Funktionen eingeordnet, ein Schema registriert und eine Kompatibilitätsprüfung vor einer Änderung durchgeführt.
  4. Schritt 4: Service- und Topicänderungen steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: Änderungen mit Vorprüfung, dokumentiertem Sollzustand, Risikoanalyse und Nachkontrolle über Console beziehungsweise Automationswerkzeug ausgeführt.
  5. Schritt 5: Mandanten- und Umgebungsgrenzen festlegen. Praktisches Arbeitsergebnis: Trennung nach Projekt, Service, Topicpräfix und Berechtigungen bewertet sowie eine nachvollziehbare Verantwortungsmatrix erstellt.

Tag 4: Monitoring, Skalierung, Wartung und Incident Response

Der vierte Tag führt die Komponenten in einem produktionsnahen Betriebsablauf zusammen.

  1. Schritt 1: Metriken und Logs auswerten. Praktisches Arbeitsergebnis: Brokerzustand, Durchsatz, Anforderungszeiten, Fehler, Speicherverbrauch und Consumer Lag in einem gemeinsamen Diagnosebild zusammengeführt.
  2. Schritt 2: Alarmierung und Serviceziele definieren. Praktisches Arbeitsergebnis: technische Kennzahlen in Warn- und Kritisch-Schwellen übersetzt und mit Reaktionszeit, Zuständigkeit und Eskalationsweg verbunden.
  3. Schritt 3: Skalierung kontrolliert vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Kapazitätsbedarf ermittelt, Plan- beziehungsweise Speicheränderung bewertet und ein belastbarer Vorher-Nachher-Test für die Änderung ausgeführt.
  4. Schritt 4: Wartung und Versionswechsel begleiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Wartungsfenster, Auswirkungen auf Clients, Kompatibilitätsprüfung und Nachkontrollen in ein standardisiertes Change-Runbook überführt.
  5. Schritt 5: Störungsszenario bearbeiten. Praktisches Arbeitsergebnis: erhöhter Lag, fehlerhafte ACL und überlastete Partitionen schrittweise isoliert, Gegenmaßnahmen priorisiert und Kommunikation sowie Abschlussanalyse dokumentiert.

Praxisübungen

  • Bereitstellung und TLS-Test eines Kafka-Services
  • Topicdesign mit Retention, Kompaktierung und Partitionsstrategie
  • Lasttest mit Produzenten und mehreren Consumer-Group-Mitgliedern
  • Aufbau und Negativtest eines minimalen ACL-Konzepts
  • Schemaänderung mit Kompatibilitätskontrolle
  • Incident-Übung zu Lag, Berechtigungsfehler und Kapazitätsgrenze

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Kafka-Administration und Middleware-Betrieb; Technische Leitung von Event-Streaming-Plattformen
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundkenntnisse zu verteilten Systemen; Grundverständnis von Produzenten, Konsumenten und Nachrichten
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 4 Tage
Linz 4 Tage
Salzburg 4 Tage
Graz 4 Tage
Wien 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Stream live 4 Tage
Innsbruck 4 Tage
Stream gespeichert 4 Tage
Klagenfurt 4 Tage
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