Seminar Maestro – Selektoren, Befehle und robuste Assertions

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Praxisnutzen

Seminarprofil

Dieses praxisorientierte Seminar behandelt präzise Elementauswahl, vollständige Benutzerinteraktionen und aussagekräftige UI-Prüfungen. Die Arbeit erfolgt schrittweise an ausführbaren Flows, klar definierten Testzuständen und nachvollziehbaren Diagnoseartefakten. Konfiguration, Testlogik und Betriebsanforderungen werden so verbunden, dass die erarbeiteten Muster in produktiven Teams weiterverwendbar bleiben.

Lernziele

  • Selektoren nach Stabilität auswählen
  • komplexe Ansichten relational adressieren
  • Interaktionsbefehle kontrolliert kombinieren
  • Assertions aus fachlichen Erwartungen ableiten
  • asynchrone Oberflächen ohne starre Pausen synchronisieren

Seminarinhalte

Schritt 1: Stabile Selektoren entwickeln

Elemente werden bevorzugt über fachlich stabile Merkmale angesprochen. Text, Kennung und Zustand werden gegeneinander abgewogen; fragile Koordinaten und zufällige Bildschirmpositionen werden vermieden. Die Selektorstrategie wird als Teamregel dokumentiert.

  • Text- und ID-Selektion anhand der Oberfläche bewerten
  • reguläre Ausdrücke nur bei kontrollierten Varianten einsetzen
  • Eindeutigkeit vor jeder Interaktion mit einer Prüfung bestätigen

Schritt 2: Relationale Selektoren für komplexe Ansichten nutzen

Wiederholte Karten, Listen und Formulare werden über Beziehungen zwischen Elementen unterschieden. Ein Ziel wird nicht nur anhand seines eigenen Textes, sondern anhand von Eltern-, Kind- oder Nachbarelementen präzisiert.

  • below, above, leftOf und rightOf sinnvoll kombinieren
  • containsChild und containsDescendants für Kartenstrukturen einsetzen
  • Selektoren gegen geänderte Reihenfolgen und zusätzliche Einträge testen

Schritt 3: Kernbefehle für Interaktion und Navigation anwenden

Die wichtigsten Benutzeraktionen werden nicht isoliert, sondern in einem zusammenhängenden Ablauf eingesetzt. Berührungen, Texteingaben, Scrollen, Zurück-Navigation und Geräteaktionen werden nach ihrer Stabilität und ihrem fachlichen Zweck ausgewählt.

  • tapOn, inputText und eraseText kontrolliert kombinieren
  • scrollUntilVisible und swipe für lange Oberflächen einsetzen
  • Zurück-, Home- und Geräteaktionen gezielt verwenden

Schritt 4: Formulare und Eingabefälle vollständig testen

Formulare werden mit gültigen, ungültigen und grenzwertigen Daten geprüft. Tastaturverhalten, Maskierung, Löschvorgänge und Validierungsmeldungen werden als Teil des Benutzerablaufs betrachtet.

  • Eingabefelder leeren, befüllen und erneut fokussieren
  • positive und negative Validierungsfälle strukturieren
  • Tastatur und verdeckte Schaltflächen stabil behandeln

Schritt 5: Mehrstufige Navigation abbilden

Tabs, modale Ansichten, tiefe Navigationspfade und Rücksprünge werden zu stabilen Teilabläufen zusammengesetzt. Die Navigation bleibt auch dann nachvollziehbar, wenn sich Zwischenansichten oder Startzustände ändern.

  • Startpunkt und Zielzustand jeder Navigation festlegen
  • modale Ansichten und Back-Stack kontrollieren
  • kritische Übergänge durch Zwischenprüfungen absichern

Schritt 6: Aussagekräftige Assertions formulieren

Prüfungen werden aus fachlichen Erwartungen abgeleitet. Sichtbarkeit, Nicht-Sichtbarkeit, aktivierbarer Zustand und Textvarianten werden so kombiniert, dass ein Fehler eine verständliche Ursache zeigt und nicht nur einen beliebigen Folgeschritt stoppt.

  • assertVisible und assertNotVisible gezielt platzieren
  • Zustandsmerkmale wie enabled, checked oder selected prüfen
  • Fehlermeldungen durch kleine, fachlich benannte Prüfschritte verbessern

Schritt 7: Synchronisation ohne starre Pausen gestalten

Die integrierte Wartelogik wird bewusst genutzt und nur dort ergänzt, wo asynchrone Verarbeitung oder lange Hintergrundvorgänge dies erfordern. Feste Schlafzeiten werden durch beobachtbare Zustände ersetzt.

  • automatisches Warten und Animationsruhe verstehen
  • extendedWaitUntil für fachliche Zustände einsetzen
  • Timeouts begründen, begrenzen und als Diagnosehinweis dokumentieren

Schritt 8: Elementhierarchie und Ausführungsprotokoll diagnostisch nutzen

Fehlende oder falsch ausgewählte Elemente werden anhand der zugänglichen Hierarchie untersucht. Ausführungsprotokoll, Hierarchieausgabe und Screenshots werden zusammen betrachtet, bevor ein Selektor geändert wird.

  • Elementbaum zum Fehlerzeitpunkt erfassen
  • tatsächlichen Zustand mit erwarteter Oberfläche vergleichen
  • Selektoränderungen klein halten und mit Gegenfällen prüfen

Praxisübungen

  1. Fragile Koordinateninteraktionen durch stabile Text-, ID- und Relationsselektoren ersetzen
  2. Komplexes Formular mit positiven und negativen Prüfpfaden automatisieren
  3. Asynchronen Listen- oder Suchablauf mit Zustandswarten und präzisen Assertions absichern

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: QA Engineers, Testautomatisierer und Mobile-Entwickler mit ersten Maestro-Flows.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in YAML und ein lokal ausführbarer Beispiel-Flow.

Praxisnutzen

Nach Abschluss stehen belastbare Vorgehensweisen, wiederverwendbare YAML-Bausteine und klare Prüfkriterien zur Verfügung. Tests können reproduzierbar ausgeführt, fachlich verständlich bewertet und bei Fehlern mit einer systematischen Diagnose bearbeitet werden.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: QA Engineers, Testautomatisierer und Mobile-Entwickler mit ersten Maestro-Flows
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in YAML und ein lokal ausführbarer Beispiel-Flow
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, schrittweise Anleitungen, praktische Übungen und gemeinsame Fehleranalyse am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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