Seminar Netmaker Intensivseminar – Administration und Betrieb

Das Intensivformat richtet sich an technische Rollen, die eine Netmaker-Umgebung eigenständig aufbauen und dauerhaft betreiben. Die Themen der administrativen Fachseminare werden in einem durchgängigen Laborszenario verbunden und durch wiederholte Abnahme- und Störungstests vertieft.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. Praxisübungen

Zielsetzung

Im Mittelpunkt stehen folgende fachliche und praktische Schwerpunkte:

  • Netmaker-Architektur, Bereitstellungsmodell und Netzwerkdesign in ein umsetzbares Betriebskonzept überführen.
  • Installation, Endpunkte, Gateways, DNS, Egress und Remote Access integriert konfigurieren.
  • Monitoring, nmctl/API-Automatisierung, Backup, Upgrade und Runbooks für den Regelbetrieb etablieren.
  • Typische Störungen anhand eines reproduzierbaren Diagnosemodells selbstständig beheben.

Zielgruppe

Netmaker-Administration, Netzwerk- und Linux-Betrieb, DevOps, Platform Engineering, Cloudbetrieb und technische Serviceverantwortung

Voraussetzungen

Gute Linux-, IP-, Routing-, NAT-, DNS- und WireGuard-Grundkenntnisse; praktische Erfahrung mit Containerumgebungen

Seminarinhalte

Modul 1: Architektur, Modelle und Zielbild

Komponenten, Datenflüsse, Clienttypen und Bereitstellungsmodelle werden in einer gemeinsamen Zielarchitektur zusammengeführt.

  1. Schritt 1: Anforderungen, Schutzbedarf, Knoten, Benutzer und Standorte erfassen.
  2. Schritt 2: SaaS und On-Premises anhand Betrieb, Sicherheit und Verfügbarkeit bewerten.
  3. Schritt 3: Adressierung, Topologie, Segmentierung und Verantwortlichkeiten dokumentieren.

Modul 2: Installation und Grundhärtung

Eine Laborinstanz wird mit geprüften Infrastrukturbedingungen aufgebaut.

  1. Schritt 1: DNS, Firewall, Zertifikate, Ressourcen und Zeitdienst vorab validieren.
  2. Schritt 2: Installation ausführen und Serverkomponenten technisch abnehmen.
  3. Schritt 3: Administrative Konten, Rollen, Schlüssel und Basissicherung einrichten.

Modul 3: Netzwerke, Enrollment und Netclient

Geräte werden standardisiert aufgenommen und verwaltet.

  1. Schritt 1: Overlay-Netze mit geeigneten Adressbereichen und Auto-Join-Regeln erstellen.
  2. Schritt 2: Begrenzte Enrollment Keys mit Tags und eindeutiger Benennung erzeugen.
  3. Schritt 3: Netclients installieren, synchronisieren, aktualisieren und geordnet entfernen.

Modul 4: Gateways, Relays und Remote Access

Unterschiedliche Endpunkttypen werden über stabile Zugangspfade verbunden.

  1. Schritt 1: Gateway-Knoten bereitstellen und statische WireGuard-Endpunkte anbinden.
  2. Schritt 2: Auto-Relay und Gateway-Auswahl für schwierige NAT-Szenarien konfigurieren.
  3. Schritt 3: Benutzerzugang, Zuordnung und Konnektivität mit Positiv- und Negativtests prüfen.

Modul 5: DNS und Egress

Namensauflösung und Zugriff auf vorhandene Netze werden als gemeinsamer Datenpfad umgesetzt.

  1. Schritt 1: Interne Records, Split DNS und Peer-Scoping konfigurieren.
  2. Schritt 2: Egress-Route zu einem privaten Zielnetz mit NAT und Rückweg bereitstellen.
  3. Schritt 3: Internet-Gateway und editionsabhängige erweiterte Routingoptionen bewerten.

Modul 6: Sicherheit im Tagesbetrieb

Administrative Mindestkontrollen verhindern unkontrolliertes Wachstum und unnötige Reichweite.

  1. Schritt 1: Netze, Tags und ACLs nach minimaler Kommunikation strukturieren.
  2. Schritt 2: Schlüsselrotation, Gerätegenehmigung und Rollenprüfung als Regelaufgabe definieren.
  3. Schritt 3: Änderungen mit Auditdaten und standardisierten Abnahmetests nachvollziehbar machen.

Modul 7: Monitoring und Kapazität

Gesundheit und Leistung werden anhand belastbarer Messpunkte beobachtet.

  1. Schritt 1: Konnektivität, Latenz, Datenvolumen und letzte Handshakes auswerten.
  2. Schritt 2: Metriken und Logs in Dashboards und Alarmgrenzen überführen.
  3. Schritt 3: Gateway-, Relay- und Egress-Kapazität unter Last prüfen.

Modul 8: Automatisierung mit nmctl und API

Wiederkehrende Aufgaben werden reproduzierbar und kontrolliert ausgeführt.

  1. Schritt 1: Kontexte und technische Zugriffstoken sicher einrichten.
  2. Schritt 2: Netzwerke, Schlüssel, Knoten, DNS und ACLs skriptgestützt verwalten.
  3. Schritt 3: Tests, Fehlerbehandlung, Protokollierung und Rollback in einen CI/CD-Ablauf integrieren.

Modul 9: Backup, Upgrade und Wiederanlauf

Der Lebenszyklus wird mit gesicherten und getesteten Verfahren abgeschlossen.

  1. Schritt 1: Sicherungsumfang, RPO, RTO und verschlüsselte Aufbewahrung definieren.
  2. Schritt 2: Restore in isolierter Umgebung durchführen und technisch abnehmen.
  3. Schritt 3: Upgrade in Pilotwellen ausführen und Rollback anhand klarer Kriterien entscheiden.

Modul 10: Troubleshooting und Abschlusslab

Ein kombiniertes Störungsszenario wird vom Symptom bis zur dauerhaften Korrektur bearbeitet.

  1. Schritt 1: Zeitlinie, Sollzustand und minimale Reproduktion erstellen.
  2. Schritt 2: Server, Netclient, WireGuard, Route, NAT, MTU, DNS und ACL schichtweise prüfen.
  3. Schritt 3: Korrektur, Verifikation und aktualisiertes Runbook als Betriebsnachweis erstellen.

Praxisübungen

  • Durchgängiger Aufbau einer produktionsnahen Laborumgebung mit mehreren Endpunkttypen.
  • Gateway-, Remote-Access-, DNS- und Egress-Szenario mit restriktiven Zugriffsregeln.
  • Automatisierter Objektlebenszyklus über nmctl und API mit Test und Rollback.
  • Backup, Restore, Upgradepilot und dokumentierte Wiederanlaufkontrolle.
  • Mehrstufige Störung mit NAT-, MTU-, DNS- und ACL-Anteil einschließlich Runbook-Update.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Netmaker-Administration, Netzwerk- und Linux-Betrieb, DevOps, Platform Engineering, Cloudbetrieb und technische Serviceverantwortung
Voraussetzungen: Gute Linux-, IP-, Routing-, NAT-, DNS- und WireGuard-Grundkenntnisse; praktische Erfahrung mit Containerumgebungen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Innsbruck 5 Tage
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