Unspezifische Maßnahmen wie Neustart oder Neuinstallation verdecken häufig die eigentliche Ursache. Das Seminar verwendet ein schichtweises Diagnosemodell, mit dem Beobachtung, Hypothese, Messung, Eingriff und Verifikation sauber getrennt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Zielsetzung
Im Mittelpunkt stehen folgende fachliche und praktische Schwerpunkte:
- Störungen nach Steuerungsebene, Tunnel, Routing, Namensauflösung und Anwendungspfad klassifizieren.
- Netclient-, WireGuard-, System- und Serverinformationen gezielt erheben und korrelieren.
- NAT-, Firewall-, MTU-, Gateway-, Relay- und Egress-Probleme reproduzierbar eingrenzen.
- Diagnoseschritte, Eskalationsdaten und dauerhafte Korrekturen in Runbooks dokumentieren.
Zielgruppe
Netmaker-Administration, Netzwerkbetrieb, Linux- und Cloud-Betrieb, Service Desk der höheren Supportstufen und technische Einsatzleitung
Voraussetzungen
Praktische Netmaker-Erfahrung, Linux-Kommandozeile sowie Kenntnisse zu IP-Routing, NAT, DNS und WireGuard
Seminarinhalte
Modul 1: Diagnosemodell und Beweissicherung
Jede Störung wird mit Zeitlinie, Sollzustand, Reichweite und reproduzierbarem Test beschrieben.
- Schritt 1: Betroffene Netze, Knoten, Benutzer, Ziele und Zeitpunkt erfassen.
- Schritt 2: Letzte Änderungen und bekannte Abhängigkeiten sichern.
- Schritt 3: Einen minimalen Positiv- und Negativtest definieren, bevor Änderungen erfolgen.
Modul 2: Server- und Steuerungsebene
Konfigurationsverteilung und administrative Erreichbarkeit werden getrennt vom Datenpfad geprüft.
- Schritt 1: Serverdienste, Zertifikate, DNS, Message Queue und Datenhaltung auf Zustand prüfen.
- Schritt 2: Client-Synchronisation und Aktualität der Objektkonfiguration vergleichen.
- Schritt 3: Serverlogs zeitlich mit Änderungen und Clientmeldungen korrelieren.
Modul 3: Netclient und WireGuard
Installation, Dienstzustand, Peers und Handshakes bilden die Basis der Endpunktdiagnose.
- Schritt 1: Netclient-Version, Dienststatus, Serverzuordnung und Netzmitgliedschaft prüfen.
- Schritt 2: WireGuard-Interface, Peers, letzte Handshakes und Zähler auswerten.
- Schritt 3: Konfiguration synchronisieren und nur bei nachgewiesener Beschädigung neu installieren.
Modul 4: Routing, AllowedIPs und Firewall
Ein vorhandener Handshake beweist noch keinen funktionierenden Anwendungspfad.
- Schritt 1: Routingtabellen und WireGuard AllowedIPs gegen das Sollmodell vergleichen.
- Schritt 2: Paketpfad mit Ping, Traceroute und Porttest schrittweise verfolgen.
- Schritt 3: Host-, Cloud- und Standortfirewalls sowie Forwarding-Regeln entlang des Pfads kontrollieren.
Modul 5: NAT, Endpoint und MTU
Restriktive Netze erzeugen typische Symptome wie instabile Handshakes oder einseitigen Verkehr.
- Schritt 1: Öffentliche und erkannte Endpoints sowie statische Ports auf Plausibilität prüfen.
- Schritt 2: NAT-Zeitüberschreitung, Keepalive, Portweiterleitung und Relay-Bedarf bewerten.
- Schritt 3: MTU mit schrittweisen Paketgrößentests bestimmen und kontrolliert anpassen.
Modul 6: DNS, Gateways, Relays und Egress
Komplexe Pfade werden in einzelne Übergänge zerlegt.
- Schritt 1: DNS-Anfrage, Resolverroute und Antwortpfad getrennt testen.
- Schritt 2: Gateway-Zuordnung, Auto-Relay, IP-Forwarding und Transitregeln prüfen.
- Schritt 3: Egress-Ziele, NAT, ACLs, Rückroute und überlappende Netze gegeneinander validieren.
Praxisübungen
- Fehlerbild ohne Peer-Synchronisation trotz erreichbarem Server.
- WireGuard-Handshake vorhanden, Anwendung wegen Route oder MTU dennoch nicht erreichbar.
- Relay-Pfad mit fehlendem IP-Forwarding und blockierender Firewallregel.
- Egress-Störung durch überlappende Route, falsches NAT und nicht erreichbaren DNS-Resolver.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag 10:00 Uhr, am 2. Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netmaker-Administration, Netzwerkbetrieb, Linux- und Cloud-Betrieb, Service Desk der höheren Supportstufen und technische Einsatzleitung |
| Voraussetzungen: | Praktische Netmaker-Erfahrung, Linux-Kommandozeile sowie Kenntnisse zu IP-Routing, NAT, DNS und WireGuard |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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