Seminar Migration von CES-VM zu MultiNode

Eine Migration ist kein bloßer Datentransfer. Versionen, Dogu-Kompatibilität, Identitäten, externe Integrationen, Speicher und Zugangswege müssen vor dem Cutover übereinstimmen.

Der dreitägige Umfang ermöglicht eine vollständige Testmigration mit Zeitmessung und Fehlerbereinigung. Die produktive Umschaltung wird anhand eines präzisen Runbooks simuliert.

Inhaltsübersicht

  1. Zielgruppe
  2. Lernziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Arbeitsweise

Zielgruppe

Cloudogu-Administration, Kubernetes-Betrieb, Migrationsleitung, Infrastrukturarchitektur und technische Anwendungsverantwortung

Lernziele

  • Teilnehmende können Quellinstanz und Migrationsrisiken vollständig inventarisieren.
  • Teilnehmende können eine kompatible MultiNode-Zielinstanz vorbereiten.
  • Teilnehmende können Testmigration und produktiven Cutover kontrolliert durchführen.
  • Teilnehmende können Daten und Geschäftsprozesse abnehmen sowie Rückfall sicher entscheiden.

Seminarinhalte

1. Quellinstanz inventarisieren und Migrationsreife prüfen

Die Migration beginnt mit einem vollständigen Bild der Quellinstanz. Dogus, Versionen, Daten, Integrationen und Sonderkonfigurationen müssen bekannt sein.

  1. Installierte Dogus, Versionen, Datenvolumen, Benutzerquellen und externe Integrationen erfassen.
  2. Gesundheitszustand, offene Updates, Sicherungsfähigkeit und Altlasten bewerten.
  3. Kompatibilität der Dogus mit der Zielplattform und notwendige Ersatzkomponenten prüfen.
  4. Migrationsumfang, Ausschlüsse, Ausfallfenster und Abnahmekriterien verbindlich festlegen.

2. Cluster-, Netzwerk- und Speicheranforderungen

Vor der Installation werden Kubernetes-Version, Namensauflösung, Zertifikate, Ingress, Storage und Zugriffskonzepte verbindlich geprüft.

  1. Clusterzustand, Knotenressourcen, Zeitsynchronisation und Administrationszugang verifizieren.
  2. Ingress, DNS, Load Balancing, Zertifikatsbereitstellung und ausgehende Verbindungen testen.
  3. Storage Classes, Zugriffsmuster, Sicherungsfähigkeit und Kapazitätsgrenzen bewerten.
  4. Abweichungen vor Installationsbeginn beseitigen und in einer Freigabecheckliste nachweisen.

3. Zielinstanz und Versionsgleichheit herstellen

Die Zielumgebung wird vor dem Datentransfer technisch fertiggestellt. Quell- und Zielbestand werden kontrolliert angeglichen.

  1. MultiNode-Ziel gemäß Cluster-, Netzwerk-, Storage- und Sicherheitsvorgaben installieren.
  2. Benötigte Dogus und Komponenten in kompatiblen Versionen bereitstellen.
  3. Zielkonfiguration, Geheimnisse, Mailzugang und Migrationszugriffe vorbereiten.
  4. Gleichheit und bekannte Ausnahmen mit einer maschinenlesbaren und einer fachlichen Liste nachweisen.

4. Sicherungsumfang, Ziele und Richtlinien

Ein Plattformbackup umfasst mehr als Anwendungsdateien. Dogu-Daten, Metadaten, Instanzkonfiguration und Registry-Inhalte werden gemeinsam betrachtet.

  1. Schutzbedarf, Wiederanlaufzeit und maximal tolerierbaren Datenverlust festlegen.
  2. Zu sichernde Datenbereiche und ausgeschlossene temporäre Daten dokumentieren.
  3. Externes Sicherungsziel, Verschlüsselung, Aufbewahrung und Löschfristen bestimmen.
  4. Sicherungsrichtlinie mit Zeitplan, Verantwortlichkeit und Prüfverfahren freigeben.

5. Testmigration, Cutover und Datentransfer

Mindestens eine vollständige Testmigration dient der Zeitmessung und Fehlerbereinigung. Der produktive Cutover folgt einem freigegebenen Ablaufplan.

  1. Importer und erforderliche Geheimnisse im Ziel kontrolliert einrichten.
  2. Testlauf durchführen, Laufzeiten messen und Fehlermeldungen bis zur Ursache bearbeiten.
  3. Produktiven Freeze auslösen, letzte Sicherung erstellen und Datenübertragung starten.
  4. Fortschritt überwachen, Abbruchkriterien beachten und Umschaltentscheidung dokumentieren.

6. Abnahme, Rückfall und Nacharbeiten

Nach dem Datentransfer werden technische und fachliche Funktionen geprüft. Die Quelle bleibt bis zur formalen Abnahme unverändert verfügbar.

  1. Anmeldung, Rollen, Dogu-Daten, Repositories, Jobs, Artefakte und Integrationen prüfen.
  2. Datenmengen, Stichproben und Protokolle zwischen Quelle und Ziel vergleichen.
  3. Bei Abnahmekriterien außerhalb der Toleranz den vorbereiteten Rückfall auslösen.
  4. Nach Freigabe DNS beziehungsweise Zugangsweg umstellen, Monitoring schärfen und Quelle kontrolliert stilllegen.

7. Observability mit Monitoring und Ereignissen

Metriken, Logs, Kubernetes-Ereignisse und Plattformzustände werden zu einem Diagnosebild zusammengeführt.

  1. Grafana-Dashboards und Prometheus-Signale für Knoten, Plattform und Dogus einordnen.
  2. Kubernetes-Ereignisse, Pod-Zustände und Containerlogs zeitlich korrelieren.
  3. Alarmgrenzen für Ressourcen, Verfügbarkeit, Neustarts und Volume-Nutzung festlegen.
  4. Vom Alarm über Diagnose und Behebung bis zur Dokumentation einen vollständigen Vorfall bearbeiten.

8. Notfallwiederanlauf und Desaster-Recovery

Der Wiederanlauf nach vollständigem Ausfall benötigt mehr als einen Restore-Befehl. Infrastruktur, Identitäten, Zertifikate, Sicherungszugang und Kommunikationswege müssen verfügbar sein.

  1. Notfallszenarien nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisieren.
  2. Ersatzinfrastruktur, Zugangsmittel, Zertifikate und externe Sicherungsdaten bereithalten.
  3. Wiederanlaufreihenfolge von Plattformdiensten und Anwendungs-Dogus festlegen.
  4. Übung auswerten, Zeitwerte messen und erkannte Lücken in den Notfallplan übernehmen.

Praxisübungen

  • Erstellung eines Migrationsinventars und einer Kompatibilitätsmatrix
  • Herstellung der Versionsgleichheit in einer Zielumgebung
  • Durchführung eines vollständigen Testlaufs
  • Simulation des Cutovers mit Abbruch- und Rückfallkriterien
  • Technische und fachliche Abnahme anhand definierter Prüfpunkte

Arbeitsweise

Das Seminar ist als Migrationsprojekt mit Rollen, Runbook, Testlauf, Cutover und Abnahme organisiert.

Fachbereichsleitung und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloudogu-Administration, Kubernetes-Betrieb, Migrationsleitung, Infrastrukturarchitektur und technische Anwendungsverantwortung
Voraussetzungen: Gute Cloudogu- und Kubernetes-Kenntnisse; Erfahrung mit Backup, DNS, TLS, Storage und Änderungsplanung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
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