Dieser Intensivpfad verdichtet die plattformweiten Administrations-, Sicherheits-, Netzwerk-, Betriebs- und Automationsseminare in einer zusammenhängenden Woche. Alle Übungen verwenden ein gemeinsames Organisations- und Projektmodell.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Nutzen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Tag 1: Plattformmodell und Service-Lifecycle
- Tag 2: Identity, Berechtigungen und Governance
- Tag 3: Netzwerk, Private Connectivity und BYOC
- Tag 4: Wartung, Skalierung, Kosten und Resilienz
- Tag 5: API, CLI, Infrastructure as Code und Aiven MCP
- Praxisübungen
Einordnung und Nutzen
Die Woche fasst Grundlagen, Governance, Identity, private Netzwerke, BYOC-Einordnung, Wartung, Skalierung, Kosten, Backup und Disaster Recovery sowie API, CLI, Terraform, Kubernetes Operator und Aiven MCP zusammen. Die Vertiefung einzelner Produkte bleibt den spezialisierten Seminaren vorbehalten; die Plattformprozesse werden dagegen vollständig durchgespielt.
Zielgruppe
- Cloud- und Plattformadministration
- DevOps- und Site-Reliability-Engineering
- Technische Architektur und Betrieb
- Security- und Governance-Verantwortliche
- Plattformarchitektur und technische Teamleitung
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
- Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
- Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
- Grundkenntnisse in mindestens einem Automationswerkzeug sind hilfreich
Lernziele
- Organisation, Organisationseinheiten, Projekte und Services governancegerecht strukturieren
- Rollen, Gruppen, SSO, Tokens und Servicezugriffe nach Minimalprinzip absichern
- Öffentliche und private Netzwerkpfade einschließlich BYOC sachgerecht auswählen
- Wartung, Skalierung, Backup, Kosten und Notfallabläufe standardisieren
- Plattformänderungen über API, CLI, Terraform und Kubernetes deklarativ steuern
- KI-gestützte Administration mit Aiven MCP kontrolliert und nachvollziehbar einsetzen
Seminarinhalte
Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.
Tag 1: Plattformmodell und Service-Lifecycle
Der erste Tag richtet ein tragfähiges Organisations- und Projektmodell ein.
- Schritt 1: Organisation und Einheiten strukturieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Abteilungen, Umgebungen, Verantwortungen und Datenklassen in Organisationseinheiten und Projekte übersetzt, ohne unnötige Mandantengrenzen zu erzeugen.
- Schritt 2: Namens-, Tag- und Ownership-Regeln definieren. Praktisches Arbeitsergebnis: einheitliche Namen, technische und Billing-Tags, Eigentümer, Kostenstelle und Kritikalität als verbindliche Mindestmetadaten festgelegt.
- Schritt 3: Serviceauswahl und Bereitstellung standardisieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Workload, Cloud, Region, Plan, Verfügbarkeit und Integrationen in eine wiederholbare Service-Checkliste überführt.
- Schritt 4: Service-Lifecycle ausführen. Praktisches Arbeitsergebnis: Anlage, Statuskontrolle, Benutzer, Integration, Skalierung, Power-Cycle-Grenzen und Löschung mit dokumentierten Vorprüfungen nachvollzogen.
- Schritt 5: Betriebsübergabe vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Inventar, Abhängigkeiten, Zugang, Serviceziele, Alarmwege und Verantwortlichkeiten in einer kompakten Serviceakte zusammengeführt.
Tag 2: Identity, Berechtigungen und Governance
Der zweite Tag baut eine belastbare Zugangskette vom Identitätsanbieter bis zum Servicebenutzer.
- Schritt 1: Rollen- und Berechtigungsmatrix entwerfen. Praktisches Arbeitsergebnis: Organisation-, Unit-, Projekt- und Serviceaufgaben in minimale Rollen übersetzt und privilegierte Tätigkeiten gesondert ausgewiesen.
- Schritt 2: Gruppen und SSO einrichten. Praktisches Arbeitsergebnis: verifizierte Domain, SAML-Identitätsanbieter, Gruppenabbildung und Anmeldeweg geplant beziehungsweise in der Schulungsumgebung nachvollzogen.
- Schritt 3: Provisionierung und Authentifizierung absichern. Praktisches Arbeitsergebnis: SCIM-Einordnung, Tokenrotation, Zwei-Faktor-Authentifizierung für Passwortkonten und Notfallzugänge in einen Lebenszyklus überführt.
- Schritt 4: Persönliche und technische Tokens verwalten. Praktisches Arbeitsergebnis: Zweckbindung, Ablage, Ablauf, Rotation, Widerruf und Nutzungskontrolle für CLI, API und Automationssysteme festgelegt.
- Schritt 5: Governance-Kontrollen durchführen. Praktisches Arbeitsergebnis: Minimalrechte, ausgeschiedene Benutzer, verwaiste Servicekonten, Tagpflicht und kritische Konfigurationsabweichungen mit einer Prüfliste kontrolliert.
