Seminarbeschreibung
Das Seminar vermittelt Design, Bereitstellung und Betrieb virtueller SonicWall-Firewalls. Plattformauswahl, virtuelle Netzwerke, Lizenzierung, Routing, NAT, Sicherheitsregeln, Sicherung, Firmwarepflege und die Abgrenzung zwischen Firewall- und Plattformfehlern stehen im Mittelpunkt.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzziele
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Lernblock 1: NSv-Architektur und Plattformauswahl
- Lernblock 2: NSv bereitstellen und in das Netzwerk integrieren
- Lernblock 3: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
- Lernblock 4: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
- Lernblock 5: Routing, Pfadauswahl und Erreichbarkeit
- Lernblock 6: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln
- Lernblock 7: Zugriffsregeln nach dem Minimalprinzip
- Lernblock 8: Intrusion Prevention, Malware-Schutz und Sicherheitsprofile
- Lernblock 9: NSv-Betrieb, Sicherung und Fehleranalyse
- Lernblock 10: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
- Lernblock 11: Methodische Fehleranalyse
- Lernblock 12: Abschließende Praxiswerkstatt
- Einordnung in den Lernpfad
Kompetenzziele
- Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Virtualisierung fachlich einordnen.
- Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
- Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
- Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.
Zielgruppe
Virtualisierungs-, Cloud-, Netzwerk- und Security-Administratoren.
Vorkenntnisse
Kenntnisse zu IP-Netzen, Firewallregeln sowie mindestens einer Virtualisierungs- oder Cloudplattform.
Lernblock 1: NSv-Architektur und Plattformauswahl
Die virtuelle Firewall wird passend zu Hypervisor, Cloud-Netzwerk und benötigter Leistung dimensioniert.
- Einsatzfall, Datenpfad, Sicherheitszonen und Verantwortungsgrenze zwischen Plattform und Firewall beschreiben.
- Unterstützte Virtualisierungs- oder Cloudplattform sowie passendes NSv-Leistungsprofil auswählen.
- Virtuelle Schnittstellen, Portgruppen, Subnetze, Routen und öffentliche Adressen planen.
- Lizenzierung, Registrierung, Managementweg und Wiederherstellungszugang festlegen.
- HA-, Skalierungs- und Sicherungsanforderungen plattformspezifisch dokumentieren.
Praxisübung: Entwurf einer NSv-Zielarchitektur für ein virtualisiertes Rechenzentrum oder eine Cloud-Umgebung.
Lernblock 2: NSv bereitstellen und in das Netzwerk integrieren
Die virtuelle Instanz wird mit kontrollierter Schnittstellenzuordnung und abgesichertem Erstzugang eingerichtet.
- Vorlage oder Abbild aus vertrauenswürdigem Bestand bereitstellen und Ressourcen zuweisen.
- Virtuelle Netzwerkkarten in der vorgesehenen Reihenfolge den Zonen und Netzen zuordnen.
- Erstzugang absichern, Systemparameter setzen und Instanz registrieren.
- Routing, Cloud-Routentabellen, Sicherheitsgruppen oder Portgruppen konsistent ergänzen.
- Datenpfad mit Erreichbarkeits-, NAT- und Regeltests schrittweise abnehmen.
Praxisübung: Bereitstellung einer NSv-Laborinstanz mit Management-, Vertrauens- und Außenschnittstelle.
Lernblock 3: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
Die technische Einordnung schafft eine belastbare Grundlage für alle folgenden Konfigurationsschritte.
- Firewall-Modelle, virtuelle Varianten und typische Einsatzgrenzen nach Standortgröße und Datenverkehr einordnen.
- Management-, Daten- und Sicherheitsebene voneinander abgrenzen und ihre Abhängigkeiten dokumentieren.
- SonicOS-Version, Firmwarestand, registrierte Dienste und Laufzeiten in einer Bestandsübersicht erfassen.
- Lizenzierte Sicherheitsdienste den vorgesehenen Schutzfunktionen und den betroffenen Datenpfaden zuordnen.
- Eine Zielarchitektur mit Verantwortlichkeiten, Administrationswegen und Freigabeprozess festlegen.
Praxisübung: Bestandsaufnahme einer bereitgestellten Appliance oder Laborinstanz und Erstellung eines kompakten Architekturblatts.
Lernblock 4: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
Interfaces und Zonen bilden das technische Gerüst für Regeln, NAT, VPN und Sicherheitsdienste.
- Physische und logische Interfaces anhand des Netzplans eindeutig benennen und adressieren.
- Zonen nach Schutzbedarf statt nur nach technischer Topologie definieren.
- Managementdienste je Interface auf das notwendige Minimum reduzieren.
- Interzonen-Kommunikation als explizite Datenflussmatrix erfassen.
- Konnektivität schrittweise mit Gateway-, ARP- und Erreichbarkeitstests prüfen.
Praxisübung: Aufbau einer mehrzonigen Laborstruktur mit LAN, DMZ, WAN und Managementsegment.
Lernblock 5: Routing, Pfadauswahl und Erreichbarkeit
Eine nachvollziehbare Routingstruktur verhindert asymmetrische Pfade und erleichtert die Fehleranalyse.
- Direkt verbundene, statische und dynamisch gelernte Routen in einer Pfadübersicht zusammenführen.
- Metriken, Prioritäten und Fallback-Pfade für jede relevante Zielgruppe festlegen.
- Policy-basierte Routen nur für klar begründete Sonderfälle definieren.
- Rückwege und mögliche Asymmetrien bereits vor der Regelprüfung kontrollieren.
- Routingentscheidungen mit Diagnosewerkzeugen und gezielten Testpaketen nachvollziehen.
Praxisübung: Erstellung einer redundanten Pfadsteuerung und Prüfung des Rückwegs für mehrere Zielnetze.
