Seminar Archi Applikations- und Datenarchitektur modellieren

Anwendungslandschaften und Informationsflüsse werden in einem gemeinsamen Modell so verbunden, dass Integrations-, Portfolio- und Modernisierungsentscheidungen nachvollziehbar werden.

Das Seminar trennt Anwendungen, Services, Schnittstellen, Funktionen, Datenobjekte und fachliche Informationsobjekte sauber voneinander. Ergänzend werden Portfoliosichten, Abhängigkeitsanalysen, Rückverfolgbarkeit und Qualitätsprüfung aufgebaut.

Inhaltsverzeichnis

  1. Lernziele
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Kapitel 1: Applikationsarchitektur modellieren
  5. Kapitel 2: Daten- und Informationsarchitektur modellieren
  6. Kapitel 3: Applikationsportfolio, Schnittstellen und Lebenszyklen
  7. Kapitel 4: Ebenenübergreifende Beziehungen und Rückverfolgbarkeit
  8. Kapitel 5: Sichten und Viewpoints zielgerichtet aufbauen
  9. Kapitel 6: Abhängigkeits-, Auswirkungs- und Pfadanalyse
  10. Kapitel 7: Validator und systematische Qualitätsprüfung
  11. Praxisübungen

Lernziele

  • Anwendungslandschaften und Informationsflüsse werden in einem gemeinsamen Modell so verbunden, dass Integrations-, Portfolio- und Modernisierungsentscheidungen nachvollziehbar werden.
  • Die behandelten Funktionen und Modellierungsmuster werden in einem zusammenhängenden Übungsmodell angewendet.
  • Qualitäts-, Dokumentations- und Wiederholbarkeitsanforderungen werden in jedem Arbeitsschritt berücksichtigt.

Zielgruppe

Enterprise Architects, Application Architects, Data Architects, Solution Architects, Integrationsverantwortliche und Anwendungsportfolio-Manager.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von Archi und der ArchiMate-Grundnotation werden vorausgesetzt; Erfahrungen mit Anwendungslandschaften sind hilfreich.

Seminarinhalte

Kapitel 1: Applikationsarchitektur modellieren

Kapitelübersicht: Anwendungskomponenten, Services, Schnittstellen, Funktionen, Prozesse und Datenobjekte werden für Portfolio- und Integrationsfragen strukturiert.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Systemgrenze
  2. Anwendungskomponenten von Funktionen
  3. Schnittstellen
  4. Redundanzen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Systemgrenze, Anwendungsschnitt, fachliche Fähigkeit und betrachteten Lebenszyklus der Anwendungen bestimmen.
  2. Schritt 2: Anwendungskomponenten von Funktionen, Prozessen, Interaktionen und angebotenen Services sauber unterscheiden.
  3. Schritt 3: Schnittstellen, Service-Nutzung und Datenflüsse zwischen Anwendungen modellieren, ohne technische Details vorwegzunehmen.
  4. Schritt 4: Redundanzen, Kopplung, kritische Abhängigkeiten und Modernisierungskandidaten anhand der Sichten analysieren.

Kapitel 2: Daten- und Informationsarchitektur modellieren

Kapitelübersicht: Geschäftsobjekte, Datenobjekte, Zugriffe und Verantwortlichkeiten werden über Geschäfts- und Anwendungsebene hinweg nachvollziehbar verknüpft.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Informationsdomänen
  2. Geschäftsobjekte von technischen Datenobjekten unterscheiden und nachvollziehbare Realisieru...
  3. Erzeugung
  4. Datenredundanz

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Informationsdomänen, zentrale Begriffe, fachliche Eigentümerschaft und Qualitätsanforderungen erfassen.
  2. Schritt 2: Geschäftsobjekte von technischen Datenobjekten unterscheiden und nachvollziehbare Realisierungsbeziehungen herstellen.
  3. Schritt 3: Erzeugung, Nutzung, Veränderung und Weitergabe von Informationen entlang ausgewählter Prozesse modellieren.
  4. Schritt 4: Datenredundanz, Medienbrüche, fehlende Verantwortungen und sensible Informationsflüsse in Analysesichten kennzeichnen.

Kapitel 3: Applikationsportfolio, Schnittstellen und Lebenszyklen

Kapitelübersicht: Anwendungslandschaften werden nach Nutzung, Verantwortung, Abhängigkeiten und Lebenszyklus für Portfolioentscheidungen analysiert.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Portfolioumfang
  2. Anwendungen mit Services
  3. Redundanz
  4. Handlungsoptionen priorisieren und mit Zielarchitektur

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Portfolioumfang, Anwendungskriterien, Lebenszykluswerte, Verantwortlichkeiten und Bewertungsmaßstäbe definieren.
  2. Schritt 2: Anwendungen mit Services, Schnittstellen, Datenobjekten, Geschäftsprozessen und Technologieabhängigkeiten verbinden.
  3. Schritt 3: Redundanz, Kritikalität, technische Schuld, Ablösungsbedarf und Konzentrationsrisiken in fokussierten Sichten darstellen.
  4. Schritt 4: Handlungsoptionen priorisieren und mit Zielarchitektur, Übergangszuständen sowie Roadmap verknüpfen.

