Seminar KNX / ETS6 – Refresher für erfahrene Integratoren

Schwerpunkt und Nutzen

Der Refresher aktualisiert vorhandene KNX- und ETS-Kenntnisse und konzentriert sich auf typische Schwachstellen gewachsener Arbeitsweisen. Projektstruktur, Gruppenadressierung, Diagnose, Sicherung und Secure-Grundlagen werden anhand kurzer Praxisfälle überprüft und vereinheitlicht.

Ein bestehendes Projekt mit uneinheitlichen Namen, veralteten Arbeitsständen und mehreren Fehlern bildet den Ausgangspunkt. Die Bearbeitung erfolgt bewusst nicht als Grundlagenkurs: bekannte Funktionen werden zügig wiederholt und unmittelbar auf aktuelle ETS6-Arbeitsweisen, Qualitätsregeln und Betriebsanforderungen angewendet.

Inhaltsübersicht

  • Schwerpunkt und Nutzen
  • Lernziele
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Tag 1: ETS6-Arbeitsweise und Projektqualität
  • Tag 2: Inbetriebnahme, Diagnose und sichere Pflege
  • Praxisaufgaben
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Vorhandene ETS-Kenntnisse auf einen einheitlichen Arbeitsstand bringen
  • Projekt-, Topologie- und Gruppenadressstrukturen schnell beurteilen
  • Typische Parametrierungs- und Kommunikationsfehler sicher erkennen
  • Diagnosewerkzeuge effizient und nachvollziehbar einsetzen
  • Archive, Änderungen und Secure-Grundlagen in die tägliche Praxis integrieren
  • Eigene Arbeitsstandards mit konkreten Prüfpunkten aktualisieren

Schrittweise Seminarinhalte

Jeder Themenblock folgt derselben Arbeitslogik: Ausgangslage und Sollverhalten festlegen, relevante ETS6- und Anlagenobjekte modellieren, Konfiguration schrittweise umsetzen, Funktion mit Positiv- und Negativfällen prüfen und den technischen Prüfbefund dokumentieren.

Tag 1: ETS6-Arbeitsweise und Projektqualität

  1. Schritt 1: ETS6-Arbeitsweise und aktuelle Funktionen auffrischen Bekannte ETS-Abläufe werden mit der aktuellen ETS6-Oberfläche, Projektverwaltung und Diagnosepraxis abgeglichen. Gewohnheiten aus älteren Projekten werden auf Risiken geprüft; schnellere Arbeitswege werden nur übernommen, wenn Benennung, Sicherung und Prüfbarkeit erhalten bleiben.
  2. Schritt 2: Gebäude-, Funktions- und Nutzungsstruktur in ETS6 Ein Mustergebäude wird in Etagen, Räume, Verteilungen, Gewerke und wiederkehrende Funktionsbereiche gegliedert. Die Struktur wird so aufgebaut, dass Projektierung, Inbetriebnahme, Fehlersuche und spätere Änderungen dieselben Bezeichnungen und Suchwege verwenden; Namensregeln und Verantwortungsgrenzen werden unmittelbar festgelegt.
  3. Schritt 3: Gruppenadresskonzept und Benennungsstandard Eine dreistufige Gruppenadressstruktur wird aus Gebäude, Gewerk und Funktion entwickelt und gegen alternative Schemata bewertet. Schreib-, Rückmelde-, Status-, Zentral- und Alarmobjekte erhalten eindeutige Namen; Reserven, Wiederverwendbarkeit und Importmöglichkeiten werden berücksichtigt, bevor die Struktur im Projekt ausgerollt wird.
  4. Schritt 4: Kennzeichnungen, Status und Projektqualität Geräte, Funktionen und Arbeitspakete erhalten einheitliche Kennzeichnungen für Bearbeitungsstand, Prüfung und Freigabe. Unvollständige Objekte, provisorische Adressen und offene Abweichungen werden sichtbar gemacht, damit ein Projekt nicht allein aufgrund eines erfolgreichen Downloads als fertig gilt.

