Seminar PKI, Zertifikate, Trust Lists und Schlüsselrotation für Wallets

Seminarprofil

Zertifikate und Trust Lists bilden häufig das Rückgrat von Issuer-, Verifier-, Geräte- und Dienstvertrauen. Die Veranstaltung verbindet technisches Profiling mit sicherem Betrieb und langfristigem Algorithmuswechsel.

Die Teilnehmenden arbeiten an klaren Zertifikatsprofilen, Update- und Rollback-Schutz sowie Notfallszenarien für kompromittierte Schlüssel oder veraltete Trust Stores.

Inhaltsverzeichnis

  • Seminarprofil
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Fachliche Schwerpunkte
  • PKI-Architektur für Wallet-Ökosysteme
  • Zertifikatsprofile und kryptografische Interoperabilität
  • Trust Lists, Vertrauensanker und Verteilung
  • Statusprüfung und Widerruf
  • Schlüsselrotation und kryptografische Agilität
  • Schlüsselzeremonien und kontrollierter PKI-Betrieb
  • HSM- und serverseitige Schlüsselarchitektur
  • Credential-Status, Sperrung und Erneuerung
  • Praxisaufgaben
  • Einordnung in das Seminarprogramm

Zielgruppe

  • PKI- und HSM-Verantwortliche
  • Wallet- und Identity-Architekten
  • Security Engineers
  • Operations- und Zertifizierungsteams

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Public-Key-Kryptografie, X.509 und Schlüsselmanagement.

Lernziele

  • Wallet-PKI-Rollen und CA-Hierarchien sicher strukturieren.
  • Zertifikatsprofile und Trust-List-Verteilung interoperabel festlegen.
  • Status, Widerruf und Offline-Anforderungen risikobasiert behandeln.
  • Rotation, Schlüsselzeremonien und Algorithmuswechsel zuverlässig planen.

Fachliche Schwerpunkte

PKI-Architektur für Wallet-Ökosysteme

Wallet-PKI verbindet Root CAs, ausstellende CAs, Signierdienste, Geräte- und Dienstzertifikate. Der Baustein trennt Rollen, Policies und technische Vertrauenspfade.

  1. Zertifikatstypen, Schlüsselverantwortliche und Verwendungszwecke inventarisieren.
  2. Root-, Intermediate- und Issuing-Strukturen nach Vertrauensdomänen gestalten.
  3. Policies, Namensräume und technische Profile verbindlich festlegen.
  4. Trust Distribution, Audit und Notfallverfahren planen.

Zertifikatsprofile und kryptografische Interoperabilität

Unklare Zertifikatsprofile führen zu Verifikationsfehlern und Sicherheitslücken. Der Baustein legt Algorithmen, Extensions, Identitäten und Constraints eindeutig fest.

  1. Subject-, SAN-, Key-Usage- und Policy-Anforderungen definieren.
  2. Algorithmen, Schlüssellängen und Signaturformate profilieren.
  3. Name Constraints, Pfadlänge und kritische Extensions korrekt einsetzen.
  4. Parser-, Ketten- und Negativtests zwischen allen Teilnehmern durchführen.

Trust Lists, Vertrauensanker und Verteilung

Wallets und Verifier benötigen aktuelle, authentische Listen vertrauenswürdiger Herausgeber, Prüfer oder Wallet-Anbieter. Verteilung und Rollback-Schutz sind sicherheitskritisch.

  1. Governance und Aufnahmebedingungen für Vertrauensanker festlegen.
  2. Format, Signatur und Veröffentlichungsprozess definieren.
  3. Aktualisierung, Caching, Ablauf und Rollback-Schutz implementieren.
  4. Entzug, Notfallwechsel und veraltete Clients testen.

Statusprüfung und Widerruf

Zertifikats- und Credential-Status müssen aktuell genug sein, ohne Verfügbarkeit oder Privatsphäre unnötig zu beeinträchtigen. Unterschiedliche Mechanismen werden risikobasiert kombiniert.

