Seminar MID Innovator – Modellkonfiguration Profile, Stereotype und Verifikationen

Das Aufbauseminar behandelt tiefgreifende, aber kontrollierbare Erweiterungen der Innovator-Konfiguration. Fachliche Anforderungen werden als Profile, Stereotype, dynamische Eigenschaften, Darstellungsregeln und Verifikationen umgesetzt und über Test, Versionierung und Deployment abgesichert.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Eigenständige Anpassungsprofile mit klarer Import- und Abhängigkeitsstruktur entwerfen.
  • Stereotype, Erweiterungen, Typoptionen, Eigenschaften, Labels und Texte modellieren.
  • Fachliche Konventionen als automatische Verifikationen und Korrekturhinweise umsetzen.
  • Engineering-Aktionen und Plug-ins in die Konfiguration integrieren.
  • Kompatibilität, Migration, Tests, Paketierung und Rollout professionell steuern.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Erweiterungsarchitektur und Designprinzipien

Schwerpunkt: Standardmetamodell, Anpassungsschicht, Profile, Imports, Namespaces, Versionen und Erweiterungsgrenzen.

  1. Fachliche Anforderung in Darstellung, Eigenschaft, Stereotype, Regel oder Programmfunktion klassifizieren.
  2. Erweiterungen so schneiden, dass Abhängigkeiten klein und Wiederverwendung hoch bleiben.
  3. Profilnamen, Versionen, Owner und Kompatibilitätsregeln definieren.
  4. Zielmetamodell und erwartetes Verhalten an Beispielobjekten dokumentieren.

Arbeitsergebnis: Freigegebene Erweiterungsarchitektur.

2. Eigene Profile und Importbeziehungen

Schwerpunkt: Profiltypen, Importhierarchie, Anpassungsprofile, Modellvorlagen, Konflikte und Konfigurationsfehler.

  1. Neues Profil im passenden Konfigurationsmodell anlegen.
  2. Erforderliche Standard- und Erweiterungsprofile gezielt importieren.
  3. Namens- und Typkonflikte sowie fehlende Importpfade kontrollieren.
  4. Profil in einem Testmodell aktivieren und Verfügbarkeit der Erweiterungen prüfen.

Arbeitsergebnis: Funktionsfähiges Anpassungsprofil.

3. Stereotype und erweiternde Stereotype

Schwerpunkt: Stereotypdefinition, anwendbare Elementtypen, Erweiterung, Mehrfachanwendung, Vererbung und Governance.

  1. Fachliche Kategorie und zulässige Basiselemente eindeutig festlegen.
  2. Stereotype mit Name, Beschreibung, Symbolik und Anwendungsregeln definieren.
  3. Erweiternde Stereotype für dynamische Kennzeichnung ausgewählter Elemente konfigurieren.
  4. Mehrfachanwendung, Entfernung und Verhalten bei Typwechsel mit Testfällen prüfen.

Arbeitsergebnis: Geprüftes Stereotyp- und Erweiterungssystem.

4. Eigenschafts- und Typsystem

Schwerpunkt: Stereotype Properties, Datentypen, Enumerationen, Referenzen, Standardwerte, Pflichtlogik, dynamische Eigenschaften und Formeln.

  1. Eigenschaften nach fachlicher Bedeutung, Datentyp und Kardinalität spezifizieren.
  2. Enumerationen, Referenzen und strukturierte Werte mit stabilen Identifikatoren anlegen.
  3. Standardwerte, Sichtbarkeit und dynamisches Verhalten konfigurieren.
  4. Eingabe, Import, Übersetzung und Änderung bestehender Elemente testen.

Arbeitsergebnis: Robustes fachliches Eigenschaftsmodell.

5. Labels, Texte und Darstellung

Schwerpunkt: Bezeichnungen, Übersetzungen, Tooltip, Spezifikationstext, Symbol, Farbregeln, Anzeigeoptionen und Kontextsichten.

  1. Zielgruppenbezogene Begriffe und Erläuterungen für Erweiterungen formulieren.
  2. Labels und Texte mehrsprachig und konsistent hinterlegen.
  3. Darstellung anhand fachlicher Zustände oder Eigenschaftswerte steuern.
  4. Überfrachtung, Kontrast, Legende und Druckdarstellung praktisch prüfen.