Tagesprüfung: Die am 1. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Tag 2: Inbetriebnahme, Diagnose und sichere Pflege

  1. Schritt 1: Gruppenmonitor, Busmonitor und Filter Gruppenmonitor und Busmonitor werden für unterschiedliche Diagnoseziele eingesetzt und mit Zeit-, Adress- sowie Ereignisfiltern kombiniert. Telegramme werden nach Quelle, Ziel, Datenpunkttyp, Wert, Wiederholung und Bestätigung bewertet; relevante Ausschnitte werden als Diagnosebeleg gesichert.
  2. Schritt 2: Systematische Fehlereingrenzung Die Fehlersuche folgt einer festen Reihenfolge von Symptom, Sollfunktion, physischer Erreichbarkeit, Adressierung, Parametrierung, Gruppenkommunikation und beteiligten Systemgrenzen. Für jeden Prüfschritt werden erwartete Beobachtung, Messwerkzeug und Entscheidungskriterium festgelegt, sodass Vermutungen durch reproduzierbare Nachweise ersetzt werden.
  3. Schritt 3: Projektarchive, Sicherung und Wiederherstellung Projektstände werden mit eindeutiger Benennung, Status und Verantwortlichkeit in ein kontrolliertes Archiv überführt. Automatische und manuelle Sicherungswege, Wiederherstellung sowie Prüfung der Lesbarkeit werden erprobt; ein beschädigter oder falscher Stand wird anhand definierter Merkmale erkannt und ausgeschlossen.
  4. Schritt 4: Schutzbedarf, Schlüssel und Sicherheitsmodell Schutzziele für Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit werden auf KNX-Funktionen übertragen. Projektpasswort, Geräteschlüssel, Gruppenkommunikation und Managementzugriffe werden voneinander abgegrenzt; aus dem Schutzbedarf entsteht eine konkrete Secure-Planung statt einer pauschalen Aktivierung.

Tagesprüfung: Die am 2. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Praxisaufgaben

  1. Übung 1: Ein uneinheitliches Projekt in kurzer Zeit nach Risiko und Bearbeitungsbedarf bewerten. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  2. Übung 2: Gruppenadressen, Datenpunkttypen und Statusobjekte einer Beispielanlage korrigieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  3. Übung 3: Zwei vorbereitete Störungen mit Gruppenmonitor und fester Prüfkette beheben. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  4. Übung 4: Projektarchiv und minimale Secure-Betriebsregeln für das Beispielprojekt aktualisieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: KNX-Integratoren, Elektrofachkräfte, Planungs- und Serviceteams mit früherer ETS-Erfahrung, die nach Projektpause, Versionswechsel oder wechselnden Arbeitsweisen einen kompakten Praxisabgleich benötigen.

Voraussetzungen: Frühere praktische Arbeit mit KNX und einer ETS-Version. Grundbegriffe wie Topologie, Gruppenadresse, Datenpunkttyp und Inbetriebnahme müssen bekannt sein.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch ETS6-Demonstrationen, strukturierte Laboraufgaben und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Übung werden Ausgangsstand, Prüfkriterien und Dokumentationspflicht vorgegeben. Änderungen erfolgen einzeln und nachvollziehbar; eine Korrektur gilt erst nach Wiederholung des ursprünglichen Tests als bestätigt.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: KNX-Integratoren, Elektrofachkräfte, Planungs- und Serviceteams mit früherer ETS-Erfahrung, die nach Projektpause, Versionswechsel oder wechselnden Arbeitsweisen einen kompakten Praxisabgleich benötigen.
Voraussetzungen: Frühere praktische Arbeit mit KNX und einer ETS-Version. Grundbegriffe wie Topologie, Gruppenadresse, Datenpunkttyp und Inbetriebnahme müssen bekannt sein.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte ETS6- und Laborübungen, kontrollierte Fehlerfälle und technische Prüflisten
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Stream live 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
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