Seminar AnyDesk Ultimate On-Premises – Architektur, Planung und Dimensionierung

Seminar / Training

Das Seminar entwickelt aus Geschäftsanforderungen und Schutzbedarf eine tragfähige Zielarchitektur für AnyDesk Ultimate On-Premises.

Schwerpunkte sind Einsatzszenarien, Datenflüsse, Vertrauenszonen, Intranet-, VPN-, DMZ- und öffentlich erreichbare Varianten, Kapazitätsannahmen, DNS, Zeitversorgung, Zertifikate sowie ein belastbarer Umsetzungs- und Entscheidungsplan.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe und Voraussetzungen
  3. Anforderungen, Einsatzszenarien und Schutzbedarf erfassen
  4. Datenflüsse und Vertrauensgrenzen modellieren
  5. Bereitstellungsmodell auswählen
  6. Dimensionierung und Kapazitätsannahmen entwickeln
  7. Namensauflösung, Zeitversorgung und Zertifikate planen
  8. Bedrohungsmodell und Sicherheitsziele erstellen
  9. Architekturentscheidung und Umsetzungsplan erstellen
  10. Praxisübungen und Checklisten

Einordnung und Lernziele

Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.

  • Einsatzszenarien und nichtfunktionale Anforderungen strukturiert erfassen.
  • Datenflüsse, Vertrauensgrenzen und technische Abhängigkeiten modellieren.
  • Das geeignete Bereitstellungsmodell anhand von Sicherheit und Betrieb auswählen.
  • Kapazitäts- und Wachstumsannahmen nachvollziehbar dimensionieren.
  • Eine freigabefähige Architekturentscheidung mit Pilot- und Rückfallplan erstellen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: IT-Architektur, technische Projektleitung, Informationssicherheit, Netzwerk- und Plattformverantwortliche, Service Owner sowie technische Entscheider.

Voraussetzungen: Kenntnisse der eigenen Netzwerk-, Server-, Sicherheits- und Betriebsumgebung. Eine grobe Geräte- und Nutzerplanung sollte verfügbar sein.

Seminarinhalte

1. Anforderungen, Einsatzszenarien und Schutzbedarf erfassen

  1. Schritt 1: Geschäftliche Einsatzszenarien wie interner IT-Support, externer Service, Fernwartung, Homeoffice und Notfallzugriff voneinander abgrenzen.
  2. Schritt 2: Anzahl der verwalteten Geräte, Supportpersonen, Standorte, gleichzeitigen Sitzungen und Betriebszeiten belastbar aufnehmen.
  3. Schritt 3: Schutzbedarf für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit je Szenario bestimmen und besonders kritische Geräteklassen kennzeichnen.
  4. Schritt 4: Nichtfunktionale Anforderungen für Offline-Betrieb, Internetzugang, Reaktionszeiten, Protokollierung, Aufbewahrung und Wiederanlauf dokumentieren.
  5. Schritt 5: Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen priorisieren und in eine prüfbare Anforderungsliste überführen.

2. Datenflüsse und Vertrauensgrenzen modellieren

  1. Schritt 1: Appliance-Server, Datenbank, Verwaltungszugänge, Custom Clients, Supportarbeitsplätze und Zielgeräte als Komponenten erfassen.
  2. Schritt 2: Verbindungsaufbau, Sitzungssteuerung, direkte Verbindungen, Relay-Pfade, Namensauflösung und Zertifikatsprüfung als Datenflüsse darstellen.
  3. Schritt 3: Interne Netze, Administrationsnetz, DMZ, VPN-Zone, mobile Netze und Internet als getrennte Vertrauenszonen markieren.
  4. Schritt 4: Für jeden Übergang Quelle, Ziel, Protokollrichtung, Authentisierung, Protokollierung und verantwortliche Stelle festlegen.
  5. Schritt 5: Das Modell gegen unerwünschte Querzugriffe, unnötige Freigaben und Single Points of Failure prüfen.

3. Bereitstellungsmodell auswählen

  1. Schritt 1: Reinen Intranetbetrieb, VPN-gestützten Zugriff, DMZ-Betrieb und öffentlich erreichbare Appliance als getrennte Varianten bewerten.
  2. Schritt 2: Für jede Variante Erreichbarkeit, Angriffsfläche, Betriebsaufwand, mobile Nutzung und Notfallzugriff gegenüberstellen.
  3. Schritt 3: Festlegen, ob Standard- und Cloud-Clients im Unternehmensnetz technisch blockiert und ausschließlich On-Premises-Custom-Clients zugelassen werden.
  4. Schritt 4: Abhängigkeiten von DNS, Zeitquelle, Zertifikaten, Proxy, Firewall, Load-Verteilung und externen Identitätsdiensten dokumentieren.
  5. Schritt 5: Die gewählte Variante einschließlich verworfener Alternativen in einer Architekturentscheidung begründen.