Arbeitsergebnis: Verständliche und wartbare Erweiterungsdarstellung.

6. Verifikationskonzept und Regelklassen

Schwerpunkt: Pflichtregeln, Beziehungsmuster, Namenskonventionen, Qualitätsstufen, Kontext, Meldungen und Ausnahmen.

  1. Modellierungsregel in maschinell prüfbare Bedingung und Geltungsbereich zerlegen.
  2. Fehler, Warnung oder Hinweis anhand des fachlichen Risikos zuordnen.
  3. Meldung mit Ursache, betroffenen Elementen und konkreter Korrektur formulieren.
  4. Ausnahmeregeln und bewusst zulässige Abweichungen begrenzen und dokumentieren.

Arbeitsergebnis: Abgestimmter Verifikationskatalog.

7. Eigene Verifikationen und Korrekturaktionen

Schwerpunkt: Konfiguration, Klassen, Java oder .NET, Zugriff auf Modellelemente, Meldung, Quick Fix und Test.

  1. Geeignete technische Umsetzung für die Regel auswählen.
  2. Verifikation gegen Testelemente mit korrekten und fehlerhaften Zuständen implementieren.
  3. Meldung und optionale Korrekturaktion mit minimalen Nebenwirkungen gestalten.
  4. Leistung, Berechtigungen und Verhalten bei fehlenden Klassen oder Versionen prüfen.

Arbeitsergebnis: Lauffähige kundenspezifische Verifikation.

8. Engineering-Aktionen und Plug-in-Integration

Schwerpunkt: On-Demand-Aktion, Kontextmenü, Ribbon, Parameter, API-Zugriff, Fehlerbehandlung und Benutzerrechte.

  1. Fachlichen Arbeitsablauf und zulässigen Ausführungskontext definieren.
  2. Aktion mit Eingabeparametern und eindeutiger Ergebnismeldung konzipieren.
  3. Implementierung mit Vorprüfungen, Transaktionsgrenzen und Protokollierung testen.
  4. Aktion in Oberfläche und Rollenmodell kontrolliert bereitstellen.

Arbeitsergebnis: Integrierte Engineering-Aktion mit Sicherheitskontrollen.

9. Migration, Regression und Rollout

Schwerpunkt: Bestehende Modelle, Transformation, Versionswechsel, Paketierung, Import, Abnahme, Rückfall und Dokumentation.

  1. Auswirkungen neuer Typen und Pflichtwerte auf vorhandene Modelle analysieren.
  2. Transformations- und Nachpflegebedarf mit automatisierten Prüfungen ermitteln.
  3. Paket in Stufen auf Referenz-, Abnahme- und Produktionsmodell ausrollen.
  4. Regression, Performance und Rollback testen und Änderungshandbuch bereitstellen.

Arbeitsergebnis: Produktionsreifes Erweiterungspaket mit Migrationsplan.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Entwurf einer modularen Profil- und Importarchitektur.
  • Erstellung eines Stereotyps mit dynamischen Eigenschaften und Darstellung.
  • Aufbau eines fachlichen Eigenschafts- und Enumerationstypsystems.
  • Implementierung einer kundenspezifischen Verifikation mit Korrekturhinweis.
  • Integration einer Engineering-Aktion und Durchführung eines Testrollouts.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Erfahrene Innovator-Konfiguration, Methodenentwicklung, Softwareentwicklung, Enterprise-Tooling, Modellierungsgovernance und technische Architektur.

Voraussetzungen: Teilnahme am Grundlagenseminar Modellkonfiguration oder gleichwertige Erfahrung; Programmierkenntnisse in Java, .NET oder vergleichbarer Umgebung sind für eigene Regeln hilfreich.

Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnungen wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurations- oder Modellierungsschritten, Praxisübungen und kontrollierten Fehlerfällen. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe im eigenen Umfeld wiederholt werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Innovator-Konfiguration, Methodenentwicklung, Softwareentwicklung, Enterprise-Tooling, Modellierungsgovernance und technische Architektur.
Voraussetzungen: Teilnahme am Grundlagenseminar Modellkonfiguration oder gleichwertige Erfahrung; Programmierkenntnisse in Java, .NET oder vergleichbarer Umgebung sind für eigene Regeln hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
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Klagenfurt 3 Tage
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