Das Seminar verbindet fachliche Nutzungsbedingungen mit technischer Policy-Auswertung. ODRL-Regeln werden konsistent modelliert, an geeignete EDC-Scopes gebunden und durch Policy Functions ausgewertet; laufende Verpflichtungen und zeitliche Bedingungen werden über Monitoring- und Abbruchprozesse kontrolliert.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- ODRL-Policies fachlich korrekt und technisch auswertbar modellieren.
- Policy Scopes, Contexts und Bindings gezielt einsetzen.
- Participant Claims und Credentials in Policy Functions prüfen.
- Zeit- und Laufzeitbedingungen mit In-Force-Prüfung überwachen.
- Policy-Fehler, Performance und Auditierbarkeit beherrschen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Policy-Zielbild und ODRL-Bausteine
Schwerpunkt: Offer, Agreement, Permission, Prohibition, Duty, Action, Target, Constraint, Operator, Left Operand und Right Operand.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Policy-Zielbild und ODRL-Bausteine“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Offer, Agreement, Permission, Prohibition, Duty, Action, Target, Constraint, Operator, Left Operand und Right Operand modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein konsistentes Policy-Vokabular und Regelmodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
2. Policy Engine und Auswertungsmodell
Schwerpunkt: POJO-Regelbaum, Visitor-Verarbeitung, Atomic Constraint Rule Function, Rückgabewerte, Fehlermeldungen und Erweiterungspunkte.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Policy Engine und Auswertungsmodell“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von POJO-Regelbaum, Visitor-Verarbeitung, Atomic Constraint Rule Function, Rückgabewerte, Fehlermeldungen und Erweiterungspunkte modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen nachvollziehbaren Policy-Auswertungsprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
3. Scopes, Contexts und Bindings
Schwerpunkt: Catalog, Contract Negotiation, Transfer, Provisioning, Request, Policy Context Hierarchie, Bindings und gefilterte Regeln.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Scopes, Contexts und Bindings“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Catalog, Contract Negotiation, Transfer, Provisioning, Request, Policy Context Hierarchie, Bindings und gefilterte Regeln modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine zielgerichtete Scope- und Binding-Matrix dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
4. Claims, Credentials und Participant Agent
Schwerpunkt: Claims Map, Credential Types, Issuer Trust, Scope Mapping, fehlende Claims, Mehrfachnachweise und minimale Offenlegung.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Claims, Credentials und Participant Agent“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Claims Map, Credential Types, Issuer Trust, Scope Mapping, fehlende Claims, Mehrfachnachweise und minimale Offenlegung modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine belastbare Claim- und Credential-Prüfung dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
5. Zeit- und In-Force-Policies
Schwerpunkt: Duration, Fixed Date, Not Before, Until, laufende Agreements, Re-Evaluation, Policy Monitor und Terminierung.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Zeit- und In-Force-Policies“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Duration, Fixed Date, Not Before, Until, laufende Agreements, Re-Evaluation, Policy Monitor und Terminierung modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten zeitabhängigen Usage-Control-Prozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
6. Custom Policy Functions
Schwerpunkt: Funktionsregistrierung, Operatoren, Datentypen, externe Prüfquellen, Caching, Fehlerbehandlung, Unit Tests und Performance.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Custom Policy Functions“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Funktionsregistrierung, Operatoren, Datentypen, externe Prüfquellen, Caching, Fehlerbehandlung, Unit Tests und Performance modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine produktionsnahe benutzerdefinierte Policy-Funktion dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
7. Governance, Test und Audit
Schwerpunkt: Policy-Katalog, Eigentümerschaft, Versionierung, Positiv- und Negativtests, Entscheidungsnachweis, Metriken und Abweichungsmanagement.
- Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Governance, Test und Audit“ erfassen.
- Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Policy-Katalog, Eigentümerschaft, Versionierung, Positiv- und Negativtests, Entscheidungsnachweis, Metriken und Abweichungsmanagement modellieren.
- Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen revisionsfähigen Policy-Lifecycle dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Modellierung mehrerer ODRL-Policies mit Claims, Zeitfenstern und Duties.
- Implementierung und Test einer benutzerdefinierten Policy Function.
- Simulation einer In-Force-Verletzung mit kontrollierter Prozessreaktion.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Datenraum- und Security-Architektur, EDC-Entwicklung, Compliance Engineering, Datenproduktmanagement und technische Governance.
Voraussetzungen: EDC-Grundlagen, JSON-LD und ODRL-Basiswissen; Java-Kenntnisse für die Entwicklungsübungen.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, API-Arbeit, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als technischer Standard wiederholbar bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenraum- und Security-Architektur, EDC-Entwicklung, Compliance Engineering, Datenproduktmanagement und technische Governance |
| Voraussetzungen: | EDC-Grundlagen, JSON-LD und ODRL-Basiswissen; Java-Kenntnisse für die Entwicklungsübungen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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