Seminar PoolParty Semantic Suite – Taxonomie- und Thesaurusmanagement

Seminar / Training

Taxonomien und Thesauri bilden die kontrollierte Wissensbasis für Suche, Tagging, Integration und KI-Anwendungen. Das Seminar führt durch Projektanlage, Konzeptmodellierung, Hierarchien, Benennungen, Relationen, Workflows und Qualitätsprüfung. Ein konsistentes Fachmodell wird schrittweise aufgebaut und für nachgelagerte Nutzung vorbereitet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Kompetenzziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Methodik und Qualitätssicherung

Zielsetzung

Ziel ist die sichere redaktionelle und methodische Beherrschung des Thesaurus Managers beziehungsweise Graph Modeling. Modellierungsentscheidungen werden durch Regeln, Beispiele und Qualitätsprüfungen nachvollziehbar gemacht.

Kompetenzziele

  • Taxonomieprojekte strukturiert anlegen und konfigurieren.
  • Konzepte, Labels, Definitionen, Hierarchien und Relationen konsistent modellieren.
  • Statusworkflow, Rollen und Änderungsprozess anwenden.
  • Qualitätsprüfungen, Berichte und Freigabe für eine Nutzungsversion durchführen.

Seminarinhalte

3.1 Semantische Grundlagen und Standards

  1. Begriffe wie Taxonomie, Thesaurus, Ontologie, Wissensgraph und kontrolliertes Vokabular voneinander abgrenzen.
  2. SKOS-, RDF- und URI-Grundprinzipien an einem durchgängigen Fachmodell nachvollziehen.
  3. Unstrukturierte Inhalte, strukturierte Daten und Metadaten als getrennte Eingangsklassen erfassen.
  4. Für einen Beispielanwendungsfall festlegen, welche semantische Struktur tatsächlich benötigt wird.

3.2 Projektanlage und Grundkonfiguration

  1. Projektzweck, Fachdomäne, Namenskonventionen und Standardsprache dokumentieren.
  2. Ein neues Projekt mit passenden Sprachen, Basiseinstellungen und Berechtigungen anlegen.
  3. Konzeptschema, Top-Konzepte und erste Navigationsstruktur erstellen.
  4. Projektkonfiguration kontrollieren und eine reproduzierbare Ausgangsversion sichern.

3.3 Konzepte, Benennungen und Definitionen modellieren

  1. Bevorzugte Benennung pro Sprache eindeutig und fachlich neutral formulieren.
  2. Alternative und versteckte Benennungen für Synonyme, Schreibvarianten und Suchbegriffe ergänzen.
  3. Definitionen, Hinweise, Beispiele und redaktionelle Notizen nach verbindlichen Regeln pflegen.
  4. Dublettengefahr, Homonyme und unklare Sammelbegriffe anhand einer Prüfliste bereinigen.

3.4 Hierarchien und semantische Relationen

  1. Breitere und engere Konzepte nach einem einheitlichen Abstraktionsprinzip strukturieren.
  2. Assoziative Relationen nur bei dokumentiertem fachlichem Mehrwert setzen.
  3. Polyhierarchien, Facetten und mehrere Konzeptschemata gegeneinander abwägen.
  4. Zyklische, widersprüchliche oder semantisch zu schwache Relationen erkennen und korrigieren.

3.5 Label-, Notiz- und Metadatenregeln

  1. Schreibweise, Singular oder Plural, Abkürzungen und Großschreibung verbindlich festlegen.
  2. Notiztypen für Definition, Scope Note, Historie und redaktionelle Begründung unterscheiden.
  3. Eigene Metadatenfelder mit Datentyp, Kardinalität und Pflichtstatus spezifizieren.
  4. Regeln an repräsentativen Konzepten testen und als redaktionelles Muster dokumentieren.

3.6 Statusmodelle und redaktionelle Workflows

  1. Lebenszyklus von Entwurf, Prüfung, Freigabe, Veröffentlichung und Stilllegung definieren.
  2. Rollen und Berechtigungen für Erstellung, Review, Freigabe und Administration zuordnen.
  3. Änderungsanträge mit Begründung, Auswirkung und verantwortlicher Rolle erfassen.
  4. Einen Freigabefall einschließlich Rückgabe, Korrektur und erneuter Prüfung durchspielen.

3.7 Qualitätsregeln und Datenvalidierung

  1. Qualitätsszenarien für fehlende Labels, verwaiste Konzepte, ungültige Relationen und Pflichtfelder anlegen.
  2. Validierung auf einen definierten Projektstand anwenden und Befunde priorisieren.
  3. Fehlerursachen von fachlichen Ausnahmen unterscheiden und dokumentierte Ausnahmeregeln festlegen.
  4. Korrekturen durchführen, erneut prüfen und den Qualitätsstatus nachvollziehbar protokollieren.

3.8 Berichte und Kennzahlen

  1. Kennzahlen für Umfang, Sprachabdeckung, Änderungsvolumen, Freigabestatus und Qualitätsbefunde auswählen.
  2. Standardberichte ausführen und Ergebnisse nach Zielgruppe aufbereiten.
  3. Eigene Abfragen oder Berichtslogiken für Governance-Fragen definieren.
  4. Regelmäßige Review-Termine mit Schwellenwerten und Eskalationswegen festlegen.

Praxisübungen

4.1 Fachtaxonomie aufbauen

  1. Projekt und Konzeptschema anlegen.
  2. Konzepte mit Labels und Definitionen pflegen.
  3. Hierarchie und assoziative Relationen nach Regeln ergänzen.

4.2 Redaktionsworkflow durchführen

  1. Änderungsantrag erfassen.
  2. Review und Korrekturschleife ausführen.
  3. Freigabe mit Rollen- und Statusprüfung abschließen.

4.3 Nutzungsversion abnehmen

  1. Qualitätsszenarien ausführen.
  2. Fehler und Ausnahmen bearbeiten.
  3. Bericht erstellen und Veröffentlichungsstand dokumentieren.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Taxonomists, Knowledge Manager, Informationsarchitektur, technische Redaktion, Data Stewards, Content- und Suchteams.

Voraussetzungen: Keine PoolParty-Vorkenntnisse. Erfahrung mit Fachvokabularen, Metadaten, Suche oder Content-Prozessen ist hilfreich.

Methodik und Qualitätssicherung

Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.

  • Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
  • Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
  • Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
  • Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.

Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Taxonomists, Knowledge Manager, Informationsarchitektur, technische Redaktion, Data Stewards, Content- und Suchteams.
Voraussetzungen: Keine PoolParty-Vorkenntnisse. Erfahrung mit Fachvokabularen, Metadaten, Suche oder Content-Prozessen ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Stream live 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.at All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben