Seminarbeschreibung
Das Seminar vermittelt eine kontrollierte Migration von vorhandenen SonicWall-Umgebungen auf aktuelle Gen-8-Plattformen und SonicOS 8. Bestand, Zielauswahl, Bereinigung, Konvertierungsprüfung, Vorbereitungsaufbau, Cutover, Abnahme und Rückfall werden als ein durchgängiger Change behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzziele
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Lernblock 1: Migrationsanalyse und Zielplanung
- Lernblock 2: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
- Lernblock 3: Zielkonfiguration vorbereiten und bereinigen
- Lernblock 4: Firewall-Härtung und administrative Schutzmaßnahmen
- Lernblock 5: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
- Lernblock 6: Umschaltung, Abnahme und Rückfall
- Lernblock 7: Methodische Fehleranalyse
- Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
- Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt
- Einordnung in den Lernpfad
Kompetenzziele
- Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Lifecycle fachlich einordnen.
- Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
- Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
- Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.
Zielgruppe
Firewall-Administratoren, System Engineers, Projektverantwortliche und technische Migrationsleiter.
Vorkenntnisse
Praxiserfahrung mit SonicOS, Regelwerken, NAT, VPN und betrieblichen Wartungsfenstern.
Lernblock 1: Migrationsanalyse und Zielplanung
Vor der technischen Umsetzung werden Bestand, Abhängigkeiten und Zielzustand vollständig transparent gemacht.
- Hardware, SonicOS-Version, Lizenzen, Interfaces, Objekte, Regeln, NAT und VPNs inventarisieren.
- Nicht mehr benötigte oder widersprüchliche Konfigurationen als Bereinigungsbestand markieren.
- Zielplattform anhand von Durchsatz, Sicherheitsdiensten, Portbedarf, Wachstum und HA-Anforderung dimensionieren.
- Funktionsunterschiede und Konvertierungsgrenzen zwischen Quell- und Zielversion erfassen.
- Abnahmekriterien, Wartungsfenster, Kommunikationsweg und Rückfallpunkt verbindlich festlegen.
Praxisübung: Erstellung einer Migrationsmatrix aus einer bereitgestellten Beispielkonfiguration.
Lernblock 2: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
Die technische Einordnung schafft eine belastbare Grundlage für alle folgenden Konfigurationsschritte.
- Firewall-Modelle, virtuelle Varianten und typische Einsatzgrenzen nach Standortgröße und Datenverkehr einordnen.
- Management-, Daten- und Sicherheitsebene voneinander abgrenzen und ihre Abhängigkeiten dokumentieren.
- SonicOS-Version, Firmwarestand, registrierte Dienste und Laufzeiten in einer Bestandsübersicht erfassen.
- Lizenzierte Sicherheitsdienste den vorgesehenen Schutzfunktionen und den betroffenen Datenpfaden zuordnen.
- Eine Zielarchitektur mit Verantwortlichkeiten, Administrationswegen und Freigabeprozess festlegen.
Praxisübung: Bestandsaufnahme einer bereitgestellten Appliance oder Laborinstanz und Erstellung eines kompakten Architekturblatts.
Lernblock 3: Zielkonfiguration vorbereiten und bereinigen
Die neue Umgebung wird vor dem Umschalttermin soweit wie möglich außerhalb des Produktivpfads aufgebaut.
- Zielgerät registrieren, lizenzieren, aktualisieren und mit einer sicheren Basiskonfiguration versehen.
- Konvertierte Konfiguration abschnittsweise prüfen, statt sie ungeprüft vollständig zu übernehmen.
- Interfaces, Zonen, Objekte, NAT, Regeln und VPNs mit der freigegebenen Sollmatrix abgleichen.
- Veraltete Kryptografie, überbreite Regeln und nicht mehr benötigte Objekte vorab korrigieren.
- Offline- und Laborprüfungen durchführen und eine signierte Freigabeversion sichern.
Praxisübung: Vorbereitung einer bereinigten Zielkonfiguration mit dokumentierter Differenz zur Quelle.
Lernblock 4: Firewall-Härtung und administrative Schutzmaßnahmen
Die Härtung reduziert Angriffsfläche und Fehlkonfigurationen, ohne den geregelten Betrieb zu behindern.
- Nicht benötigte Dienste, Interfaces, Regeln, Objekte und Administrationswege identifizieren.
