Seminar Netmaker Intensivseminar – Enterprise Security und Zero Trust

Das Intensivformat entwickelt eine Netmaker-Sicherheitsarchitektur vom Bedrohungsmodell bis zum laufenden Nachweis. Richtlinien werden nicht nur erstellt, sondern mit Positiv-, Negativ-, Ablauf- und Ausfalltests überprüft und in einen administrativen Sicherheitsprozess eingebettet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. Praxisübungen

Zielsetzung

Im Mittelpunkt stehen folgende fachliche und praktische Schwerpunkte:

  • WireGuard- und Netmaker-Vertrauensgrenzen in ein nachvollziehbares Bedrohungsmodell überführen.
  • Mehrnetzsegmentierung, Tags und ACLs nach Default-Deny und minimaler Berechtigung gestalten.
  • SSO, Rollen, Gruppen, MFA und Conditional Access editionsgerecht integrieren.
  • Audit-, Flow- und SIEM-Daten für Erkennung, Nachweis und Incident Response nutzen.

Zielgruppe

Security Engineering, Netzwerk- und Cloud-Security, IAM, SOC-nahe Administration, Compliance-Technik und erfahrene Netmaker-Verantwortung

Voraussetzungen

Fundierte Kenntnisse zu IP-Netzen, WireGuard, Identitätsmanagement und grundlegenden Security-Prinzipien; Netmaker-Praxis ist vorteilhaft

Seminarinhalte

Modul 1: Bedrohungsmodell und Vertrauensgrenzen

Assets, Identitäten, Geräte, Datenpfade und administrative Schnittstellen werden risikobasiert erfasst.

  1. Schritt 1: Schutzbedarfe und relevante Angriffswege je Netz und Ressource bestimmen.
  2. Schritt 2: Kontroll- und Datenebene sowie Schlüssel- und Tokenmaterial als Vertrauensgrenzen markieren.
  3. Schritt 3: Sicherheitsziele und technische Nachweise für das Labor festlegen.

Modul 2: WireGuard und kryptografischer Lebenszyklus

Tunnelverschlüsselung wird mit Schlüsselverteilung, Endpoint-Erkennung und Widerruf verbunden.

  1. Schritt 1: Peer-Identität, Schlüsselpaare, Handshake und AllowedIPs technisch nachvollziehen.
  2. Schritt 2: Enrollment, statische Konfiguration und Benutzerzugang nach Risiko unterscheiden.
  3. Schritt 3: Rotation, Ablauf, Kompromittierung und Entfernung als geregelten Lebenszyklus definieren.

Modul 3: Multi-Network-Segmentierung

Umgebungen und Schutzbedarfszonen werden voneinander isoliert.

  1. Schritt 1: Produktion, Entwicklung, Administration, Partner und IoT als getrennte Sicherheitsdomänen modellieren.
  2. Schritt 2: Adressierung, DNS, Egress und Rollen je Overlay-Netz festlegen.
  3. Schritt 3: Unbeabsichtigte Querverbindungen mit Negativtests ausschließen.

Modul 4: Tags und ACL-Policy-Engineering

Benutzer- und Ressourcenrichtlinien werden aus Kommunikationsanforderungen abgeleitet.

  1. Schritt 1: Ressourcen, Benutzergruppen und Geräteklassen mit stabilen Tags beschreiben.
  2. Schritt 2: Default-Deny-Regeln und eng begrenzte Allow-Beziehungen erstellen.
  3. Schritt 3: Policy-Änderungen vor Freigabe mit Positiv-, Negativ- und Regressionstests prüfen.

Modul 5: Identitäten, Rollen und SSO

Zentrale Identitäten werden mit Netmaker-Rollen und Netzwerkgruppen verknüpft.

  1. Schritt 1: Admin-, Superadmin- und Benutzeraufgaben trennen und privilegierte Konten reduzieren.
  2. Schritt 2: OAuth/OIDC- oder SCIM-basierte Integration editionsabhängig planen.
  3. Schritt 3: Gruppenmapping, Deprovisionierung und Notfallzugriff testen.

