Seminar / Training
Semantische Plattformen entfalten ihren Nutzen erst durch verlässliche Integrationen mit Quellsystemen, Portalen, Suchdiensten und Fachanwendungen. Das Seminar führt von den grundlegenden API-Verträgen über SPARQL bis zu ereignis- und batchorientierten Synchronisationsmustern. Jeder technische Zugriff wird mit Berechtigungen, Fehlerbehandlung, Tests und Betriebsanforderungen verbunden.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Kompetenzziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Methodik und Qualitätssicherung
Zielsetzung
Ziel ist die Fähigkeit, lesende und schreibende Integrationen planbar, testbar und wartbar umzusetzen. Dazu gehören stabile Identifier, sichere Authentisierung, nachvollziehbare Datenänderungen, robuste Fehlerpfade und klar definierte Systemgrenzen.
Kompetenzziele
- Geeignete API-Familien und Integrationsmuster für konkrete Anforderungen auswählen.
- SPARQL-Abfragen sowie kontrollierte Updates entwickeln und prüfen.
- Thesaurus-, Extractor-, Search- und Recommender-Schnittstellen kombinieren.
- Vertragstests, Retry-Strategien, Protokollierung und Synchronisationsregeln entwerfen.
Seminarinhalte
3.1 Plattformarchitektur und Komponenten
- Graph Modeling beziehungsweise Thesaurus Manager als Modellierungs- und Governance-Schicht einordnen.
- Extractor, Semantic Classifier, Search and Recommender, ADF und UnifiedViews ihren Aufgaben zuordnen.
- GraphEditor, GraphViews, APIs, SPARQL-Endpunkte und Veröffentlichungsdienste in der Zielarchitektur verorten.
- Datenflüsse vom Quellsystem bis zur Suche, Empfehlung oder generativen Anwendung skizzieren.
3.2 API-Zugriff und Authentisierung
- Benötigte API-Familie, Basisendpunkt, Benutzerrolle und Berechtigungsumfang bestimmen.
- Authentisierungsverfahren in einer geschützten Testumgebung konfigurieren.
- Ersten lesenden Aufruf ausführen und Status, Header sowie Antwortstruktur prüfen.
- Fehler für fehlende Berechtigung, ungültige Parameter und abgelaufene Sitzung kontrolliert behandeln.
3.3 Thesaurus- und Ontology-Manager-APIs
- Projekt- und Konzeptdaten lesend abrufen und Identifier eindeutig auflösen.
- Konzepte, Labels oder Notizen in einem kontrollierten Testprojekt ändern.
- Validierungs-, Workflow- und Berechtigungsregeln bei schreibenden Aufrufen beachten.
- Änderungen abrufen, mit Sollwerten vergleichen und bei Fehlern zurücksetzen.
3.4 SPARQL-Abfragen und Updates
- Graphen, Namensräume und relevante Klassen sowie Properties identifizieren.
- SELECT-Abfrage schrittweise von einfacher Mustersuche zu Filtern und Aggregationen erweitern.
- CONSTRUCT-Abfrage für ein definiertes Austauschmodell erstellen.
- Schreibende Operationen ausschließlich in Testdaten mit Sicherung und Prüfabfrage durchführen.
3.5 Extractor-, Search- und Recommender-APIs
- Dokument oder Text an einen Extraktionsdienst übergeben und Antwortfelder interpretieren.
- Suchanfrage mit Feldern, Facetten, Filtern und Paging ausführen.
- Empfehlungen für ein Startobjekt abrufen und Kontextparameter variieren.
- Antworten auf leere Treffer, Teilfehler und Versionsunterschiede robust auswerten.
3.6 Benachrichtigungen und Webhooks
- Relevante Ereignisse wie Konzeptanlage oder Statusänderung auswählen.
- Webhook in einem Testprojekt mit Ziel, Ereignisfilter und Sicherheitsvorgaben anlegen.
- Ereignis auslösen und Payload, Wiederholung sowie Fehlerprotokoll prüfen.
- Dubletten, Reihenfolge und nicht erreichbare Ziele im Empfängerdienst berücksichtigen.
3.7 Integrationsmuster und Synchronisation
- Lesender Abruf, ereignisbasierte Aktualisierung, Batch-Synchronisation und Spiegelung vergleichen.
- Master-System, Identifikatoren, Konfliktregeln und Aktualisierungsrichtung festlegen.
- Minimalen Ende-zu-Ende-Fluss mit Protokollierung und Wiederholbarkeit umsetzen.
- Datenverlust, Dubletten, Race Conditions und Schemaänderungen mit Negativtests prüfen.
3.8 API-Tests und Fehlerbehandlung
- Vertragstests für Pflichtfelder, Datentypen, Statuscodes und Antwortschema definieren.
- Last-, Paging- und Größenlimits mit realistischen Testdaten prüfen.
- Retry, Timeout, Circuit Breaker und idempotente Verarbeitung passend zum Aufruf festlegen.
- Technische Protokolle und fachliche Auditdaten ohne sensible Inhalte strukturieren.
3.9 RDF-, SKOS- und Graphmodell
- Tripel, Ressourcen, Literale, Klassen und Properties an konkreten Beispielen unterscheiden.
- SKOS-Konzepte und Ontologieklassen hinsichtlich Zweck und Semantik trennen.
- Namensräume, URIs und Präfixe für ein unternehmensweites Modell festlegen.
- Ein kleines Graphmodell auf Konsistenz, Erweiterbarkeit und Abfragefähigkeit prüfen.
3.10 Importkontrolle und Abnahme
- Sollzahlen für Konzepte, Relationen, Sprachen, Metadaten und Statuswerte festlegen.
- Automatisierte Validierung und gezielte Fachstichproben kombinieren.
- Abweichungen nach Kritikalität klassifizieren und Korrekturweg bestimmen.
- Abnahmeprotokoll mit Datenstand, Prüfumfang und offenen Punkten erstellen.
Praxisübungen
4.1 Konzeptdaten über API verarbeiten
- Projekt und Konzept lesend abrufen.
- Ein Label in einem Testprojekt kontrolliert ändern.
- Änderung mit Prüfabfrage und Auditdaten verifizieren.
4.2 SPARQL-Informationsprodukt erstellen
- Abfrageziel und Graphen festlegen.
- SELECT-Abfrage mit Filter und Aggregation aufbauen.
- CONSTRUCT-Ausgabe für ein Austauschmodell erzeugen und prüfen.
4.3 Integrationsfluss absichern
- Webhook oder Batch-Synchronisation konfigurieren.
- Timeout, Dublette und ungültige Nutzlast simulieren.
- Retry, Fehlerablage und Wiederanlauf nachweisen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Softwareentwicklung, Integration Architecture, Data Engineering, technische Produktverantwortung und Plattformbetrieb.
Voraussetzungen: Sicherer Umgang mit HTTP, JSON oder XML und grundlegenden Programmierkonzepten. RDF- und SPARQL-Vorkenntnisse sind hilfreich, werden jedoch systematisch aufgebaut.
Methodik und Qualitätssicherung
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.
- Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
- Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
- Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
- Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.
Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Softwareentwicklung, Integration Architecture, Data Engineering, technische Produktverantwortung und Plattformbetrieb. |
| Voraussetzungen: | Sicherer Umgang mit HTTP, JSON oder XML und grundlegenden Programmierkonzepten. RDF- und SPARQL-Vorkenntnisse sind hilfreich, werden jedoch systematisch aufgebaut. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
Seminartermine
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