- Managementzugriff auf vertrauenswürdige Netze, starke Authentisierung und getrennte Rollen begrenzen.
- Unsichere Protokolle, schwache kryptografische Verfahren und veraltete Gegenstellen beseitigen.
- Regelwerk, Sicherheitsprofile und Ausnahmen auf unnötige Reichweite prüfen.
- Härtungsstand als prüfbare Baseline dokumentieren und regelmäßige Abweichungsprüfung einplanen.
Praxisübung: Durchführung eines strukturierten Härtungschecks mit Maßnahmenliste und Priorisierung.
Lernblock 5: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
Änderungen und Updates werden mit gesichertem Ausgangszustand, Prüfplan und dokumentiertem Rückweg durchgeführt.
- Aktuelle Konfiguration, Zertifikate, Lizenzstatus und Geräteinformationen vollständig sichern.
- Release- und Kompatibilitätsprüfung für Zielversion, Dienste und Gegenstellen durchführen.
- Wartungsfenster, Kommunikationsplan, Erfolgskriterien und Abbruchschwellen festlegen.
- Update in der vorgesehenen Reihenfolge ausführen und jeden Neustart kontrollieren.
- Funktionstest, Protokollprüfung und gegebenenfalls Rückfall auf den gesicherten Zustand durchführen.
Praxisübung: Simulation eines Firmwarewechsels mit Checkliste, Funktionstest und dokumentierter Rückfallentscheidung.
Lernblock 6: Umschaltung, Abnahme und Rückfall
Die Produktivsetzung folgt einer festen Reihenfolge und wird anhand vorab definierter Kriterien entschieden.
- Letzte Änderungen einfrieren, aktuelle Sicherungen erstellen und Startfreigabe dokumentieren.
- Verbindungen kontrolliert trennen, Zielsystem anschließen und Provider- sowie Switchzustände prüfen.
- Management, Routing, DNS, zentrale Dienste, veröffentlichte Dienste und VPNs in Prioritätsreihenfolge testen.
- Sicherheitsprotokolle, Leistungswerte und Benutzerstichproben während der Stabilisierungsphase beobachten.
- Bei überschrittener Abbruchschwelle geordnet zurückfallen; andernfalls Abnahme und Nacharbeiten festhalten.
Praxisübung: Simulation eines Cutovers mit Abnahmecheckliste, Störfall und begründeter Go- oder Rückfallentscheidung.
Lernblock 7: Methodische Fehleranalyse
Eine feste Diagnosefolge verhindert ungezielte Änderungen und verkürzt die Wiederherstellung.
- Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffene Nutzer, letzte Änderungen und erwartetes Verhalten präzise erfassen.
- Problem einer Schicht, einem Datenpfad und einem reproduzierbaren Testfall zuordnen.
- Hypothesen priorisieren und für jede Hypothese ein eindeutiges Prüfkriterium festlegen.
- Nur eine Variable je Schritt ändern und Beobachtung sowie Ergebnis protokollieren.
- Lösung verifizieren, temporäre Änderungen zurücknehmen und Ursache dauerhaft dokumentieren.
Praxisübung: Bearbeitung eines vorbereiteten Störungsfalls mit Diagnoseprotokoll und Ursachenbegründung.
Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
Technische Änderungen werden mit klarer Anforderung, Prüfung, Freigabe und Rücknahme durchgeführt.
- Anlass, Ziel, betroffene Systeme und Geschäftsrisiko der Änderung erfassen.
- Technischen Plan, Abhängigkeiten, Testfälle und Rückfallweg vollständig beschreiben.
- Freigabe und Wartungsfenster vor Beginn prüfen und Ausgangszustand sichern.
- Änderung schrittweise umsetzen und jeden Kontrollpunkt protokollieren.
- Abnahme, Restarbeiten und aktualisierte Betriebsdokumentation abschließen.
Praxisübung: Durchführung eines vollständigen Muster-Changes von der Anforderung bis zur Abnahme.
Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt
Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.
- Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
- Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
- Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
- Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.
Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.
Einordnung in den Lernpfad
Der Kurs gehört zum Lernpfad Lifecycle. Die angesetzte Dauer von 2 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firewall-Administratoren, System Engineers, Projektverantwortliche und technische Migrationsleiter. |
| Voraussetzungen: | Praxiserfahrung mit SonicOS, Regelwerken, NAT, VPN und betrieblichen Wartungsfenstern. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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