Kapitel 4: Ebenenübergreifende Beziehungen und Rückverfolgbarkeit

Kapitelübersicht: Strategische, fachliche, anwendungsbezogene und technische Konzepte werden zu einer belastbaren Wirkungskette verbunden.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Eine konkrete Fragestellung auswählen
  2. Realisierungs-
  3. Vom Treiber beziehungsweise Ziel über Fähigkeiten und Services bis zu Anwendungen und Techno...
  4. Abkürzungen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Eine konkrete Fragestellung auswählen, die mindestens drei Architekturebenen und einen Veränderungsbezug umfasst.
  2. Schritt 2: Realisierungs-, Serving-, Access-, Assignment- und Einflussbeziehungen semantisch passend einsetzen.
  3. Schritt 3: Vom Treiber beziehungsweise Ziel über Fähigkeiten und Services bis zu Anwendungen und Technologie rückverfolgen.
  4. Schritt 4: Abkürzungen, unbegründete Beziehungen und Lücken in der Kette erkennen und mit fachlichen Nachweisen korrigieren.

Kapitel 5: Sichten und Viewpoints zielgerichtet aufbauen

Kapitelübersicht: Sichten werden aus Stakeholderfragen abgeleitet und so begrenzt, dass sie eine konkrete Entscheidung unterstützen.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Stakeholder
  2. Einen passenden Viewpoint wählen und die dafür relevanten Konzepte aus dem Modellbaum zusamm...
  3. Layout
  4. Die Sicht gegen die Ausgangsfrage testen und nicht benötigte Inhalte konsequent entfernen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Stakeholder, Entscheidung, Informationsbedarf und gewünschte Detailtiefe vor der Diagrammerstellung festhalten.
  2. Schritt 2: Einen passenden Viewpoint wählen und die dafür relevanten Konzepte aus dem Modellbaum zusammenstellen.
  3. Schritt 3: Layout, Gruppierung, Beschriftung und visuelle Hervorhebung auf eine eindeutige Leserichtung ausrichten.
  4. Schritt 4: Die Sicht gegen die Ausgangsfrage testen und nicht benötigte Inhalte konsequent entfernen.

Kapitel 6: Abhängigkeits-, Auswirkungs- und Pfadanalyse

Kapitelübersicht: Modellbeziehungen werden genutzt, um Ursachen, Auswirkungen, kritische Ketten und strukturelle Risiken systematisch zu untersuchen.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Analysefrage
  2. Direkte und indirekte Abhängigkeiten mit Navigator
  3. Kritische Pfade
  4. Analysebefund mit Modellverantwortlichen validieren und als überprüfbare Entscheidungsaussag...

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Analysefrage, Startkonzepte, Beziehungstypen, Richtung und maximale Untersuchungstiefe festlegen.
  2. Schritt 2: Direkte und indirekte Abhängigkeiten mit Navigator, Visualiser und fokussierten Sichten nachvollziehen.
  3. Schritt 3: Kritische Pfade, gemeinsame Abhängigkeiten, Zyklen, Single Points of Failure und nicht begründete Verbindungen markieren.
  4. Schritt 4: Analysebefund mit Modellverantwortlichen validieren und als überprüfbare Entscheidungsaussage dokumentieren.

Kapitel 7: Validator und systematische Qualitätsprüfung

Kapitelübersicht: Automatische Prüfungen und fachliche Reviews werden zu einem belastbaren Qualitätssicherungsverfahren verbunden.

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  1. Prüfumfang
  2. Den Validator ausführen
  3. Fehler schrittweise beheben
  4. Eine Review-Checkliste für Benennung

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Prüfumfang, Qualitätskriterien und zulässige Ausnahmen für Modell, Sichten, Beziehungen und Eigenschaften festlegen.
  2. Schritt 2: Den Validator ausführen, Meldungen nach Ursache und Auswirkung klassifizieren und Fehlalarme von echten Defekten trennen.
  3. Schritt 3: Fehler schrittweise beheben, danach erneut validieren und die Veränderung der Befundlage nachvollziehen.
  4. Schritt 4: Eine Review-Checkliste für Benennung, Semantik, Lesbarkeit, Vollständigkeit und Freigabestatus anwenden.

Praxisübungen

  • Eine heterogene Anwendungslandschaft mit Services und Schnittstellen strukturieren.
  • Ein fachliches Informationsobjekt bis zu technischen Datenobjekten und Anwendungen zurückverfolgen.
  • Modernisierungskandidaten anhand von Abhängigkeiten, Redundanzen und Lebenszyklen bewerten.

Alle Übungen werden an einem konsistenten Arbeitsmodell ausgeführt. Zwischenergebnisse werden geprüft, korrigiert und in einem nachvollziehbaren Modellstand gespeichert.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Enterprise Architects, Application Architects, Data Architects, Solution Architects, Integrationsverantwortliche und Anwendungsportfolio-Manager.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von Archi und der ArchiMate-Grundnotation werden vorausgesetzt; Erfahrungen mit Anwendungslandschaften sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Schritt-für-Schritt-Übungen und Praxisfälle am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Durchführung mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.at All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben