Seminar PoolParty Semantic Suite – Intensiv – Betrieb, Sicherheit und Plattformintegration

Seminar / Training

Dieses Intensivseminar bündelt die betrieblichen, administrativen und migrationsbezogenen Inhalte des Portfolios. Identität, Rollen, SSO, Härtung, Monitoring, Backup, Wiederherstellung, APIs, mehrstufige Umgebungen und der Übergang zur Graphwise-Plattform werden in einem gemeinsamen Betriebsszenario verbunden. Jeder Block endet mit überprüfbaren Konfigurationen oder Runbook-Bausteinen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Kompetenzziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Methodik und Qualitätssicherung

Zielsetzung

Ziel ist ein vollständiges Betriebs- und Sicherheitskonzept für eine integrierte semantische Plattform. Technische Administration, Schnittstellenbetrieb, Wiederanlauf und Migration werden als zusammenhängender Service-Lebenszyklus behandelt.

Kompetenzziele

  • Plattform- und Identitätsarchitektur für mehrere Umgebungen entwerfen.
  • Rollen, SSO, Sicherheitsbaseline und Audit praktisch konfigurieren.
  • Monitoring, Backup, Restore und Incident-Prozesse nachweisen.
  • API-Betrieb, Upgrade, Migration und Cutover mit Rückfall planen.

Seminarinhalte

3.1 Plattformarchitektur und Komponenten

  1. Graph Modeling beziehungsweise Thesaurus Manager als Modellierungs- und Governance-Schicht einordnen.
  2. Extractor, Semantic Classifier, Search and Recommender, ADF und UnifiedViews ihren Aufgaben zuordnen.
  3. GraphEditor, GraphViews, APIs, SPARQL-Endpunkte und Veröffentlichungsdienste in der Zielarchitektur verorten.
  4. Datenflüsse vom Quellsystem bis zur Suche, Empfehlung oder generativen Anwendung skizzieren.

3.2 Betriebsarchitektur und Umgebungen

  1. Komponenten, Abhängigkeiten, Datenspeicher und Schnittstellen inventarisieren.
  2. Entwicklungs-, Test-, Abnahme- und Produktionsumgebung mit klaren Zuständigkeiten trennen.
  3. Kapazitäts-, Verfügbarkeits- und Wartungsanforderungen pro Dienst festlegen.
  4. Betriebsdiagramm und Runbook-Grundstruktur erstellen.

3.3 Identitätsarchitektur mit Keycloak

  1. Benutzerquellen, Anmeldewege, Mandanten und Sicherheitsanforderungen erfassen.
  2. Rollenmodell zwischen Identitätsanbieter, Keycloak und Plattformkomponenten abbilden.
  3. Testbenutzer mit minimalen Rechten einrichten und Anmeldung prüfen.
  4. Token, Session, Abmeldung und Fehlerfälle ohne Offenlegung sensibler Daten kontrollieren.

3.4 Benutzer, Gruppen und Rollen

  1. Serverweite, projektbezogene und funktionsbezogene Berechtigungen unterscheiden.
  2. Gruppen für Knowledge Engineering, Review, Administration und reine Nutzung definieren.
  3. Rollen nach Minimalprinzip zuweisen und unzulässige Kombinationen vermeiden.
  4. Berechtigungsmatrix mit Positiv- und Negativtests für repräsentative Aufgaben prüfen.

3.5 SAML-, LDAP- und föderierte Anmeldung

  1. Identitätsquelle, Attribute, Gruppeninformationen und gewünschtes Mapping dokumentieren.
  2. Testintegration mit SAML oder LDAP in einer nicht produktiven Umgebung konfigurieren.
  3. Attribute auf Benutzer, Gruppen und Rollen abbilden und Anmeldung testen.
  4. Fehlende Attribute, deaktivierte Konten, Gruppenänderungen und Abmeldung prüfen.

3.6 Sicherheitsbaseline und Härtung

  1. Netzwerkzonen, TLS, Geheimnisverwaltung, privilegierte Zugänge und externe Schnittstellen inventarisieren.
  2. Standardkonten, unnötige Dienste und zu breite Berechtigungen bereinigen.
  3. Konfigurations- und Datenzugriffe nach Schutzbedarf trennen.
  4. Baseline mit wiederholbaren Kontrollen und dokumentierten Ausnahmen absichern.

3.7 Audit, Protokollierung und Nachvollziehbarkeit

  1. Relevante Anmelde-, Administrations-, Modellierungs- und Veröffentlichungsereignisse festlegen.
  2. Protokollquellen, Aufbewahrung, Zugriff und Datenschutzanforderungen dokumentieren.
  3. Typischen Änderungsvorgang von Anmeldung bis Freigabe nachvollziehen.
  4. Alarm- und Prüfregeln für fehlgeschlagene Anmeldung, Rechteänderung und kritische Konfiguration definieren.

3.8 API-Zugriff und Authentisierung

  1. Benötigte API-Familie, Basisendpunkt, Benutzerrolle und Berechtigungsumfang bestimmen.
  2. Authentisierungsverfahren in einer geschützten Testumgebung konfigurieren.
  3. Ersten lesenden Aufruf ausführen und Status, Header sowie Antwortstruktur prüfen.
  4. Fehler für fehlende Berechtigung, ungültige Parameter und abgelaufene Sitzung kontrolliert behandeln.

