Seminarprofil
Recovery wird als erneute Vertrauensbildung behandelt. Ziel ist ein Verfahren, das legitime Nutzer zuverlässig wieder zulässt, Angreifer nicht über schwache Supportkanäle bevorzugt und alte Wallet-Zustände konsequent beendet.
Die Veranstaltung betrachtet regulären Gerätewechsel, verlorene oder defekte Geräte, Kontoübernahme und großflächige Plattformprobleme. Technische Zustandskonsistenz und Recovery-UX werden gemeinsam gestaltet.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Fachliche Schwerpunkte
- Recovery-Bedrohungsmodell und Assurance
- Backup, Escrow und synchronisierte Schlüsselmodelle
- Gerätewechsel und kontrollierte Neubindung
- Re-Identifizierung und erneute Ausstellung
- Recovery-Abuse und Fraud-Abwehr
- Widerruf, Neuausstellung und Zustandskonsistenz
- Recovery-UX und sichere Nutzerkommunikation
- Recovery-Tests und Resilienzübungen
- Praxisaufgaben
- Einordnung in das Seminarprogramm
Zielgruppe
- Identity- und Recovery-Architekten
- Wallet- und Backend-Entwickler
- Fraud-, Support- und Operations-Teams
- Security- und Produktverantwortliche
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Authentisierung, Schlüssel- und Credential-Lebenszyklen sowie Wallet-Architekturen.
Lernziele
- Recovery-Assurance und Angreifermodelle je Use Case bestimmen.
- Backup-, Escrow- und Synchronisationsmodelle sicher vergleichen.
- Gerätewechsel, Re-Proofing und Neubindung konsistent orchestrieren.
- Recovery-Abuse mit unabhängigen Signalen und Wartezeiten begrenzen.
- Sperrung, Kommunikation und Resilienzübungen operationalisieren.
Fachliche Schwerpunkte
Recovery-Bedrohungsmodell und Assurance
Recovery ist ein erneutes Vertrauensetablieren und häufig der attraktivste Angriffsweg. Der Baustein setzt das erforderliche Recovery-Niveau aus Schutzbedarf und Missbrauchsfolgen ab.
- Verlust-, Defekt-, Kontoübernahme- und Insider-Szenarien unterscheiden.
- Zu rekonstruierende Bindungen, Schlüssel und Credentials erfassen.
- Angreiferfähigkeiten und missbrauchbare Supportpfade modellieren.
- Recovery-Assurance und erforderliche Kontrollen je Geschäftsaktion festlegen.
Backup, Escrow und synchronisierte Schlüsselmodelle
Backup kann Verfügbarkeit erhöhen, vergrößert aber die Angriffsfläche. Gerätegebundene, verschlüsselt synchronisierte und escrow-basierte Modelle werden transparent verglichen.
- Zu sichernde Daten und nicht exportierbare Schlüssel klar trennen.
- Gerätegebundene, cloudverschlüsselte und organisatorische Escrow-Modelle bewerten.
- Schlüsselableitung, Mehrparteienfreigabe und Zugriffsschutz definieren.
- Wiederherstellung, Datenkorruption und unbefugten Restore testen.
Gerätewechsel und kontrollierte Neubindung
Ein regulärer Gerätewechsel soll komfortabel sein, darf aber keinen stillen Klon der Wallet erzeugen. Alte und neue Geräte werden in einen nachvollziehbaren Übergang gebracht.
- Ausgangssituation mit vorhandenem, verlorenem oder defektem Altgerät unterscheiden.
- Neues Gerät, Nutzer und Wallet-Konto erneut vertrauenswürdig binden.
- Credentials, Schlüssel oder Berechtigungen sicher migrieren oder neu ausstellen.
- Alte Bindungen, Sitzungen und Tokens sperren oder kontrolliert auslaufen lassen.