Tag 3: Netzwerk, Private Connectivity und BYOC
Der dritte Tag entscheidet über Datenpfade und setzt einen privaten Zugriff exemplarisch um.
- Schritt 1: Verkehrsflüsse und DNS erfassen. Praktisches Arbeitsergebnis: Anwendungsquellen, Serviceziele, Ports, Namensauflösung, Rückwege und Datenresidenz in einem nachvollziehbaren Netzwerkdiagramm dokumentiert.
- Schritt 2: Öffentlichen Zugriff härten. Praktisches Arbeitsergebnis: TLS, IP-Filter, statische Adressen, minimale Quellnetze und Abschaltung nicht benötigter Servicekomponenten als Basisschutz umgesetzt.
- Schritt 3: Projekt-VPC und Peering planen. Praktisches Arbeitsergebnis: CIDR-Überlappung, Cloudregion, Routen, Sicherheitsregeln und Verantwortungsgrenze geprüft und ein Peering-Ablauf mit Statuskontrolle erstellt.
- Schritt 4: Private Endpoint-Verfahren vergleichen. Praktisches Arbeitsergebnis: AWS PrivateLink, Azure Private Link und Google Private Service Connect nach Serviceunterstützung, Routing, DNS, Kosten und Betriebsaufwand bewertet.
- Schritt 5: BYOC-Entscheidung vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Kontroll- und Datenebene, Cloudkonto, Subnetze, Verschlüsselung, Compliance, Tags, Supportgrenze und Betriebsverantwortung in eine Entscheidungsvorlage überführt.
Tag 4: Wartung, Skalierung, Kosten und Resilienz
Der vierte Tag macht Änderungen vorhersehbar und Kosten transparent.
- Schritt 1: Wartungsfenster und Updates steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: obligatorische, optionale und Major Updates unterschieden, Wartungszeitpunkt festgelegt und Vor-, Während- und Nachprüfungen dokumentiert.
- Schritt 2: Kapazität und Skalierung planen. Praktisches Arbeitsergebnis: CPU, Speicher, Disk, Verbindungen, Durchsatz und Wachstumsrate in Warnschwellen sowie eine begründete Plan- oder Speicheränderung übersetzt.
- Schritt 3: Kostenmodell und Billing strukturieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Billing Groups, Project- und Billing-Tags, Speicher, Netzwerkoptionen, Laufzeiten und nichtproduktive Services in ein monatliches Kostenkontrollverfahren aufgenommen.
- Schritt 4: Backup und Wiederherstellung differenzieren. Praktisches Arbeitsergebnis: servicespezifische Sicherung, Fork, Point-in-Time-Recovery, Snapshot und Replikation nach RPO/RTO ausgewählt und mit Wiederherstellungsprüfungen versehen.
- Schritt 5: Incident- und DR-Runbook erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Erkennung, Triage, Stabilisierung, Kommunikation, Supportticket, Wiederanlauf, Datenprüfung und Nachbereitung als feste Reihenfolge definiert.
Tag 5: API, CLI, Infrastructure as Code und Aiven MCP
Der fünfte Tag automatisiert die zuvor definierten Kontrollen mit abgestuftem Risiko.
- Schritt 1: API und CLI für Inventar einsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Tokenzugang eingerichtet, Organisation, Projekte und Services maschinenlesbar abgefragt und Abweichungen gegen Mindeststandards markiert.
- Schritt 2: Sichere Änderungsautomation erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Vorprüfung, Soll-Ist-Vergleich, explizite Freigabe, Änderung, Funktionstest und Protokollierung in einem CLI-Ablauf umgesetzt.
- Schritt 3: Terraform-State und Module anwenden. Praktisches Arbeitsergebnis: eine vorhandene Ressource importiert, ein Servicebaustein geplant und eine Driftänderung kontrolliert behandelt.
- Schritt 4: Kubernetes Operator einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Custom Resource, Secret, Reconciliation und GitOps-Freigabe für ein Kubernetes-zentriertes Bereitstellungsmodell durchgespielt.
- Schritt 5: Aiven MCP begrenzen und prüfen. Praktisches Arbeitsergebnis: Read-only-Modus, Werkzeug- und Servicebegrenzung, genehmigungspflichtige Aktionen, Prompt-Hygiene und Nachkontrolle für KI-gestützte Administration festgelegt.
Praxisübungen
- Aufbau eines Organisations-, Projekt- und Tagging-Modells
- Berechtigungsreview mit Gruppen, Rollen und Token-Lebenszyklus
- Netzwerkentscheidung und exemplarischer privater Verbindungsablauf
- Wartungs-, Skalierungs-, Kosten- und DR-Runbook
- API-/CLI-Inventar und Terraform-Plan mit Driftkontrolle
- MCP-Sicherheitsprofil mit Read-only- und Freigaberegeln
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Security- und Governance-Verantwortliche; Plattformarchitektur und technische Teamleitung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundkenntnisse in mindestens einem Automationswerkzeug sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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