Seminar AnyDesk Ultimate On-Premises – Skalierung, Kapazitätsplanung und Performance

Seminar / Training

Das Seminar leitet aus Gerätebestand, gleichzeitigen Sitzungen und Netzbedingungen eine messbare Kapazitäts- und Performanceplanung für AnyDesk Ultimate On-Premises ab.

Lastmodell, Endpunktsegmentierung, Netzwerkqualität, Appliance- und Datenbankressourcen, Baseline, Lasttest, Schwellenwerte, Trends und Ausbaustufen werden anhand reproduzierbarer Messungen bearbeitet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe und Voraussetzungen
  3. Last- und Nutzungsmuster erfassen
  4. Endpunkte, Builds und Sitzungen strukturieren
  5. Netzwerkleistung und Sitzungsqualität planen
  6. Appliance-, Datenbank- und Speicherressourcen bewerten
  7. Performance-Baseline und Referenztests erstellen
  8. Last- und Skalierungstest durchführen
  9. Schwellenwerte und Ausbauentscheidung definieren
  10. Skalierungs- und Optimierungsplan erstellen
  11. Praxisübungen und Checklisten

Einordnung und Lernziele

Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.

  • Nutzung, Spitzenlast und Wachstum in ein realistisches Lastmodell überführen.
  • Endpunkte, Sitzungen, Netzpfade und Datenwachstum getrennt dimensionieren.
  • Eine Performance-Baseline mit wiederholbaren Referenztests erstellen.
  • Last- und Skalierungstests sicher planen, messen und auswerten.
  • Schwellenwerte und Ausbaustufen objektiv und rechtzeitig festlegen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Plattform- und Infrastrukturadministration, Kapazitätsmanagement, Netzwerkbetrieb, Performance Engineering, technische Architektur und Service Owner.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse der AnyDesk-Architektur, Server- und Datenbankmetriken, Netzwerkleistung und Monitoring. Zugriff auf Test- oder Messdaten ist erforderlich.

Seminarinhalte

1. Last- und Nutzungsmuster erfassen

  1. Schritt 1: Geräteanzahl, aktive Supportpersonen, gleichzeitige Sitzungen, Spitzenzeiten und Standorte ermitteln.
  2. Schritt 2: Typische und kritische Sitzungen nach Dauer, Bildqualität, Auflösung, Dateiübertragung und Netzpfad klassifizieren.
  3. Schritt 3: Wachstum, Saisonspitzen, Großstörungen und parallele Rollouts als Zusatzlast berücksichtigen.
  4. Schritt 4: Messbare Zielwerte für Verbindungsaufbau, Stabilität und Reaktionszeit festlegen.
  5. Schritt 5: Lastmodell mit realen Betriebsdaten regelmäßig aktualisieren.

2. Endpunkte, Builds und Sitzungen strukturieren

  1. Schritt 1: Gerätebestand nach Plattform, Clientrolle, Standort, Netzwerkzone und Supportbedarf segmentieren.
  2. Schritt 2: Gleichzeitige ausgehende Verbindungen und unbeaufsichtigt verwaltete Geräte getrennt betrachten.
  3. Schritt 3: Adressbuch-, Alias-, Sitzungsverlaufs- und Build-Verwaltung auf große Bestände ausrichten.
  4. Schritt 4: Lebenszyklus von Neuinstallation, Austausch, Stilllegung und Wiederverwendung von Geräten berücksichtigen.
  5. Schritt 5: Unbekannte und veraltete Clients als Kapazitäts- und Sicherheitsrisiko bereinigen.

3. Netzwerkleistung und Sitzungsqualität planen

  1. Schritt 1: Bandbreite, Latenz, Paketverlust und Stabilität je Standort und Zugangspfad messen.
  2. Schritt 2: Direkte und vermittelte Verbindungen sowie VPN- und Proxy-Einflüsse vergleichen.
  3. Schritt 3: Bildqualität, Auflösung und Sitzungsfunktionen an verfügbare Netzqualität anpassen.
  4. Schritt 4: Spitzenlast und Ausfall eines Netzpfads in Tests berücksichtigen.
  5. Schritt 5: Standortbezogene Schwellenwerte und Eskalationswege definieren.

