Seminar DevOps-Toolchains mit Dogus planen und betreiben

Eine Sammlung beliebter Werkzeuge ist noch keine Toolchain. Erst definierte Übergaben, gemeinsame Identitäten, nachvollziehbare Artefakte und klare Verantwortlichkeiten erzeugen einen belastbaren Prozess.

Der Kurs beginnt beim Software-Lebenszyklus und leitet daraus ein minimales, ausbaubares Dogu-Set ab. Technische und organisatorische Entscheidungen werden in einem Zielbild dokumentiert.

Inhaltsübersicht

  1. Zielgruppe
  2. Lernziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Arbeitsweise

Zielgruppe

DevOps-Architektur, Entwicklungsleitung, Plattformbetrieb, CI/CD Engineering, Qualitätsmanagement und technische Produktverantwortung

Lernziele

  • Teilnehmende können Anforderungen entlang des Software-Lebenszyklus strukturiert erfassen.
  • Teilnehmende können passende Dogus ohne unnötige Funktionsüberschneidung auswählen.
  • Teilnehmende können Pipelines, Quality Gates und Artefaktflüsse entwerfen.
  • Teilnehmende können Governance und Betrieb der Toolchain verbindlich organisieren.

Seminarinhalte

1. Anforderungen entlang des Software-Lebenszyklus

Toolauswahl folgt den Arbeitsabläufen und nicht umgekehrt. Planen, Code, Build, Test, Release, Deploy und Betrieb werden mit Verantwortlichkeiten beschrieben.

  1. Bestehende Entwicklungs- und Freigabeprozesse als Wertstrom aufnehmen.
  2. Medienbrüche, manuelle Übergaben, Wartezeiten und fehlende Nachweise markieren.
  3. Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen für jede Phase formulieren.
  4. Nichtfunktionale Anforderungen wie Sicherheit, Verfügbarkeit und Datenhoheit ergänzen.

2. Dogu-Auswahl und Toolchain-Architektur

Dogus werden zu einer integrierten Toolchain kombiniert. Funktionsüberschneidungen und unnötige Abhängigkeiten werden bewusst vermieden.

  1. Für jede Prozessphase benötigte Funktionen und Datenobjekte zuordnen.
  2. Passende Dogus für Projektmanagement, Quellcode, CI, Analyse, Artefakte und Wissen auswählen.
  3. Übergaben, Single Sign-on, Navigation und technische Integrationen im Zielbild eintragen.
  4. Minimalen Startumfang und spätere Ausbaustufen versioniert festlegen.

3. Architektur und zentrale Plattformkomponenten

Die Architektur wird vom Zugang über gemeinsame Dienste bis zu den Anwendungs-Dogus betrachtet. Abhängigkeiten und Betriebsgrenzen werden als übersichtliches Modell dokumentiert.

  1. Zugangsweg, Namensauflösung, TLS-Terminierung und Reverse Proxy in das Architekturmodell eintragen.
  2. CAS, LDAP, Registry, Warp-Menü, Administrationsdienste und Backup-Funktionen zuordnen.
  3. Persistente Daten, Konfigurationsdaten und Laufzeitdaten getrennt betrachten.
  4. Fehlerdomänen und kritische Abhängigkeiten für Betrieb und Wiederanlauf kennzeichnen.

4. CAS, Single Sign-on und Sitzungssteuerung

Zentrale Anmeldung vereinfacht die Nutzung, erhöht aber die Bedeutung des Identitätsdienstes. Anmeldefluss, Weiterleitungen und Abmeldung werden technisch geprüft.

  1. Anmeldefluss vom Browser über CAS bis zum Ziel-Dogu nachvollziehen.
  2. Service-Registrierung, vertrauenswürdige Zieladressen und Zertifikate kontrollieren.
  3. Sitzungsdauer, Abmeldung, Fehlversuche und Mehrfaktoroptionen bewerten.
  4. Fehlerbilder wie Schleifen, falsche Rücksprungziele und Zertifikatsprobleme diagnostizieren.

5. Automatisierung, Quality Gates und Nachweise

Eine Toolchain schafft erst durch verbindliche Regeln reproduzierbare Qualität. Pipelines, Prüfungen und Freigaben werden als zusammenhängender Prozess gestaltet.

  1. Build-, Test-, Analyse- und Artefaktschritte in einer Pipelinefolge anordnen.
  2. Quality Gates mit messbaren Kriterien und klarer Verantwortlichkeit definieren.
  3. Versionierung, Freigabe, Promotion und Rückverfolgbarkeit von Artefakten festlegen.
  4. Fehlerpfade, manuelle Genehmigungen und Notfallausnahmen dokumentieren.

6. Blueprints entwerfen und versionieren

Blueprints beschreiben standardisierte Tool-Sets mit definierten Dogu-Versionen. Sie werden als kontrollierte Plattformartefakte behandelt.

  1. Zielgruppe, Funktionsumfang und verbindliche Dogus des Tool-Sets bestimmen.
  2. Versionen, Abhängigkeiten, optionale Bestandteile und Namensräume festlegen.
  3. Blueprint eindeutig versionieren und Änderungshistorie führen.
  4. Freigabekriterien für technische Prüfung, Sicherheit und fachliche Abnahme definieren.

7. Betriebsmodell und Governance der Toolchain

Werkzeugverantwortung, Plattformverantwortung und Prozessverantwortung werden getrennt, aber abgestimmt organisiert.

  1. Servicekatalog, Eigentümer, Supportgrenzen und Lebenszyklus je Dogu festlegen.
  2. Änderungs-, Update-, Backup- und Berechtigungsprozess vereinheitlichen.
  3. Nutzungskennzahlen, technische Schulden und Ablösungskriterien definieren.
  4. Regelkreis für Feedback, Priorisierung und kontrollierte Weiterentwicklung etablieren.

Praxisübungen

  • Wertstromaufnahme eines Beispiel-Entwicklungsprozesses
  • Entwurf einer Dogu-basierten Zielarchitektur
  • Definition von Quality Gates und Artefaktpromotion
  • Erstellung eines Service- und Verantwortungsmodells für die Toolchain

Arbeitsweise

Gruppenarbeit am Toolchain-Zielbild wird durch technische Demonstrationen typischer Integrationspunkte ergänzt.

Fachbereichsleitung und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DevOps-Architektur, Entwicklungsleitung, Plattformbetrieb, CI/CD Engineering, Qualitätsmanagement und technische Produktverantwortung
Voraussetzungen: Grundverständnis von Softwareentwicklung, Versionsverwaltung, CI/CD, Artefaktmanagement und Cloudogu-Grundlagen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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