3.9 Integrationsmuster und Synchronisation

  1. Lesender Abruf, ereignisbasierte Aktualisierung, Batch-Synchronisation und Spiegelung vergleichen.
  2. Master-System, Identifikatoren, Konfliktregeln und Aktualisierungsrichtung festlegen.
  3. Minimalen Ende-zu-Ende-Fluss mit Protokollierung und Wiederholbarkeit umsetzen.
  4. Datenverlust, Dubletten, Race Conditions und Schemaänderungen mit Negativtests prüfen.

3.10 Monitoring und Servicezustand

  1. Gesundheit, Ressourcen, Antwortzeiten, Jobs, Indizes und Datenaktualität als Messbereiche definieren.
  2. Technische und fachliche Schwellenwerte mit Warn- und Kritischstufe festlegen.
  3. Beispielstörung erzeugen oder simulieren und Signale über mehrere Komponenten korrelieren.
  4. Alarm, Diagnose, Behebung und Dokumentation in einem standardisierten Ablauf testen.

3.11 Backup, Snapshot und Wiederherstellung

  1. Zu sichernde Projekte, Konfigurationen, Datenbanken, Indizes und abhängige Modelle erfassen.
  2. Sicherungsplan mit Häufigkeit, Aufbewahrung, Verschlüsselung und Verantwortlichkeit festlegen.
  3. Snapshot oder Export in einer Testumgebung erzeugen und Integrität prüfen.
  4. Wiederherstellung durchführen und fachliche sowie technische Abnahmepunkte kontrollieren.

3.12 Mehrstufige Umgebungen und Spiegelung

  1. Authoring-, Test- und Bereitstellungsinstanzen mit Datenflüssen und Freigabepunkten modellieren.
  2. Spiegelungsrichtung, Umfang, Zeitplan und Ausschlüsse festlegen.
  3. Projekt in eine Zielumgebung übertragen oder spiegeln und abhängige Modelle nachführen.
  4. Konsistenz, Veröffentlichung und Rückkehr zu einem definierten Stand prüfen.

3.13 Störungsanalyse und Wiederanlauf

  1. Symptom, Auswirkung, Zeitpunkt und letzte Änderung strukturiert erfassen.
  2. Hypothesen nach Identität, Netzwerk, Daten, Index, Job und Anwendung priorisieren.
  3. Logs, Status, Testaufrufe und Vergleichsdaten gezielt sammeln.
  4. Ursache beheben, Service verifizieren und Vorbeugungsmaßnahme im Runbook ergänzen.

3.14 Bestandsaufnahme und Abhängigkeiten

  1. Installationen, Projekte, Add-ons, Integrationen, Anpassungen und Datenvolumen inventarisieren.
  2. Versionen, Supportstatus und technische Verantwortliche dokumentieren.
  3. Abhängigkeiten zwischen Ontologien, Custom Schemes, Projekten, Indizes und Anwendungen erfassen.
  4. Kritische Pfade und fehlende Dokumentation priorisieren.

3.15 Kompatibilität und Zielbild

  1. Zielkomponenten und neue Produktbezeichnungen dem bestehenden PoolParty-Bestand zuordnen.
  2. API-, Datenmodell-, Authentisierungs- und Betriebsänderungen bewerten.
  3. Anpassungen nach Muss, Soll und optional klassifizieren.
  4. Go- oder No-Go-Kriterien für den nächsten Migrationsschritt festlegen.

3.16 Testmigration und Cutover

  1. Reproduzierbare Kopie der Ausgangsumgebung und gesicherte Datenstände bereitstellen.
  2. Migration nach Plan durchführen und jeden Schritt protokollieren.
  3. Fachliche sowie technische Testkataloge abarbeiten und Abweichungen bewerten.
  4. Produktivumschaltung simulieren, Rückfall testen und finale Freigabekriterien bestätigen.

Praxisübungen

4.1 Sichere Plattformbasis aufbauen

  1. Umgebungen und Komponenten modellieren.
  2. Rollen, Gruppen und föderierte Anmeldung konfigurieren.
  3. Baseline und Berechtigungs-Negativtests durchführen.

4.2 Betriebsfähigkeit nachweisen

  1. Monitoring- und Alarmmodell umsetzen.
  2. Sicherung erzeugen und Wiederherstellung testen.
  3. Störung diagnostizieren und Runbook ergänzen.

4.3 Integration und Migration absichern

  1. API- und Synchronisationsfluss mit Fehlerpfad testen.
  2. Migrationsinventar und Zielmapping erstellen.
  3. Cutover und Rückfall in einer Testumgebung simulieren.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Senior Administration, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, IAM, Security, Integration Architecture und technische Projektleitung.

Voraussetzungen: Praktische Erfahrung in Systembetrieb, Identitätsmanagement oder Integration. Grundkenntnisse der PoolParty-Architektur werden vorausgesetzt; der Einstiegstag kann vorgeschaltet werden.

Methodik und Qualitätssicherung

Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.

  • Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
  • Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
  • Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
  • Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.

Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Senior Administration, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, IAM, Security, Integration Architecture und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Praktische Erfahrung in Systembetrieb, Identitätsmanagement oder Integration. Grundkenntnisse der PoolParty-Architektur werden vorausgesetzt; der Einstiegstag kann vorgeschaltet werden.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
Innsbruck 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
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