  1. Sperrgründe, erforderliche Reaktionszeit und Offline-Anforderungen festlegen.
  2. CRL-, OCSP-, Statuslisten- oder Kurzzeitmodelle auswählen.
  3. Caching, Soft-Fail und Hard-Fail für konkrete Geschäftsaktionen definieren.
  4. Massenwiderruf, CA-Ausfall und kompromittierte Statusdienste üben.

Schlüsselrotation und kryptografische Agilität

Lange Produktlebenszyklen erfordern planbare Algorithmus- und Schlüsselwechsel. Parallelbetrieb und Rückwärtskompatibilität dürfen das Sicherheitsniveau nicht unkontrolliert senken.

  1. Kryptografische Abhängigkeiten und Ablaufdaten zentral erfassen.
  2. Rotation und Algorithmuswechsel mit Überlappungsfenstern planen.
  3. Trust Stores, Signierer und Verifier koordiniert aktualisieren.
  4. Rollback, Notfallwechsel und Entfernung alter Algorithmen testen.

Schlüsselzeremonien und kontrollierter PKI-Betrieb

Root- und Issuer-Schlüssel benötigen nachvollziehbare Mehrpersonenprozesse. Der Baustein verbindet technische HSM-Operationen mit organisatorischer Beweiskraft.

  1. Rollen, Quoren und zugelassene Operationen festlegen.
  2. Skripte, Checklisten und unabhängige Beobachtung vorbereiten.
  3. Generierung, Backup, Aktivierung und Vernichtung protokollieren.
  4. Notfallzeremonien und Wiederherstellung regelmäßig erproben.

HSM- und serverseitige Schlüsselarchitektur

Backends benötigen eine ebenso belastbare Schlüsselhaltung wie das Endgerät. Der Baustein behandelt HSM-Zonen, Mandantentrennung, Schlüsselzeremonien und hochverfügbare kryptografische Dienste.

  1. Schlüsselklassen und erlaubte Operationen für HSM-Nutzung definieren.
  2. Mandanten-, Rollen- und Umgebungsgrenzen technisch abbilden.
  3. Generierung, Import, Backup, Rotation und Vernichtung als kontrollierte Prozesse gestalten.
  4. Hochverfügbarkeit, Audit-Protokolle und Notfallbetrieb testen.

Credential-Status, Sperrung und Erneuerung

Credentials benötigen je nach Risiko einen aktuellen Status, ohne unnötige Überwachung des Inhabers. Behandelt werden Statuslisten, kurze Gültigkeit und ereignisgesteuerte Sperrung.

  1. Widerrufs- und Aussetzungsgründe je Credential-Typ definieren.
  2. Statusmechanismus nach Datenschutz, Skalierung und Offline-Bedarf auswählen.
  3. Verifier-Caching, Freshness und Fehlerverhalten festlegen.
  4. Sperrung, Reaktivierung, Erneuerung und Auditierung testen.

Praxisaufgaben

  • Entwurf einer PKI- und Trust-List-Architektur für Issuer und Verifier.
  • Review eines Zertifikatsprofils mit Negativtests.
  • Plan für reguläre Rotation und kompromittierten Root-Schlüssel.
  • Schlüsselzeremonie als Rollen- und Ablaufmodell.

Einordnung in das Seminarprogramm

Das Einzelseminar kann eigenständig besucht oder in einen Rollenpfad für Architektur, Entwicklung, Betrieb, Recovery, Testing oder Zertifizierung eingeordnet werden. Die Herstellerseite ordnet alle Angebote nach Einstieg, technischer Vertiefung und Assurance.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: PKI, HSM, Wallet- und Identity-Architekten, Security, Operations und Zertifizierung
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Public-Key-Kryptografie, X.509 und Schlüsselmanagement
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Fallstudien und moderierte Architekturarbeit
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
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