Seminar / Training
Dieses Intensivseminar bündelt die betrieblichen, administrativen und migrationsbezogenen Inhalte des Portfolios. Identität, Rollen, SSO, Härtung, Monitoring, Backup, Wiederherstellung, APIs, mehrstufige Umgebungen und der Übergang zur Graphwise-Plattform werden in einem gemeinsamen Betriebsszenario verbunden. Jeder Block endet mit überprüfbaren Konfigurationen oder Runbook-Bausteinen.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Kompetenzziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Methodik und Qualitätssicherung
Zielsetzung
Ziel ist ein vollständiges Betriebs- und Sicherheitskonzept für eine integrierte semantische Plattform. Technische Administration, Schnittstellenbetrieb, Wiederanlauf und Migration werden als zusammenhängender Service-Lebenszyklus behandelt.
Kompetenzziele
- Plattform- und Identitätsarchitektur für mehrere Umgebungen entwerfen.
- Rollen, SSO, Sicherheitsbaseline und Audit praktisch konfigurieren.
- Monitoring, Backup, Restore und Incident-Prozesse nachweisen.
- API-Betrieb, Upgrade, Migration und Cutover mit Rückfall planen.
Seminarinhalte
3.1 Plattformarchitektur und Komponenten
- Graph Modeling beziehungsweise Thesaurus Manager als Modellierungs- und Governance-Schicht einordnen.
- Extractor, Semantic Classifier, Search and Recommender, ADF und UnifiedViews ihren Aufgaben zuordnen.
- GraphEditor, GraphViews, APIs, SPARQL-Endpunkte und Veröffentlichungsdienste in der Zielarchitektur verorten.
- Datenflüsse vom Quellsystem bis zur Suche, Empfehlung oder generativen Anwendung skizzieren.
3.2 Betriebsarchitektur und Umgebungen
- Komponenten, Abhängigkeiten, Datenspeicher und Schnittstellen inventarisieren.
- Entwicklungs-, Test-, Abnahme- und Produktionsumgebung mit klaren Zuständigkeiten trennen.
- Kapazitäts-, Verfügbarkeits- und Wartungsanforderungen pro Dienst festlegen.
- Betriebsdiagramm und Runbook-Grundstruktur erstellen.
3.3 Identitätsarchitektur mit Keycloak
- Benutzerquellen, Anmeldewege, Mandanten und Sicherheitsanforderungen erfassen.
- Rollenmodell zwischen Identitätsanbieter, Keycloak und Plattformkomponenten abbilden.
- Testbenutzer mit minimalen Rechten einrichten und Anmeldung prüfen.
- Token, Session, Abmeldung und Fehlerfälle ohne Offenlegung sensibler Daten kontrollieren.
3.4 Benutzer, Gruppen und Rollen
- Serverweite, projektbezogene und funktionsbezogene Berechtigungen unterscheiden.
- Gruppen für Knowledge Engineering, Review, Administration und reine Nutzung definieren.
- Rollen nach Minimalprinzip zuweisen und unzulässige Kombinationen vermeiden.
- Berechtigungsmatrix mit Positiv- und Negativtests für repräsentative Aufgaben prüfen.
3.5 SAML-, LDAP- und föderierte Anmeldung
- Identitätsquelle, Attribute, Gruppeninformationen und gewünschtes Mapping dokumentieren.
- Testintegration mit SAML oder LDAP in einer nicht produktiven Umgebung konfigurieren.
- Attribute auf Benutzer, Gruppen und Rollen abbilden und Anmeldung testen.
- Fehlende Attribute, deaktivierte Konten, Gruppenänderungen und Abmeldung prüfen.
3.6 Sicherheitsbaseline und Härtung
- Netzwerkzonen, TLS, Geheimnisverwaltung, privilegierte Zugänge und externe Schnittstellen inventarisieren.
- Standardkonten, unnötige Dienste und zu breite Berechtigungen bereinigen.
- Konfigurations- und Datenzugriffe nach Schutzbedarf trennen.
- Baseline mit wiederholbaren Kontrollen und dokumentierten Ausnahmen absichern.
3.7 Audit, Protokollierung und Nachvollziehbarkeit
- Relevante Anmelde-, Administrations-, Modellierungs- und Veröffentlichungsereignisse festlegen.
- Protokollquellen, Aufbewahrung, Zugriff und Datenschutzanforderungen dokumentieren.
- Typischen Änderungsvorgang von Anmeldung bis Freigabe nachvollziehen.
- Alarm- und Prüfregeln für fehlgeschlagene Anmeldung, Rechteänderung und kritische Konfiguration definieren.
3.8 API-Zugriff und Authentisierung
- Benötigte API-Familie, Basisendpunkt, Benutzerrolle und Berechtigungsumfang bestimmen.
- Authentisierungsverfahren in einer geschützten Testumgebung konfigurieren.
- Ersten lesenden Aufruf ausführen und Status, Header sowie Antwortstruktur prüfen.
- Fehler für fehlende Berechtigung, ungültige Parameter und abgelaufene Sitzung kontrolliert behandeln.