4. Dimensionierung und Kapazitätsannahmen entwickeln

  1. Schritt 1: Gerätebestand, erwartete Wachstumsrate, Supportschichten, gleichzeitige Sitzungen und typische Sitzungsdauer in ein Lastmodell überführen.
  2. Schritt 2: CPU, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Datenbankvolumen und Netzwerkbandbreite mit Sicherheitsreserven planen.
  3. Schritt 3: Wachstum von Sitzungsverlauf, Protokollen, Aufzeichnungen, Backups und Custom-Client-Artefakten getrennt berücksichtigen.
  4. Schritt 4: Messbare Schwellenwerte für Auslastung, Antwortzeiten, Fehlerraten, Speicherverbrauch und Warteschlangen definieren.
  5. Schritt 5: Annahmen, Reserven und Ausbaustufen so dokumentieren, dass die Dimensionierung später nachgerechnet werden kann.

5. Namensauflösung, Zeitversorgung und Zertifikate planen

  1. Schritt 1: Verbindliche Hostnamen, interne und externe Namensräume sowie notwendige DNS-Einträge festlegen.
  2. Schritt 2: Eine zuverlässige Zeitquelle vorsehen und Zeitzonen, Uhrabweichung sowie deren Einfluss auf Zertifikate und Protokolle prüfen.
  3. Schritt 3: Zertifikatsnamen, Vertrauenskette, Laufzeiten, private Schlüssel, Ablageorte und Erneuerungsverfahren definieren.
  4. Schritt 4: Vertrauensstellung für Clients, MDM-Profile und Administrationszugänge in einer Zertifikatsmatrix abbilden.
  5. Schritt 5: Ablaufüberwachung, Schlüsselwechsel, Sperrfall und Notfallerneuerung in den Betriebsprozess aufnehmen.

6. Bedrohungsmodell und Sicherheitsziele erstellen

  1. Schritt 1: Schutzobjekte wie Appliance, Datenbank, Verwaltungszugang, Client-Builds, Schlüssel und Sitzungsdaten erfassen.
  2. Schritt 2: Bedrohungen durch fremde Clients, kompromittierte Supportkonten, gestohlene Kennwörter, Fehlkonfiguration und interne Missbrauchsfälle bewerten.
  3. Schritt 3: Angriffsflächen an Netzwerkgrenzen, Administrationszugängen, Downloadwegen und Endgeräten markieren.
  4. Schritt 4: Vorbeugende, erkennende und reagierende Kontrollen je Risiko zuordnen.
  5. Schritt 5: Restrisiken mit Verantwortlichem und akzeptierender Stelle dokumentieren.

7. Architekturentscheidung und Umsetzungsplan erstellen

  1. Schritt 1: Die Zielarchitektur in einem nachvollziehbaren Übersichtsdiagramm mit Zonen, Datenflüssen und Verantwortlichkeiten festhalten.
  2. Schritt 2: Offene Punkte, technische Risiken, Abhängigkeiten und Annahmen mit Eigentümer und Fälligkeitsdatum versehen.
  3. Schritt 3: Pilotumfang, Abnahmekriterien, Rückfalloption und Übergang in den Regelbetrieb festlegen.
  4. Schritt 4: Arbeitspakete für Infrastruktur, Netzwerk, Sicherheit, Clients, Betrieb, Support und Dokumentation terminieren.
  5. Schritt 5: Die Entscheidung durch Architektur-, Sicherheits-, Datenschutz- und Betriebsverantwortliche prüfen und freigeben lassen.

Praxisübungen und Checklisten

  • Erstellung eines Anforderungen- und Schutzbedarfsprofils für drei typische Einsatzszenarien.
  • Modellierung der Datenflüsse und Vertrauenszonen in einem Architekturdiagramm.
  • Vergleich von Intranet-, VPN-, DMZ- und Internetvariante anhand eines Entscheidungskatalogs.
  • Ausarbeitung einer Architekturentscheidung mit Dimensionierung, Risiken und Umsetzungsreihenfolge.

Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: IT-Architektur, technische Projektleitung, Informationssicherheit, Netzwerk- und Plattformverantwortliche, Service Owner sowie technische Entscheider.
Voraussetzungen: Kenntnisse der eigenen Netzwerk-, Server-, Sicherheits- und Betriebsumgebung. Eine grobe Geräte- und Nutzerplanung sollte verfügbar sein.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
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Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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