Lernblock 6: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln
NAT wird getrennt von Zugriffsregeln geplant, damit Adressumsetzung und Berechtigung eindeutig bleiben.
- Quell-, Ziel-, Dienst- und Interfacebezug jedes Datenflusses vor der Umsetzung erfassen.
- Original- und übersetzte Objekte mit konsistentem Namensschema anlegen.
- Ausgehende, eingehende und ausgenommene Datenflüsse getrennt modellieren.
- Regelreihenfolge auf Überschneidungen und unbeabsichtigte Schattenregeln prüfen.
- Umsetzung mit Paketmonitor, Verbindungsübersicht und Gegenstellenprotokoll validieren.
Praxisübung: Konfiguration von Source NAT, veröffentlichtem Dienst und einer gezielten NAT-Ausnahme.
Lernblock 7: Zugriffsregeln nach dem Minimalprinzip
Regeln werden aus dokumentierten Geschäftsanforderungen abgeleitet und technisch eng begrenzt.
- Anforderung in Quelle, Ziel, Dienst, Benutzerbezug, Zeitfenster und Schutzprofil zerlegen.
- Wiederverwendbare Adress- und Dienstobjekte mit eindeutigen Namen erstellen.
- Spezifische Freigaben vor allgemeinen Regeln positionieren und implizite Abhängigkeiten vermeiden.
- Protokollierung und Kommentar so setzen, dass Zweck und Genehmigung später erkennbar bleiben.
- Regel mit erlaubten und ausdrücklich unerlaubten Testfällen prüfen und das Ergebnis dokumentieren.
Praxisübung: Umsetzung einer abgestuften Regelbasis für Benutzer, Server, Administration und Gastzugriffe.
Lernblock 8: Intrusion Prevention, Malware-Schutz und Sicherheitsprofile
Die Sicherheitsdienste werden risikobasiert aktiviert, abgestimmt und in kontrollierten Schritten ausgerollt.
- Verfügbare Schutzdienste, Signaturstatus und Lizenzlaufzeiten kontrollieren.
- Schutzprofile nach Datenfluss und Kritikalität statt als pauschale Globaleinstellung entwickeln.
- Erkennungs- und Blockiermodus zunächst für ausgewählte Verkehrsgruppen festlegen.
- Ausnahmen nur mit konkreter Begründung, begrenztem Geltungsbereich und Ablaufdatum erstellen.
- Treffer, Fehlalarme und Leistungswerte regelmäßig auswerten und Profile nachschärfen.
Praxisübung: Aktivierung eines abgestuften Schutzprofils und Auswertung kontrollierter Testereignisse.
Lernblock 9: NSv-Betrieb, Sicherung und Fehleranalyse
Virtuelle Firewalls benötigen abgestimmte Verfahren zwischen Netzwerk-, Plattform- und Security-Betrieb.
- Systemzustand, virtuelle Ressourcen, Interfacezähler und Plattformereignisse gemeinsam überwachen.
- Konfigurationssicherung und plattformspezifische Wiederherstellungsverfahren voneinander unterscheiden.
- Firmwarepflege mit Snapshot- oder Sicherungsstrategie, Wartungsfenster und Rückfallplan durchführen.
- Fehler zwischen Gastinstanz, virtuellem Switch, Cloud-Routing und äußerem Netzwerk eingrenzen.
- Kapazitätsänderungen und Lizenzgrenzen vor einer Skalierung oder Migration prüfen.
Praxisübung: Diagnose eines gestörten virtuellen Datenpfads unter Einbeziehung von Firewall- und Plattforminformationen.
Lernblock 10: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
Änderungen und Updates werden mit gesichertem Ausgangszustand, Prüfplan und dokumentiertem Rückweg durchgeführt.
- Aktuelle Konfiguration, Zertifikate, Lizenzstatus und Geräteinformationen vollständig sichern.
- Release- und Kompatibilitätsprüfung für Zielversion, Dienste und Gegenstellen durchführen.
- Wartungsfenster, Kommunikationsplan, Erfolgskriterien und Abbruchschwellen festlegen.
- Update in der vorgesehenen Reihenfolge ausführen und jeden Neustart kontrollieren.
- Funktionstest, Protokollprüfung und gegebenenfalls Rückfall auf den gesicherten Zustand durchführen.
Praxisübung: Simulation eines Firmwarewechsels mit Checkliste, Funktionstest und dokumentierter Rückfallentscheidung.
Lernblock 11: Methodische Fehleranalyse
Eine feste Diagnosefolge verhindert ungezielte Änderungen und verkürzt die Wiederherstellung.
- Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffene Nutzer, letzte Änderungen und erwartetes Verhalten präzise erfassen.
- Problem einer Schicht, einem Datenpfad und einem reproduzierbaren Testfall zuordnen.
- Hypothesen priorisieren und für jede Hypothese ein eindeutiges Prüfkriterium festlegen.
- Nur eine Variable je Schritt ändern und Beobachtung sowie Ergebnis protokollieren.
- Lösung verifizieren, temporäre Änderungen zurücknehmen und Ursache dauerhaft dokumentieren.
Praxisübung: Bearbeitung eines vorbereiteten Störungsfalls mit Diagnoseprotokoll und Ursachenbegründung.
Lernblock 12: Abschließende Praxiswerkstatt
Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.
- Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
- Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
- Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
- Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.
Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.
Einordnung in den Lernpfad
Der Kurs gehört zum Lernpfad Virtualisierung. Die angesetzte Dauer von 2 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Virtualisierungs-, Cloud-, Netzwerk- und Security-Administratoren. |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse zu IP-Netzen, Firewallregeln sowie mindestens einer Virtualisierungs- oder Cloudplattform. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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