Seminar KNX – Gebäudeklimatisierung und HVAC mit ETS6

Schwerpunkt und Nutzen

Raumtemperaturregelung verbindet Sensorwerte, Sollwerte, Betriebsarten, Fensterzustände, Regler und Stellglieder. Fehlerhafte Prioritäten oder ungeeignete Reglerparameter führen zu Komfortproblemen, unnötigem Energieverbrauch und schwer nachvollziehbarem Anlagenverhalten.

Eine Heiz- und Kühlzone wird vollständig projektiert und in Betrieb genommen. Betriebsarten, Sollwertverschiebung, Fensterkontakt, Präsenz und Stellgrößen werden kombiniert. Trendbeobachtung und kontrollierte Änderungen zeigen, wie Regelverhalten beurteilt wird, ohne mehrere Parameter gleichzeitig zu verändern.

Inhaltsübersicht

  • Schwerpunkt und Nutzen
  • Lernziele
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Tag 1: Raumtemperaturregelung und Betriebsarten
  • Tag 2: Sequenzen, Inbetriebnahme und Optimierung
  • Praxisaufgaben
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Temperatur-, Sollwert-, Betriebsart- und Stellgrößendaten korrekt abbilden
  • Zweipunkt-, PWM- und stetige Regelung einordnen
  • Komfort, Nacht, Standby und Schutzbetrieb logisch verknüpfen
  • Fensterkontakt, Präsenz und manuelle Übersteuerung priorisieren
  • Heiz-, Kühl- und Lüftungssequenzen mit Verriegelungen aufbauen
  • Regelverhalten anhand von Trends und definierten Kriterien prüfen

Schrittweise Seminarinhalte

Jeder Themenblock folgt derselben Arbeitslogik: Ausgangslage und Sollverhalten festlegen, relevante ETS6- und Anlagenobjekte modellieren, Konfiguration schrittweise umsetzen, Funktion mit Positiv- und Negativfällen prüfen und den technischen Prüfbefund dokumentieren.

Tag 1: Raumtemperaturregelung und Betriebsarten

  1. Schritt 1: Raumtemperaturregelung und Stellgrößen Sollwert, Istwert, Betriebsart, Reglerparameter und Stellgröße werden zu einer vollständigen Regelkette verbunden. Zweipunkt-, PWM- und stetige Ansteuerung werden verglichen; Sensorqualität, Ventilantrieb, Zykluszeiten und Rückmeldungen werden aufeinander abgestimmt und am Laboraufbau geprüft.
  2. Schritt 2: Betriebsarten, Sollwertverschiebung und Fensterkontakte Komfort, Standby, Nacht und Frostschutz werden mit Sollwertverschiebung, Präsenz und Fensterzustand verknüpft. Prioritäten und Rückkehrbedingungen werden so festgelegt, dass Bedienung, Zeitprogramm und Energiesparfunktionen nicht gegeneinander arbeiten; Zustandswechsel werden im Gruppenmonitor verfolgt.
  3. Schritt 3: Datenpunkttypen, Kommunikationsobjekte und Flags Kommunikationsobjekte werden passenden Datenpunkttypen zugeordnet und hinsichtlich Richtung, Einheit, Wertebereich sowie Statusverhalten geprüft. Kommunikations-, Schreib-, Lese-, Übertragungs- und Aktualisierungsflags werden bewusst gesetzt; fehlerhafte Kombinationen werden im Busmonitor sichtbar gemacht und korrigiert.
  4. Schritt 4: Geräteparameter, Kanäle und Funktionsabhängigkeiten Sensor- und Aktorkanäle werden von der Grundfunktion bis zu Sperren, Prioritäten, Rückmeldungen und Verhalten nach Busspannungswiederkehr parametriert. Abhängigkeiten zwischen Parametern werden nachvollzogen, in einer Prüfliste festgehalten und mit einem reproduzierbaren Sollverhalten verbunden.

Tagesprüfung: Die am 1. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Tag 2: Sequenzen, Inbetriebnahme und Optimierung

  1. Schritt 1: Heiz-, Kühl- und Lüftungssequenzen Umschalt-, Totzonen- und Kaskadenkonzepte werden für kombinierte Heiz- und Kühlsysteme modelliert. Ventile, Fan-Coils, Lüftungsstufen und Freigaben werden mit definierten Verriegelungen verbunden; Grenzfälle wie gleichzeitige Anforderungen oder fehlende Rückmeldungen werden geprüft.
  2. Schritt 2: HVAC-Inbetriebnahme und Trendbewertung Sensorwerte, Sollwerte, Betriebsarten und Stellgrößen werden über einen festgelegten Beobachtungszeitraum erfasst. Plausibilitätsgrenzen, Reaktionszeiten und Übersteuerungen zeigen, ob Parametrierung oder Anlagentechnik angepasst werden muss; Änderungen werden einzeln vorgenommen und erneut bewertet.
  3. Schritt 3: Gruppenmonitor, Busmonitor und Filter Gruppenmonitor und Busmonitor werden für unterschiedliche Diagnoseziele eingesetzt und mit Zeit-, Adress- sowie Ereignisfiltern kombiniert. Telegramme werden nach Quelle, Ziel, Datenpunkttyp, Wert, Wiederholung und Bestätigung bewertet; relevante Ausschnitte werden als Diagnosebeleg gesichert.
  4. Schritt 4: Funktionsprüfung und technische Abnahme Aus der Funktionsbeschreibung entsteht eine Testmatrix mit Vorbedingungen, Auslöser, erwarteten Telegrammen, sichtbarer Reaktion und Akzeptanzkriterium. Abweichungen werden klassifiziert, nachgebessert und erneut geprüft; erst vollständige Nachweise führen zur Freigabe des jeweiligen Funktionspakets.

Tagesprüfung: Die am 2. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.

Praxisaufgaben

  1. Übung 1: Eine vollständige Raumregelung aus Istwert, Sollwert, Betriebsart und Stellgröße aufbauen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  2. Übung 2: Fensterkontakt, Präsenz und Zeitprogramm mit klaren Prioritäten kombinieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  3. Übung 3: Heiz- und Kühlanforderung mit Totzone und Verriegelung parametrieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
  4. Übung 4: Regelverhalten beobachten, eine Einzeländerung durchführen und erneut bewerten. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: KNX-Systemintegratoren, TGA- und HVAC-Fachkräfte, MSR-Technik, Gebäudeautomation, Inbetriebnahme, Energie- und Facility-Management.

Voraussetzungen: KNX- und ETS6-Grundkenntnisse sowie grundlegendes Verständnis von Raumtemperaturregelung, Heiz- und Kühlsystemen. Vertiefte Regelungstechnik ist nicht erforderlich.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch ETS6-Demonstrationen, strukturierte Laboraufgaben und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Übung werden Ausgangsstand, Prüfkriterien und Dokumentationspflicht vorgegeben. Änderungen erfolgen einzeln und nachvollziehbar; eine Korrektur gilt erst nach Wiederholung des ursprünglichen Tests als bestätigt.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: KNX-Systemintegratoren, TGA- und HVAC-Fachkräfte, MSR-Technik, Gebäudeautomation, Inbetriebnahme, Energie- und Facility-Management.
Voraussetzungen: KNX- und ETS6-Grundkenntnisse sowie grundlegendes Verständnis von Raumtemperaturregelung, Heiz- und Kühlsystemen. Vertiefte Regelungstechnik ist nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte ETS6- und Laborübungen, kontrollierte Fehlerfälle und technische Prüflisten
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
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Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
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