Re-Identifizierung und erneute Ausstellung
Wenn technische Recovery-Beweise fehlen, muss die ursprüngliche Identitätsprüfung angemessen wiederholt werden. Der Prozess verhindert, dass schwächere Kanäle das gesamte Wallet kompromittieren.
- Erforderliches Identitätsniveau aus Credential- und Transaktionsrisiko ableiten.
- Verfügbare Beweise und unabhängige Kanäle kombinieren.
- Manuelle Prüfung, Wartezeit und Fraud-Signale bei erhöhtem Risiko einsetzen.
- Neue Schlüssel und Credentials erst nach Widerruf alter Bindungen aktivieren.
Recovery-Abuse und Fraud-Abwehr
Angriffe nutzen Social Engineering, SIM-Swap, kompromittierte E-Mail-Konten, Helpdesk-Manipulation und gestohlene Dokumente. Mehrkanalige Kontrollen reduzieren diese Risiken.
- Missbrauchbare Recovery-Kanäle und Supportrechte identifizieren.
- Unabhängige Signale, Verzögerungen und Nutzerbenachrichtigungen kombinieren.
- Hochrisikoänderungen mit Step-up, Review oder Sperrfrist absichern.
- Fraud-Muster, wiederholte Versuche und Insiderhandlungen überwachen.
Widerruf, Neuausstellung und Zustandskonsistenz
Recovery muss alte Schlüssel, Tokens, Credentials und Sitzungen konsistent entwerten. Teilweise Zustandswechsel führen sonst zu parallelen, missbrauchbaren Wallet-Instanzen.
- Alle abhängigen Bindungen und Artefakte als Recovery-Graph erfassen.
- Sperr- und Neuausstellungsreihenfolge transaktional festlegen.
- Verzögerte oder offline befindliche Komponenten berücksichtigen.
- Doppelte Aktivierung, Race Conditions und Rollback-Szenarien testen.
Recovery-UX und sichere Nutzerkommunikation
Sicherheitskontrollen müssen verständlich sein und legitime Nutzer nicht zu unsicheren Umgehungen treiben. Kommunikation wird als Teil des Schutzkonzepts behandelt.
- Recovery-Status, Wartezeiten und erforderliche Nachweise klar darstellen.
- Benachrichtigungen über unabhängige, bereits vertrauenswürdige Kanäle senden.
- Verdächtige Änderungen und Abbruchmöglichkeiten sichtbar machen.
- Barrierefreiheit, Support und Schutz vor Social Engineering gemeinsam testen.
Recovery-Tests und Resilienzübungen
Recovery-Prozesse werden mit positiven, negativen und missbräuchlichen Szenarien geprüft. Besonders wichtig sind Zustandskonsistenz und Verhalten bei Teilausfällen.
- Testfälle für Verlust, Defekt, Kompromittierung und regulären Gerätewechsel definieren.
- Replay, Parallelversuche, Insider und manipulierte Nachweise simulieren.
- Ausfälle von Identitäts-, Status-, HSM- und Benachrichtigungsdiensten einbeziehen.
- Zeit bis zur Sperrung, Fehlerrate und Fraud-Erkennung messen.
Praxisaufgaben
- Entscheidungsmatrix für Backup und Gerätewechsel nach Assurance.
- Modellierung eines Recovery-Graphen mit abhängigen Tokens und Credentials.
- Angriffssimulation gegen Helpdesk und Benachrichtigungskanäle.
- End-to-End-Test für Verlust, Neubindung und Widerruf.
Einordnung in das Seminarprogramm
Das Einzelseminar kann eigenständig besucht oder in einen Rollenpfad für Architektur, Entwicklung, Betrieb, Recovery, Testing oder Zertifizierung eingeordnet werden. Die Herstellerseite ordnet alle Angebote nach Einstieg, technischer Vertiefung und Assurance.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Identity, Recovery, Wallet- und Backend-Entwicklung, Fraud, Support und Operations |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Authentisierung, Schlüssel- und Credential-Lebenszyklen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Fallstudien und moderierte Architekturarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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