Modul 6: MFA und Conditional Access

Zusätzliche Bedingungen begrenzen Zugriff nach Nutzer, Gerät, Zustand und Zeit.

  1. Schritt 1: MFA für administrative und reguläre Zugriffe in ein konsistentes Anmeldeverfahren integrieren.
  2. Schritt 2: Auto-Join und manuelle Gerätegenehmigung nach Risikoklasse konfigurieren.
  3. Schritt 3: Posture Checks und Just-in-Time-Zugriff als editionsabhängige Kontrollen mit Ablauf testen.

Modul 7: Egress- und Site-to-Site-Sicherheit

Zugriffe auf externe Netze werden ebenso restriktiv behandelt wie interne Mesh-Verbindungen.

  1. Schritt 1: Egress-Ressourcen nach Ziel, Zweck und Eigentümer trennen.
  2. Schritt 2: Benutzer-, Ressourcen- und IP-bezogene ACLs auf externe Ziele anwenden.
  3. Schritt 3: Site-to-Site-Pfade, überlappende Adressen und Full-Tunnel-Ausnahmen risikobasiert prüfen.

Modul 8: Härtung und administrativer Sicherheitsbetrieb

Plattform, Gateways und Betriebszugänge werden gegen Fehlkonfiguration und Missbrauch abgesichert.

  1. Schritt 1: Managementzugang, Hostfirewall, Secrets, Zertifikate und Backups härten.
  2. Schritt 2: Vier-Augen-Prinzip, Change-Nachweise und regelmäßige Berechtigungsreviews definieren.
  3. Schritt 3: Schlüssel- oder Tokenkompromittierung mit Sperrung und Wiederaufnahme üben.

Modul 9: Audit, Flow Logs und SIEM

Sicherheitsereignisse werden aus administrativen und netzbezogenen Daten korreliert.

  1. Schritt 1: Auditereignisse, Benutzeraktionen und Netzwerkflüsse nach Fragestellung auswählen.
  2. Schritt 2: Aufbewahrung, Datenschutz, Zeitstempel und Manipulationsschutz festlegen.
  3. Schritt 3: SIEM-Weiterleitung editionsabhängig konfigurieren und Erkennungsregeln testen.

Modul 10: Incident- und Compliance-Lab

Ein kombinierter Vorfall verbindet Erkennung, Eindämmung, Nachweis und Wiederherstellung.

  1. Schritt 1: Verdächtige Änderung und ungewöhnlichen Datenpfad aus Logs rekonstruieren.
  2. Schritt 2: Betroffene Identitäten, Schlüssel, Geräte und Richtlinien kontrolliert sperren.
  3. Schritt 3: Wiederfreigabe, Nachweis und dauerhafte Policy-Verbesserung dokumentieren.

Praxisübungen

  • Bedrohungsmodell und Kontrollmatrix für eine hybride Netmaker-Umgebung.
  • Default-Deny-Policy mit Tags, Benutzer- und Ressourcen-ACLs sowie Regressionstests.
  • SSO-/Gruppenmapping, MFA, Gerätegenehmigung und zeitlich begrenzter Zugriff im Labor.
  • Restriktive Egress- und Site-to-Site-Regeln mit Einzel-IP- und Negativtests.
  • Incident-Szenario mit Auditdaten, Flow Logs, SIEM-Korrelation und dokumentierter Eindämmung.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Engineering, Netzwerk- und Cloud-Security, IAM, SOC-nahe Administration, Compliance-Technik und erfahrene Netmaker-Verantwortung
Voraussetzungen: Fundierte Kenntnisse zu IP-Netzen, WireGuard, Identitätsmanagement und grundlegenden Security-Prinzipien; Netmaker-Praxis ist vorteilhaft
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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Linz 5 Tage
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