3.9 Integrationsmuster und Synchronisation
- Lesender Abruf, ereignisbasierte Aktualisierung, Batch-Synchronisation und Spiegelung vergleichen.
- Master-System, Identifikatoren, Konfliktregeln und Aktualisierungsrichtung festlegen.
- Minimalen Ende-zu-Ende-Fluss mit Protokollierung und Wiederholbarkeit umsetzen.
- Datenverlust, Dubletten, Race Conditions und Schemaänderungen mit Negativtests prüfen.
3.10 Monitoring und Servicezustand
- Gesundheit, Ressourcen, Antwortzeiten, Jobs, Indizes und Datenaktualität als Messbereiche definieren.
- Technische und fachliche Schwellenwerte mit Warn- und Kritischstufe festlegen.
- Beispielstörung erzeugen oder simulieren und Signale über mehrere Komponenten korrelieren.
- Alarm, Diagnose, Behebung und Dokumentation in einem standardisierten Ablauf testen.
3.11 Backup, Snapshot und Wiederherstellung
- Zu sichernde Projekte, Konfigurationen, Datenbanken, Indizes und abhängige Modelle erfassen.
- Sicherungsplan mit Häufigkeit, Aufbewahrung, Verschlüsselung und Verantwortlichkeit festlegen.
- Snapshot oder Export in einer Testumgebung erzeugen und Integrität prüfen.
- Wiederherstellung durchführen und fachliche sowie technische Abnahmepunkte kontrollieren.
3.12 Mehrstufige Umgebungen und Spiegelung
- Authoring-, Test- und Bereitstellungsinstanzen mit Datenflüssen und Freigabepunkten modellieren.
- Spiegelungsrichtung, Umfang, Zeitplan und Ausschlüsse festlegen.
- Projekt in eine Zielumgebung übertragen oder spiegeln und abhängige Modelle nachführen.
- Konsistenz, Veröffentlichung und Rückkehr zu einem definierten Stand prüfen.
3.13 Störungsanalyse und Wiederanlauf
- Symptom, Auswirkung, Zeitpunkt und letzte Änderung strukturiert erfassen.
- Hypothesen nach Identität, Netzwerk, Daten, Index, Job und Anwendung priorisieren.
- Logs, Status, Testaufrufe und Vergleichsdaten gezielt sammeln.
- Ursache beheben, Service verifizieren und Vorbeugungsmaßnahme im Runbook ergänzen.
3.14 Bestandsaufnahme und Abhängigkeiten
- Installationen, Projekte, Add-ons, Integrationen, Anpassungen und Datenvolumen inventarisieren.
- Versionen, Supportstatus und technische Verantwortliche dokumentieren.
- Abhängigkeiten zwischen Ontologien, Custom Schemes, Projekten, Indizes und Anwendungen erfassen.
- Kritische Pfade und fehlende Dokumentation priorisieren.
3.15 Kompatibilität und Zielbild
- Zielkomponenten und neue Produktbezeichnungen dem bestehenden PoolParty-Bestand zuordnen.
- API-, Datenmodell-, Authentisierungs- und Betriebsänderungen bewerten.
- Anpassungen nach Muss, Soll und optional klassifizieren.
- Go- oder No-Go-Kriterien für den nächsten Migrationsschritt festlegen.
3.16 Testmigration und Cutover
- Reproduzierbare Kopie der Ausgangsumgebung und gesicherte Datenstände bereitstellen.
- Migration nach Plan durchführen und jeden Schritt protokollieren.
- Fachliche sowie technische Testkataloge abarbeiten und Abweichungen bewerten.
- Produktivumschaltung simulieren, Rückfall testen und finale Freigabekriterien bestätigen.
Praxisübungen
4.1 Sichere Plattformbasis aufbauen
- Umgebungen und Komponenten modellieren.
- Rollen, Gruppen und föderierte Anmeldung konfigurieren.
- Baseline und Berechtigungs-Negativtests durchführen.
4.2 Betriebsfähigkeit nachweisen
- Monitoring- und Alarmmodell umsetzen.
- Sicherung erzeugen und Wiederherstellung testen.
- Störung diagnostizieren und Runbook ergänzen.
4.3 Integration und Migration absichern
- API- und Synchronisationsfluss mit Fehlerpfad testen.
- Migrationsinventar und Zielmapping erstellen.
- Cutover und Rückfall in einer Testumgebung simulieren.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Senior Administration, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, IAM, Security, Integration Architecture und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Praktische Erfahrung in Systembetrieb, Identitätsmanagement oder Integration. Grundkenntnisse der PoolParty-Architektur werden vorausgesetzt; der Einstiegstag kann vorgeschaltet werden.
Methodik und Qualitätssicherung
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.
- Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
- Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
- Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
- Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.
Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Senior Administration, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, IAM, Security, Integration Architecture und technische Projektleitung. |
| Voraussetzungen: | Praktische Erfahrung in Systembetrieb, Identitätsmanagement oder Integration. Grundkenntnisse der PoolParty-Architektur werden vorausgesetzt; der Einstiegstag kann vorgeschaltet werden. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
Seminartermine
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