Seminar Aiven Platform – Betrieb, Wartung und Kostensteuerung

Das Seminar standardisiert den laufenden Plattformbetrieb von der täglichen Kontrolle bis zum planbaren Change. Technische Stabilität und Kostenwirkung werden gemeinsam betrachtet, statt erst auf Rechnung oder Störung zu reagieren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Nutzen
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Tag 1: Servicezustand, Wartung und Kapazität
  7. Tag 2: Kosten, Lifecycle und Incident Management
  8. Praxisübungen

Einordnung und Nutzen

Servicezustände, Metriken, Logs, Alerts, Wartungsfenster, obligatorische und optionale Updates, Major Upgrades, Planwechsel, Zusatzspeicher, Disk Autoscaler, Power-Cycle-Grenzen, Billing Groups, Tags, Kostenallokation, Support und Incident-Prozesse werden in konkrete Betriebsroutinen überführt.

Zielgruppe

  • Cloud- und Plattformadministration
  • DevOps- und Site-Reliability-Engineering
  • Technische Architektur und Betrieb
  • FinOps und Cloud-Kostenverantwortliche
  • Service Management und technische Betriebsleitung

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
  • Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
  • Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung

Lernziele

  • Tägliche, wöchentliche und monatliche Betriebskontrollen definieren
  • Wartungsupdates und Major Upgrades mit geeigneten Tests begleiten
  • Kapazitätsgrenzen erkennen und Plan- sowie Speicheränderungen sicher durchführen
  • Billing Groups, Billing Tags und Ownership für Kostenallokation einsetzen
  • Nichtproduktive Ressourcen und Speicher wirtschaftlich steuern
  • Incidents und Supporteskalationen mit vollständigen Diagnosedaten bearbeiten

Seminarinhalte

Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.

Tag 1: Servicezustand, Wartung und Kapazität

Der erste Tag entwickelt ein belastbares technisches Betriebsverfahren.

  1. Schritt 1: Betriebsinventar und Serviceziele anlegen. Praktisches Arbeitsergebnis: Services, Kritikalität, Eigentümer, Wartungsfenster, Zielverfügbarkeit, RPO/RTO und Alarmkanal in einer zentralen Übersicht erfasst.
  2. Schritt 2: Metriken, Logs und Events korrelieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Status, CPU, Speicher, Disk, Verbindungen, Durchsatz, Fehler und Plattformereignisse zu einem wiederholbaren Gesundheitscheck verbunden.
  3. Schritt 3: Wartungsupdate vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Ankündigung, betroffene Version, Clientkompatibilität, Testumgebung, Backupstand, Wartungszeit und Nachprüfungen in eine Change-Checkliste überführt.
  4. Schritt 4: Plan und Speicher skalieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Trend und Spitzenlast ausgewertet, 25-Prozent-Speicherreserve berücksichtigt und eine Plan- beziehungsweise Zusatzspeicheränderung mit Vorher-Nachher-Messung durchgeführt.
  5. Schritt 5: Autoscaling und Grenzfälle bewerten. Praktisches Arbeitsergebnis: Disk Autoscaler, Schwellen, fehlende Skalierung während Rebuild, Read-only-Risiko und maximale Speicherkapazität in eine passende Schutzstrategie aufgenommen.

Tag 2: Kosten, Lifecycle und Incident Management

Der zweite Tag verbindet technische Entscheidungen mit finanzieller und organisatorischer Verantwortung.

  1. Schritt 1: Billing-Struktur und Kostenstellen modellieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Projekte Billing Groups zugeordnet und Abteilungen, Umgebungen beziehungsweise Produkte über Billing Tags eindeutig auswertbar gemacht.
  2. Schritt 2: Kostenbestand analysieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Servicepläne, zusätzliche Disk, private Netzwerkoptionen, Backups, Support, Laufzeiten und ungenutzte Services nach Einsparpotenzial priorisiert.
  3. Schritt 3: Power-Off und Löschung sicher entscheiden. Praktisches Arbeitsergebnis: servicespezifische Datenfolgen, Backupaufbewahrung, Kafka-Datenverlust, Abhängigkeiten und Wiederanlauf vor einer Abschaltung geprüft.
  4. Schritt 4: Major Upgrade und End-of-Life steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: Versionslebenszyklus, Unumkehrbarkeit, Kompatibilität, neue Backupbasis, Test und Termin in einen Freigabeprozess überführt.
  5. Schritt 5: Incident und Supportticket bearbeiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Symptom, Zeitachse, Service- und Projekt-ID, reproduzierbare Schritte, Fehler, Metriken, Logs, Schweregrad und bereits ausgeführte Maßnahmen vollständig dokumentiert.

Praxisübungen

  • Aufbau eines technischen Gesundheitschecks für mehrere Servicearten
  • Change-Plan für Wartungsupdate und Planwechsel
  • Kapazitätstrend mit Speicherreserve und Autoscaler-Entscheidung
  • Kostenallokation über Billing Groups und Tags
  • Abschaltentscheidung für eine nichtproduktive Umgebung mit Datenfolgenprüfung
  • Incident- und Supportticket-Simulation mit vollständigem Diagnosepaket

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; FinOps und Cloud-Kostenverantwortliche; Service Management und technische Betriebsleitung
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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