Seminar / Training
UnifiedViews bildet wiederholbare Datenpipelines für Extraktion, Transformation, Qualitätskontrolle und Laden ab. Das Seminar übersetzt fachliche Datenanforderungen in nachvollziehbare Pipeline-Stufen und geeignete Data Processing Units. Neben dem Happy Path werden fehlerhafte Eingaben, Wiederanlauf, Monitoring und Datenprovenienz systematisch behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Kompetenzziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Methodik und Qualitätssicherung
Zielsetzung
Ziel ist eine produktionsnahe Pipeline, die heterogene Quellen kontrolliert in RDF oder einen Zielgraph überführt. Datenqualität, Identifikatoren und Betriebseigenschaften werden bereits im Entwurf berücksichtigt.
Kompetenzziele
- Pipelines in klar getrennte Verarbeitungsstufen zerlegen.
- Extractor-, Transformer-, Quality-Checker- und Loader-DPUs passend auswählen.
- Tabellarische, JSON- oder XML-Daten konsistent in RDF überführen.
- Zeitplanung, Monitoring, Wiederanlauf und Fehlerablage konfigurieren.
Seminarinhalte
3.1 Use-Case-Auswahl und Anforderungsanalyse
- Geschäftsproblem, Nutzergruppen, Informationsobjekte und gewünschte Entscheidungen präzise beschreiben.
- Such-, Tagging-, Integrations-, Governance- und KI-Anforderungen getrennt priorisieren.
- Messbare Qualitätskriterien für Abdeckung, Präzision, Aktualität und Nachvollziehbarkeit definieren.
- Einen abgegrenzten Pilotumfang mit Datenquellen, Verantwortlichkeiten und Abnahmekriterien festlegen.
3.2 UnifiedViews-Pipelines entwerfen
- Quelle, Ziel, Ausführungsrhythmus, Datenvolumen und Fehlerstrategie erfassen.
- Pipeline in Extraktion, Transformation, Qualitätsprüfung und Laden zerlegen.
- Zwischenformate, Identifier und Provenienz über alle Stufen definieren.
- Minimalen durchgängigen Datenfluss auf dem Canvas modellieren.
3.3 Daten mit DPUs extrahieren
- Geeignete Extractor DPU für Datei, API oder Graphquelle auswählen.
- Verbindungsparameter und Eingabepfade ohne produktive Geheimnisse konfigurieren.
- Testlauf starten und erzeugte Arbeitsdaten kontrollieren.
- Zeitüberschreitung, leere Quelle und ungültige Eingabe als Fehlerfälle behandeln.
3.4 Daten transformieren und in RDF überführen
- Tabellarische, JSON- oder XML-Strukturen auf das Zielmodell abbilden.
- Transformation mit SPARQL, Mapping oder geeigneter DPU umsetzen.
- URIs, Datentypen, Sprach-Tags und Referenzen konsistent erzeugen.
- Zwischenergebnis durch Stichproben und maschinelle Checks validieren.
3.5 Qualitätsprüfung und Laden
- Qualitätsregeln vor dem Laden als eigenständige Pipeline-Stufe definieren.
- Fehlerhafte Datensätze isolieren und nachvollziehbar protokollieren.
- Valide Daten in Zielgraph oder nachgelagerten Dienst laden.
- Sollzahlen, Delta, Identifikatoren und exemplarische Beziehungen nach dem Laden prüfen.
3.6 Zeitplanung, Monitoring und Wiederanlauf
- Ausführungsplan, Abhängigkeiten und maximale Laufzeit konfigurieren.
- Execution Monitor zur Analyse laufender, erfolgreicher und fehlgeschlagener Ausführungen nutzen.
- Benachrichtigungen und Eskalationskriterien für kritische Fehler festlegen.
- Idempotenz, Wiederanlauf und manuelle Korrektur für einen Fehlerfall testen.
3.7 RDF-, SKOS- und Graphmodell
- Tripel, Ressourcen, Literale, Klassen und Properties an konkreten Beispielen unterscheiden.
- SKOS-Konzepte und Ontologieklassen hinsichtlich Zweck und Semantik trennen.
- Namensräume, URIs und Präfixe für ein unternehmensweites Modell festlegen.
- Ein kleines Graphmodell auf Konsistenz, Erweiterbarkeit und Abfragefähigkeit prüfen.
3.8 Importkontrolle und Abnahme
- Sollzahlen für Konzepte, Relationen, Sprachen, Metadaten und Statuswerte festlegen.
- Automatisierte Validierung und gezielte Fachstichproben kombinieren.
- Abweichungen nach Kritikalität klassifizieren und Korrekturweg bestimmen.
- Abnahmeprotokoll mit Datenstand, Prüfumfang und offenen Punkten erstellen.
Praxisübungen
4.1 Ende-zu-Ende-Pipeline aufbauen
- Quelldatei und Zielmodell analysieren.
- Extraktions- und Transformations-DPUs konfigurieren.
- RDF-Ergebnis laden und mit Prüfabfragen kontrollieren.
4.2 Qualitätsgate ergänzen
- Pflichtfelder und Identifikatorregeln definieren.
- Fehlerhafte Datensätze gezielt einschleusen.
- Fehler isolieren und valide Daten weiterverarbeiten.
4.3 Betriebsszenario testen
- Zeitplan und Benachrichtigung festlegen.
- Pipelinefehler simulieren.
- Wiederanlauf ohne doppelte Daten nachweisen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Data Engineering, ETL- und Integrationsentwicklung, Knowledge-Graph-Teams, Plattformbetrieb und technische Architektur.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Datenformaten und ETL-Prozessen. RDF- oder SPARQL-Kenntnisse sind hilfreich und werden im Kontext wiederholt.
Methodik und Qualitätssicherung
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.
- Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
- Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
- Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
- Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.
Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Engineering, ETL- und Integrationsentwicklung, Knowledge-Graph-Teams, Plattformbetrieb und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Datenformaten und ETL-Prozessen. RDF- oder SPARQL-Kenntnisse sind hilfreich und werden im Kontext wiederholt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
Seminartermine
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