Seminar Payment Wallet Security, Tokenisierung und NFC

Seminarprofil

Die Veranstaltung verfolgt Zahlungsdaten und Tokens vom Provisioning bis zur Sperrung. Hardware-, Software- und Backend-Kontrollen werden mit Fraud- und Zertifizierungsanforderungen verbunden.

Sowohl kontaktlose Zahlungen als auch in-app und remote Zahlungen werden betrachtet. Die Teilnehmenden lernen, Tokenisierung nicht mit vollständiger Risikobeseitigung zu verwechseln.

Inhaltsverzeichnis

  • Seminarprofil
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Fachliche Schwerpunkte
  • Payment-Wallet-Ökosystem und Sicherheitsrollen
  • Payment Tokenisation und Domain Controls
  • Sicheres Provisioning und Aktivierung
  • NFC, HCE und Secure-Element-Modelle
  • Nutzerverifikation und Transaktionsfreigabe im Payment
  • Token-Lebenszyklus, Fraud und Geräteverlust
  • EMVCo- und PCI-Anforderungen im Wallet-Kontext
  • Hardwarebasierte Roots of Trust
  • Praxisaufgaben
  • Einordnung in das Seminarprogramm

Zielgruppe

  • Payment- und Wallet-Architekten
  • Issuer-, Token- und Backend-Teams
  • Mobile-Entwickler
  • Fraud-, Risk- und Compliance-Verantwortliche

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Zahlungsverkehr, Mobile Security und Public-Key-Kryptografie. EMV-Erfahrung ist hilfreich.

Lernziele

  • Payment-Wallet-Rollen, Token- und Datenflüsse sicher modellieren.
  • Provisioning und Domain Controls gegen Missbrauch absichern.
  • NFC-, HCE- und Secure-Element-Varianten fachlich bewerten.
  • Token-Lebenszyklus, Geräteverlust und Fraud konsistent behandeln.
  • EMVCo- und PCI-Anforderungen dem eigenen Scope zuordnen.

Fachliche Schwerpunkte

Payment-Wallet-Ökosystem und Sicherheitsrollen

Payment Wallets verbinden Karteninhaber, Issuer, Token Service Provider, Token Requestor, Händler, Gerät und Akzeptanzinfrastruktur. Jede Rolle besitzt eigene Schlüssel und Lebenszykluspflichten.

  1. Zahlungsrollen und Verantwortlichkeiten im Provisioning und in der Transaktion abgrenzen.
  2. Kontonummer, Payment Token, Kryptogramm und Gerätebindung unterscheiden.
  3. Vertrauens- und Datenflüsse für kontaktlos, in-app und remote modellieren.
  4. Fraud-, Haftungs- und Sperrprozesse den Rollen zuordnen.

Payment Tokenisation und Domain Controls

Tokenisierung ersetzt wertvolle Zahlungsdaten durch begrenzte Tokens. Die Sicherheit entsteht durch kontrollierte Provisionierung, Domain Restrictions und konsequentes Lifecycle Management.

  1. Token Requestor, Token Service Provider und Token Domain festlegen.
  2. Geräte-, Händler-, Kanal- und Nutzungsbeschränkungen definieren.
  3. Token-Provisionierung mit Identitäts- und Geräteprüfung absichern.
  4. Suspendierung, Reaktivierung, Erneuerung und Löschung zuverlässig umsetzen.

Sicheres Provisioning und Aktivierung

Die Aufnahme eines Zahlungsmittels oder Credentials ist ein Hochrisikoprozess. Identitätsprüfung, Gerätebindung, Attestation und Risk Scoring werden zu einem konsistenten Ablauf verbunden.

  1. Antragskanal, Nutzer- und Kontoprüfung festlegen.
  2. Geräte- und App-Vertrauen sowie Schlüsselbesitz nachweisen.
  3. Risikobasierte Step-up- und manuelle Prüfungen definieren.
  4. Aktivierung, Benachrichtigung und Nachverfolgung revisionsfähig gestalten.

NFC, HCE und Secure-Element-Modelle

Kontaktlose Zahlungen können Hardware- oder softwarebasierte Komponenten nutzen. Der Baustein vergleicht HCE, Secure Element und tokenbasierte Schutzmechanismen.

  1. NFC-Kommunikationspfad und Zuständigkeiten der Komponenten modellieren.
  2. HCE- und Secure-Element-Varianten nach Schlüssel- und Angriffsmodell bewerten.
  3. Kryptogramme, Transaktionszähler und Offline-Risiken berücksichtigen.
  4. Relay-, Replay- und manipulierte-Terminal-Szenarien testen.

Nutzerverifikation und Transaktionsfreigabe im Payment

Consumer Device Cardholder Verification Methods verbinden Geräteentsperrung und Zahlungsfreigabe. Die Wallet muss eindeutig unterscheiden, welche Nutzerprüfung für welche Transaktion gilt.

  1. Transaktionsarten und erforderliche Nutzerverifikation klassifizieren.
  2. Gerätebiometrie, PIN und lokale Sicherheitszustände korrekt auswerten.
  3. Freigabe an Betrag, Händler und Transaktionskontext binden.
  4. Fallback, Fehlversuche und kompromittierte Geräte risikobasiert behandeln.

Token-Lebenszyklus, Fraud und Geräteverlust

Token und Gerätebindungen müssen bei Verlust, Kontoänderung, Austausch oder Betrugsverdacht schnell und konsistent reagieren.

  1. Ereignisse für Suspendierung, Löschung, Neuprovisionierung und Reaktivierung definieren.
  2. Status zwischen Issuer, Token Service, Wallet und Gerät synchronisieren.
  3. Geräteverlust und verdächtige Provisionierungen mit Benachrichtigungen absichern.
  4. Race Conditions, Offline-Geräte und verzögerte Zustellung testen.

EMVCo- und PCI-Anforderungen im Wallet-Kontext

Payment-Zertifizierung und Sicherheitsstandards adressieren unterschiedliche Teile der Lösung. Der Baustein ordnet Tokenisation, mobile Zahlung, Software-Sicherheit und mobile Akzeptanz ein.

  1. Anwendungsbereich von EMVCo- und PCI-Programmen für die konkrete Lösung bestimmen.
  2. Technische Anforderungen den Wallet-, Backend- und Akzeptanzkomponenten zuordnen.
  3. Prüflabor, Testwerkzeuge, Dokumentation und Vorprüfungen planen.
  4. Produktänderungen und Zertifikatsaufrechterhaltung in den Lebenszyklus integrieren.

Hardwarebasierte Roots of Trust

Secure Element, TEE, Secure Enclave, StrongBox und HSM liefern unterschiedliche Sicherheitsgarantien. Der Baustein trennt Marketingbegriffe von überprüfbaren Eigenschaften.

  1. Sicherheitsdomänen und Isolationseigenschaften der verfügbaren Hardwareklassen vergleichen.
  2. Schlüsselgenerierung, nicht exportierbare Speicherung und kryptografische Operationen zuordnen.
  3. Angriffsmodelle für kompromittiertes Betriebssystem, physischen Zugriff und Seitenkanäle bewerten.
  4. Geeignete Hardwareanker für Assurance, Recovery und Zertifizierung auswählen.

Praxisaufgaben

  • Daten- und Vertrauensfluss für kontaktlose Token-Zahlung.
  • Threat Model für Token Provisioning und Gerätewechsel.
  • Vergleich HCE, Secure Element und servergestützter Kontrollen.
  • Lifecycle-Übung zu Suspendierung, Neuprovisionierung und Geräteverlust.

Einordnung in das Seminarprogramm

Das Einzelseminar kann eigenständig besucht oder in einen Rollenpfad für Architektur, Entwicklung, Betrieb, Recovery, Testing oder Zertifizierung eingeordnet werden. Die Herstellerseite ordnet alle Angebote nach Einstieg, technischer Vertiefung und Assurance.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Payment- und Wallet-Architekten, Issuer, Token-, Backend-, Mobile-, Fraud- und Compliance-Teams
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Zahlungsverkehr, Mobile Security und Kryptografie
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Fallstudien und moderierte Architekturarbeit
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
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