4. Appliance-, Datenbank- und Speicherressourcen bewerten

  1. Schritt 1: CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Datenbank und Protokollvolumen unter Normal- und Spitzenlast messen.
  2. Schritt 2: Wachstum von Sitzungsverlauf, Backups, Aufzeichnungen und Diagnoseinformationen getrennt prognostizieren.
  3. Schritt 3: Engpässe anhand Messwerten und nicht durch pauschale Hardwareerhöhung identifizieren.
  4. Schritt 4: Reserve für Wartung, Wiederherstellung und temporäre Mehrlast vorsehen.
  5. Schritt 5: Ausbaustufen mit Auslöser, Beschaffungszeit und technischer Umsetzung dokumentieren.

5. Performance-Baseline und Referenztests erstellen

  1. Schritt 1: Definierte Referenzgeräte, Netzpfade und Sitzungsprofile für wiederholbare Messungen auswählen.
  2. Schritt 2: Verbindungsaufbau, Bildreaktion, Datenübertragung, CPU-Last und Fehlerrate unter kontrollierten Bedingungen messen.
  3. Schritt 3: Ergebnisse mit Client-, Appliance- und Netzwerkversion kennzeichnen.
  4. Schritt 4: Baseline nach wesentlichen Updates oder Architekturänderungen neu erfassen.
  5. Schritt 5: Abweichungen mit Toleranzwert und Eskalationsregel versehen.

6. Last- und Skalierungstest durchführen

  1. Schritt 1: Testziel, zulässige Auswirkung, Datenmenge und Abbruchschwellen vor Beginn festlegen.
  2. Schritt 2: Last schrittweise erhöhen und gleichzeitig System-, Datenbank- und Netzwerkmetriken erfassen.
  3. Schritt 3: Spitzenlast, Verbindungswiederholung, lange Sitzungen und gemischte Plattformen berücksichtigen.
  4. Schritt 4: Fehlergrenze und Sättigungspunkt identifizieren, ohne Produktionsbetrieb zu gefährden.
  5. Schritt 5: Testergebnis in konkrete Kapazitäts- und Konfigurationsmaßnahmen übersetzen.

7. Schwellenwerte und Ausbauentscheidung definieren

  1. Schritt 1: Warnung und kritisch für Ressourcen, Speicherwachstum, Verbindungsfehler und Antwortzeiten festlegen.
  2. Schritt 2: Trendprognose und verbleibende Zeit bis zum Engpass sichtbar machen.
  3. Schritt 3: Automatische Alarme mit klarer Erstmaßnahme und Verantwortlichem versehen.
  4. Schritt 4: Falsch positive Alarme und fehlende Signale nach Betriebsdaten korrigieren.
  5. Schritt 5: Ausbauentscheidung an objektive Messwerte und nicht an Einzelbeobachtungen koppeln.

8. Skalierungs- und Optimierungsplan erstellen

  1. Schritt 1: Sofortmaßnahmen, Konfigurationsoptimierung, Netzverbesserung und Ressourcenausbau priorisieren.
  2. Schritt 2: Technische Grenzen und vertragliche Kapazitäten gemeinsam betrachten.
  3. Schritt 3: Pilot- und Rückfallplan für jede größere Änderung erstellen.
  4. Schritt 4: Nach Umsetzung Baseline und Lasttest wiederholen.
  5. Schritt 5: Plan mit Wachstumsszenario, Budget, Verantwortlichem und Zieltermin fortschreiben.

Praxisübungen und Checklisten

  • Erstellung eines Lastmodells für mehrere Standorte und Supportschichten.
  • Messung einer Baseline für Verbindungsaufbau und Sitzungsreaktion.
  • Durchführung eines kontrollierten Lasttests mit Abbruchschwellen.
  • Ableitung eines Kapazitäts- und Ausbauplans mit Warnwerten und Zeitbezug.

Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattform- und Infrastrukturadministration, Kapazitätsmanagement, Netzwerkbetrieb, Performance Engineering, technische Architektur und Service Owner.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der AnyDesk-Architektur, Server- und Datenbankmetriken, Netzwerkleistung und Monitoring. Zugriff auf Test- oder Messdaten ist erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 2 Tage
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Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
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