Seminar Maestro – Debugging, Stabilität und Flake-Reduktion

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Praxisnutzen

Seminarprofil

Dieses praxisorientierte Seminar behandelt systematische Diagnose und nachhaltige Stabilisierung unzuverlässiger UI-Tests. Die Arbeit erfolgt schrittweise an ausführbaren Flows, klar definierten Testzuständen und nachvollziehbaren Diagnoseartefakten. Konfiguration, Testlogik und Betriebsanforderungen werden so verbunden, dass die erarbeiteten Muster in produktiven Teams weiterverwendbar bleiben.

Lernziele

  • Fehler nach Ursache klassifizieren
  • Hierarchie und Artefakte gemeinsam auswerten
  • starre Pausen durch Zustandswarten ersetzen
  • Flaky Tests reproduzieren, korrigieren und überwachen

Seminarinhalte

Schritt 1: Elementhierarchie und Ausführungsprotokoll diagnostisch nutzen

Fehlende oder falsch ausgewählte Elemente werden anhand der zugänglichen Hierarchie untersucht. Ausführungsprotokoll, Hierarchieausgabe und Screenshots werden zusammen betrachtet, bevor ein Selektor geändert wird.

  • Elementbaum zum Fehlerzeitpunkt erfassen
  • tatsächlichen Zustand mit erwarteter Oberfläche vergleichen
  • Selektoränderungen klein halten und mit Gegenfällen prüfen

Schritt 2: Screenshots und Aufzeichnungen gezielt einsetzen

Bildmaterial wird nicht als Ersatz für Assertions, sondern als Diagnose- und Dokumentationsmittel genutzt. Aufnahmezeitpunkt, Dateibenennung und sensible Bildinhalte werden kontrolliert.

  • aussagekräftige Screenshots an fachlichen Übergängen erzeugen
  • Aufzeichnungen für schwer reproduzierbare Fehler erstellen
  • Artefakte nach Lauf, Gerät und Szenario eindeutig ordnen

Schritt 3: Stabile Selektoren entwickeln

Elemente werden bevorzugt über fachlich stabile Merkmale angesprochen. Text, Kennung und Zustand werden gegeneinander abgewogen; fragile Koordinaten und zufällige Bildschirmpositionen werden vermieden. Die Selektorstrategie wird als Teamregel dokumentiert.

  • Text- und ID-Selektion anhand der Oberfläche bewerten
  • reguläre Ausdrücke nur bei kontrollierten Varianten einsetzen
  • Eindeutigkeit vor jeder Interaktion mit einer Prüfung bestätigen

Schritt 4: Synchronisation ohne starre Pausen gestalten

Die integrierte Wartelogik wird bewusst genutzt und nur dort ergänzt, wo asynchrone Verarbeitung oder lange Hintergrundvorgänge dies erfordern. Feste Schlafzeiten werden durch beobachtbare Zustände ersetzt.

  • automatisches Warten und Animationsruhe verstehen
  • extendedWaitUntil für fachliche Zustände einsetzen
  • Timeouts begründen, begrenzen und als Diagnosehinweis dokumentieren

Schritt 5: Warten, Wiederholung und Fehlerpfade begrenzen

Für unvermeidbar variable Systeme werden kontrollierte Warte- und Wiederholungsstrategien entworfen. Jede Wiederholung besitzt eine klare Abbruchbedingung und liefert bei Misserfolg verwertbare Diagnoseinformationen.

  • beobachtbare Zielbedingungen statt pauschaler Pausen verwenden
  • Wiederholung auf den kleinsten instabilen Abschnitt begrenzen
  • Timeouts und Abbruchgründe im Bericht sichtbar machen

Schritt 6: Testdaten und Ausgangszustände kontrollieren

Ein verlässlicher Test benötigt definierte Daten. Lokale App-Daten, Serverzustand und eindeutige Testobjekte werden so vorbereitet, dass parallele oder wiederholte Läufe einander nicht beeinflussen.

  • lokalen Zustand löschen oder gezielt erhalten
  • eindeutige Testdaten je Lauf erzeugen
  • Aufräumen und Wiederanlauf nach fehlgeschlagenen Tests festlegen

Schritt 7: Flaky Tests methodisch analysieren

Unzuverlässige Tests werden nach Ursache klassifiziert: Synchronisation, Selektor, Testdaten, Geräteinstabilität oder echter Produktfehler. Wiederholungen dienen der Diagnose und nicht dem Verdecken struktureller Probleme.

  • Fehlerhäufigkeit und betroffene Umgebung erfassen
  • kleinsten reproduzierbaren Flow isolieren
  • Korrektur durch kontrollierte Mehrfachausführung bestätigen

Schritt 8: Kennzahlen und Wartungsaufwand bewerten

Abdeckung wird nicht nur als Anzahl von Flows betrachtet. Laufzeit, Stabilität, Fehlerentdeckungsrate, Diagnosezeit und Pflegeaufwand bilden gemeinsam ein belastbares Steuerungsbild.

  • Stabilität und Dauer je Laufklasse messen
  • echte Produktfehler von Testinfrastrukturfehlern trennen
  • Kennzahlen für Verbesserungen statt für Ranglisten verwenden

Praxisübungen

  1. Instabilen Flow auf den kleinsten reproduzierbaren Abschnitt reduzieren
  2. Koordinaten und feste Pausen durch Selektor- und Zustandslogik ersetzen
  3. Stabilitätsmessung über mehrere Geräte und Wiederholungen mit klarer Fehlerklassifikation durchführen

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: QA Engineers, Testautomatisierer, Mobile-Entwickler und Verantwortliche für Testplattformen.

Voraussetzungen: Bestehende Maestro-Flows und Grundkenntnisse in Selektoren, Assertions und Geräteausführung.

Praxisnutzen

Nach Abschluss stehen belastbare Vorgehensweisen, wiederverwendbare YAML-Bausteine und klare Prüfkriterien zur Verfügung. Tests können reproduzierbar ausgeführt, fachlich verständlich bewertet und bei Fehlern mit einer systematischen Diagnose bearbeitet werden.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: QA Engineers, Testautomatisierer, Mobile-Entwickler und Verantwortliche für Testplattformen
Voraussetzungen: Bestehende Maestro-Flows und Grundkenntnisse in Selektoren, Assertions und Geräteausführung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, schrittweise Anleitungen, praktische Übungen und gemeinsame Fehleranalyse am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 2 Tage
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Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Innsbruck 2 Tage
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Klagenfurt 2 Tage
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