Seminar Aiven for PostgreSQL – Administration und Performance

Das Seminar behandelt PostgreSQL als verwalteten, aber weiterhin fachlich anspruchsvollen Datenbankservice. Verwaltungsgrenzen, SQL-Performance, Verbindungslast, Hochverfügbarkeit und Wiederherstellung werden praktisch miteinander verbunden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Nutzen
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Tag 1: Service, Rollen, Datenbanken und Verbindungen
  7. Tag 2: Queryanalyse, Indizes und Ressourcen
  8. Tag 3: Hochverfügbarkeit, Backup, Migration und Lifecycle
  9. Praxisübungen

Einordnung und Nutzen

Von der Servicebereitstellung über Rollen, Datenbanken, Extensions und TLS führt der Kurs zu PgBouncer, pg_stat_statements, EXPLAIN, Index- und Speicheranalyse. Automatische Backups, Point-in-Time-Recovery, Forks, Read Replicas, logische Migration, Major Upgrades und Cross-Region-Disaster-Recovery werden als kontrollierte Betriebsverfahren eingeordnet.

Zielgruppe

  • Cloud- und Plattformadministration
  • DevOps- und Site-Reliability-Engineering
  • Technische Architektur und Betrieb
  • PostgreSQL-Datenbankadministration
  • Entwicklung und Architektur mit Datenbankverantwortung

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
  • Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
  • Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
  • Gute SQL-Grundkenntnisse
  • Grundkenntnisse zu Transaktionen, Indizes und PostgreSQL sind hilfreich

Lernziele

  • Aiven-for-PostgreSQL-Services sicher bereitstellen und verwalten
  • Rollen, Datenbanken, Schemas und Extensions innerhalb des Managed-Service-Modells administrieren
  • Verbindungslast mit PgBouncer kontrollieren
  • Langsame Abfragen und Indexprobleme messbar analysieren
  • Backups, Point-in-Time-Recovery, Replikate und Migrationen einordnen
  • Skalierung, Major Upgrades und Disaster-Recovery-Abläufe vorbereiten

Seminarinhalte

Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.

Tag 1: Service, Rollen, Datenbanken und Verbindungen

Der erste Tag schafft eine sichere und sauber getrennte Datenbankumgebung.

  1. Schritt 1: Plan und Verfügbarkeitsmodell auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: CPU, RAM, I/O, Speicher, Knotenanzahl, Region und Ausfallanforderung anhand eines konkreten Anwendungsprofils bewertet.
  2. Schritt 2: TLS-Zugang und Verbindungswege testen. Praktisches Arbeitsergebnis: direkte und Read-only-Verbindungsinformationen unterschieden, CA-Zertifikat eingesetzt und Clientverhalten bei Wiederverbindung geprüft.
  3. Schritt 3: Rollen- und Schemamodell umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Login-, Eigentümer- und Anwendungsrollen getrennt, Datenbank- sowie Schemaschutz eingerichtet und Rechte mit Positiv- und Negativtests belegt.
  4. Schritt 4: Extensions und Managed-Service-Grenzen prüfen. Praktisches Arbeitsergebnis: verfügbare Extensions, avnadmin-Rechte und aiven_extras eingeordnet und ein administrativer Vorgang ohne Superuserrechte umgesetzt.
  5. Schritt 5: PgBouncer-Pool konfigurieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Poolmodus, Datenbank, Benutzer, Poolgröße und Verbindungsgrenze eingestellt und direkte mit gepoolter Verbindungslast verglichen.

Tag 2: Queryanalyse, Indizes und Ressourcen

Der zweite Tag führt von Messdaten zu belastbaren Optimierungen.

  1. Schritt 1: Arbeitslast und langsame Abfragen erfassen. Praktisches Arbeitsergebnis: pg_stat_statements, Laufzeit, Aufrufzahl, I/O, temporäre Dateien und Sperren gesammelt und nach Gesamtwirkung priorisiert.
  2. Schritt 2: EXPLAIN und EXPLAIN ANALYZE lesen. Praktisches Arbeitsergebnis: Scanarten, Joinverfahren, Kardinalitätsschätzungen, Sortierung und tatsächliche Laufzeit schrittweise interpretiert.
  3. Schritt 3: Indexstrategie verbessern. Praktisches Arbeitsergebnis: fehlenden, redundanten und wenig genutzten Index unterschieden, einen zielgerichteten Index erstellt und Lese- sowie Schreibwirkung gemessen.
  4. Schritt 4: Vakuum, Bloat und lange Transaktionen beurteilen. Praktisches Arbeitsergebnis: Dead Tuples, Autovacuum, älteste Transaktion und blockierende Sessions korreliert und eine sichere Bereinigungsmaßnahme festgelegt.
  5. Schritt 5: Speicher und Parallelität abstimmen. Praktisches Arbeitsergebnis: shared_buffers, work_mem, temporäre Dateien, parallele Worker und Dateisystemcache im Managed-Service-Kontext bewertet, ohne unkontrolliert Einzelparameter zu erhöhen.

Tag 3: Hochverfügbarkeit, Backup, Migration und Lifecycle

Der dritte Tag konzentriert sich auf Wiederherstellbarkeit und größere Änderungen.

  1. Schritt 1: Automatische Backups und PITR planen. Praktisches Arbeitsergebnis: Backupfenster, Aufbewahrung, verschlüsselte Sicherung und gewünschter Wiederherstellungszeitpunkt in ein getestetes Recovery-Szenario überführt.
  2. Schritt 2: Fork und Read Replica einsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Fork für Test beziehungsweise Wiederherstellung und Read Replica für Leseentlastung beziehungsweise Regionennähe eingerichtet und Datenstand geprüft.
  3. Schritt 3: Logische Migration vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Quellvoraussetzungen, Publication, Subscription, Replikationsslot, Initialkopie und Umschaltkontrolle für eine kontinuierliche Migration dokumentiert.
  4. Schritt 4: Major Upgrade kontrollieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Extension- und Anwendungskompatibilität, Wartungszeitpunkt, Unumkehrbarkeit sowie neue Backupbasis berücksichtigt und ein verbindlicher Abnahmeplan erstellt.
  5. Schritt 5: Cross-Region-DR und Betriebsrunbook einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Recovery-Service, Switchover, Failover, Rückkehr, RPO/RTO und anwendungsseitige Umschaltung in ein abgestimmtes Notfallverfahren integriert.

Praxisübungen

  • Rollen- und Schemamodell mit Minimalrechten
  • PgBouncer-Test mit hoher Clientzahl und Statistikvergleich
  • Optimierung einer langsamen Abfrage mit EXPLAIN ANALYZE
  • Analyse von langer Transaktion, Sperre und Autovacuum-Auswirkung
  • PITR-/Fork-Szenario und Datenstandskontrolle
  • Migrations- oder Major-Upgrade-Runbook mit eindeutigen Abnahmekriterien

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; PostgreSQL-Datenbankadministration; Entwicklung und Architektur mit Datenbankverantwortung
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Gute SQL-Grundkenntnisse; Grundkenntnisse zu Transaktionen, Indizes und PostgreSQL sind hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Stream live 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
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